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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Tote im neuen Schachtbrunnen
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  01.09.2014

Drei Tote bei Unfall in Brunnenschacht

Bei einem Unfall in einem   neuen 8 m tiefen Brunnenschacht in Schönbach in Niederösterreich sind drei Menschen ums Leben gekommen,Ein Mann war hinabgestiegen   zwei Personen wollten helfen     Zwei Männer starben noch am Unglücksort, eine junge Frau auf dem Weg ins Krankenhaus.vermutlich durch Gärgas?
mfg Sepp



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 16
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  09.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 09.09.2014!  Zum Bezugstext

@ sepp

ich würde sagen, wir belassen es bei der bisherigen Diskussion und beenden das hier.
Das Geschehene ist schlimm genug und der Ursache wird schon von Amtswegen nachgegangen. Daher brauchst du dich nicht in Spekulationen ergehen.
Das ist hier keine Stammtischrunde von ein paar Leuten, sondern es ist öffentlich!
Respektiere die Gefühle der Angehörigen, welchen ich hier an dieser Stelle mein Beileid aussprechen möchte.
Die Medien stützen sich eh schon drauf, denen ist ja für die Einschalt-/Auflagenquoten nichts heilig.

Gruß
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  09.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 09.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo  Walter" im gestrigen   Fernsehbeitrag zu  diesen Fall konnte man sehen das die vielen Schachtringe mit Brunnenschaum o. ä.  Schaum abgedichtet sind. Da dieser Brunnen  erst vor kurzen   errichtet wurde habe ich mir die frage gestellt  ob dieser etwa ausgast  und so etwa   ein   giftiges Gemisch im Brunnen war.  Dazu muss sich aber feststellen  dass ich nicht weis ob die   Ausgasungen vom Schaum  überhaupt schädlich sind.
mfg sepp
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  09.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 08.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp, man kann über die Gaskonzentration in Grundwasser, wie Hydrogeotest schon schrieb, keine generelle Aussage treffen. Habe schon mal ein Bild gepostet wie ich in einen 70 Meter tiefen, 1948 händisch gegrabenen Brunnen geklettert bin und kein Sauerstoffproblem hatte.
Dagegen ist es bei einem neu errichteten Fischteich, der von einem nur 4 Meter tiefen Grundwasserstrom gespeist wurde, zu einem Fischsterben gekommen da der O2 Wert nur 2,8 mg/l betragen hat.Forellen brauchen mindestens 4,5 mg/l
LG
Walter
nochmals das Bild aus 70 Meter tiefe nach oben.


sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  08.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 08.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo  mit dem  Unfall hat das nichts zu tun  meine Vermutung  ist /war   das der Sauerstoff in manchen  Brunnen  ausgast was zu einer der Luftverbesserung  
der Atemluft    im  Brunnenschacht    führen könnte .
Heute  gibt es um im  ORF um 20 Uhr 15 eine Sendung zu diesem  Unfall

mfg sepp  
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  08.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 07.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,
da du geschrieben hast:"... bei einem Brunnen durchfließt und nicht gespeichert wird..." bin ich mal davon ausgegangen, das du einen Brunnen im Ruhezustand meinst.
Wenn er gepumpt wird, so wird eine Absenkung des Grundwassers erzeugt und auch eine erhöhte Durchströmung verursacht. Beide Größen sind abhängig von der Art und Ausbildung des Grundwasserleiters.
Ursprünglich war mir bereits bei deiner ersten Rückfrage nicht so richtig klar, was du meinst, bzw. auf was du aus bist.
Was dann der gepumpte Brunnen mit dem Sauerstoffgehalt und dem Unfall zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

Gruß
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  07.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 07.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Hydrogeotest wen man aus einem  Brunnen z B.100 Liter / Min  herauspumpt so kommt es in diesen Fall  es zu ein  Grundwasserstrom  sonst würde ein  Brunnen  sofort   versiegen .Was   sehe ich da etwas falsch?
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  07.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 07.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,

bei Grundwässern ist normalerweise gelöster Sauerstoff enthalten - Größenordnung unterhalb von 10 mg/l. Bei Mineralwässern ist der Sauerstoffgehalt höher.
Je nach den Untergrundverhältnissen bzw. Zusammensetzung des Grundwasserleiters kann auch kein gelöster Sauerstoff vorhanden sein, zum Bsp. bei anaeroben Verhältnissen.
Mir scheint aber, du hast eine falsche Vorstellung von der Fließgeschwindigkeit im Grundwasser.
In den meisten Fällen beträgt diese keine 100 m im Jahr, manchmal nur wenige Meter.
Abhängig ist die Fließgeschwindigkeit von der Durchlässigkeit und dem hydraulischem Gefälle, also der Neigung des Stauers (undurchlässige Schicht, die den Grundwasserleiter nach unten begrenzt).
Das mal so als grobe Erklärung - es spielen noch ein paar mehr Faktoren da mit rein.

Gruß
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  07.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 06.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Hydrogeotest da bei einem Brunnen durchfließt und nicht gespeichert wird habe ich mir die Frage gestellt ob dieses Wasser auch Sauerstoff enthält was dazu führen  könnte dass sich im  Brunnen- Schacht auch Sauerstoff befindet , welcher im Brunnenschacht ausgast.
mfg sepp
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  06.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 06.09.2014!  Zum Bezugstext

@ Sepp

es ist ein Unterschied, ob ein Brunnen gebaut wird oder in einen bestehenden eingestiegen wird.
Beim Bau ist meist durch das Ein- und Aussteigen und nach oben bringen der Massen eine gewisse Luftbewegung drin. Außerdem wurden solche Brunnen nie durch einen Einzelnen gebaut und man wusste meist um die Gefahr.
Fachleute wissen, dann sofort was passiert sein kann und können entsprechend handeln, ohne sich in Gefahr zu bringen.
 
In einem Schacht oder bestehenden Brunnen können sich Gase ansammeln. CO bekommst du überhaupt nicht mit, ein paar Atemzüge - dann kippst du einfach bewusstlos um und das war es dann meist.
Bei CO2 wird dir noch etwas schwindlig, aber bei der entsprechenden Konzentration ist man dann auch fällig.

Es ist wie sanftes Einschlafen... nur ohne Aufwachen

Schau dir den hübschen Schacht von Walter an -> wer erwartet da was Böses?

Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser...

Übrigens - Belüftung / Bewetterung im Bergbau gibt es schon sehr lange. Austretende Gase sind je nach Gestein gar nicht selten.
Im Grundwasser sind ebenfalls reichlich Gase gelöst, wenn diese dann ausgasen und sich unten anreichern, so kann bestes Grund-/Mineralwasser die Ursache für tödliche Unfälle werden.  
Wenn du nicht wie ich stilles Wasser bevorzugst, so hast du die Gase (oft noch zugesetzt) in jeder Wasserflasche.

Gruß
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  06.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von HeinzM vom 06.09.2014!  Zum Bezugstext

Die HeinzM  die genannten Brunnen dürften  schon 100 und mehr Jahre alt sein. Zur Stabilisierung wurden früher Steine verwendet sogenannte Steinbrunnen  und später nach  der Entdeckung der Braunkohle auch diese. Diese Stabilisierung reichte bis zum harten sehr standfesten  Schlier   hinunter meist waren es ca. 7 m
mfg Sepp
HeinzM
(Mailadresse bestätigt)

  06.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 05.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo sepp,
zu welcher Zeit meinst du denn genau?
Belüftet wurde eigentlich schon immer, nur hatte jede Zeit seine eigene Methoden, dieses gilt auch für den Brunnenbau selbst.
MfG
Heinz
Lothar Gutjahr
erfinderleint-online.de
(gute Seele des Forums)

  05.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 05.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,

die Todesursache könnte unter Umständen die sein , daß mehr als eine Person zur Zeit im Schacht gearbeitet haben. Bedenkt man, daß der Mensch etwa die gleiche Menge CO2 ausatmet, wie er Sauerstoff verbraucht, dann ist im Falle einer sauerstoffarmen Umgebungsluft ein kritischer Punkt schnell erreicht. Da brauchen nur noch ungünstige Verhältnisse dazu kommen, wie eine Stalltür in der Nähe, wo diese schwereren Gase in den Schacht absinken können und schon passierts.

Schönes Wochenende

Lothar
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  05.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 05.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Hydrogeotest wen  das gefährlich ist wie sich gezeigt hat, wie hat man früher schon mal  25 m  tiefe Brunnen gegraben als man noch nicht belüften konnte.
Mein Vater  war Bergmann Braunkohle da war bei manchen  nicht belüfteten Stollen von  Tote- Luft die Rede das erkannte man daran weil dann die Karbidlampe ausging.
Inder Zeitung war  zu lesen das der Sauerstoffgehalt nur bei 12 Prozent  lag führt das zum sofortigen Tod oder  gab es dazu andere  Fakten .
mfg Sepp
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  05.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Hydrogeotest vom 05.09.2014!  Zum Bezugstext

Habe bei der letzten Quelluntersuchung in einem 5 Meter tief gelegenen Sammelschacht einen CO2 Wert von 1100 ppm mit dem Dräger-Gerät gemessen. Hat schon ein wenig gepipst und geblinkt (Warnstufe 1)Man sollte sich nicht zu lange dort aufhalten! Luftaustausch findet bei solchen Schächten meist nur über die groß dimensionierte Überlaufleitung und Bodenablauf statt.
LG
Walter


Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  05.09.2014

... mögl. Ursachen - CO, CO2 oder H2S (im Grundwasser)

In dem Fall wohl erhöhter CO2-Gehalt
http://www.krone.at/Nachrichten/Tod_in_Brunnen_Obduktion_ergab_CO2-Vergiftung-Familiendrama_in_NOe-Story-417932

Schlimm, aber wenn ein Hobby-Brunnenbauer auf die Belüftung beim Bau eines Schachtbrunnens angesprochen wird, dann wird meist abgewunken -> noch nie was passiert - machen alle so...

Besonders tragisch, das gleich mehrere zu Tode kamen.
Christoph Weidner
(Mailadresse bestätigt)

  04.09.2014

Ach du scheiße.....



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