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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualitt
Was taugt meine Quelle als Trinkwasser?
stepfel
(Mailadresse bestätigt)

  17.09.2014

Hallo,

wir haben von der Quelle im Odenwald, von er wir gerne Wasser holen einen Trinkwassertest machen lassen. Was halten die Experten im Forum von diesen Werten?

Aluminium  10,6 g/L
Barium     71,6 g/L
Beryllium  0,558 g/L
Bismuth    < 10 g/L
Blei       < 5  g/L
Cadmium   < 0,6 g/L
Calcium    8,51 mg/L
Chrom     <   1 g/L
Cobalt    <   1 g/L
Eisen       2,3 g/L
Gadolinium <  1 g/L
Gallium    <  5 g/L
Kalium     1,93 mg/L
Kupfer     3,60 g/L
Lithium    0,59 g/L
Magnesium  2,26 mg/L
Mangan     1,48 g/L
Natrium    1,61 mg/L
Nickel     <  2 g/L
Palladium  <  2 g/L
Scandium   <0,1 g/L
Silber     <  1 g/L
Strontium' 30,5 g/L
Thallium'  < 5  g/L  
Uran       < 5  g/L
Yttrium    <0,1 g/L
Zink        4,5 g/L

Flourid     0,01 mg/L
Chlorid     2,11 mg/L
Nitrit      n.a.
Bromid      0,02 mg/L
Nitrat      10,75 mg/L
o-Phospaht  0,06 mg/L
Sulfat      15,89 mg/L

Puh - viel tipperei :-)



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
Bernhard Schmitt
berndschmitt1aol.com
(Mailadresse bestätigt)

  18.09.2014

Hallo Stepfel,
vielleichz googelst du mal nach der Trinkwasserverordnung, da sind zulässige Inhaltsstoffe mit ihren Grenzwerten aufgeführt. In deiner Analyse sind einige Bestandteile aufgelistet, die da nicht erwähnt sind, z.B. Gadolinium, andere wurden nicht untersucht, wie z.B. Quecksilber. Wie dem auch sei, ich schließe mich meinen Vorrednern an und sage auch: Wenn das Wasser biologisch einwandfrei ist und die organischen Inhaltsstoffe wie Pestizide unterhalb der Grenzwerte der TVO liegen, kannst du das Wasser bedeenkenlos trinken. Ich würde es aber nicht durch verzinkte Rohre oder Kupferrohr fließen lassen, dafür scheint es ungeeignet zu sein.
stepfel
(Mailadresse bestätigt)

  18.09.2014

Hi nochmal,

im Prüfbericht habe ich in der Legende was gefunden:

" <   = kleiner als technische Bestimmungsgrenze"

Na toll Inlabo, gut zu wissen, dass Gadolinium kleiner ist als der ZEHNFACHE bedenkliche Wert.
Auf der Homepage könnte Inlabo netterweise vorher angeben, wo die Bestimmungsgrenze ist.

Ganz unten steht dann noch
"Der Untersuchungsbericht darf nicht ohne Erlaubnis vervielfältigt, modifiziert oder Publiziert werden"

@ Inlabo: Könnt euch schon mal auf meine Bewertung freuen.
stepfel
(Mailadresse bestätigt)

  18.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von H2O vom 18.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo H20,

das mit dem Gadolinium ist mir nicht aufgefallen.

Ich hielt den Wert "< 1 g" für nichtig. Nun habe ich aber das hier gefunden:

"Gadolinium ist ein Kontrastmittel, das in Krankenhäusern für Magnetresonanztomografien verwendet wird. Im Duisburger Trinkwasser sind etwa vier Nanogramm Gadolinium pro Liter (ng/l) vorhanden.

Giftig für den Menschen wäre aber erst eine Konzentration höher als 100 ng/l"

Naja - die machen sich also schon sorgen wegen 0,004 g  sorgen. Da finde ich die Angabe "< 1 g" etwas ungenau... oder ist da einfach die Nachweisgrenze meines Labors (Inlabo)

Ich versuch mal genaueres zu erfahren.
H2O
(gute Seele des Forums)

  18.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von stepfel vom 18.09.2014!  Zum Bezugstext

Ich schließe mich Renrew vollumfänglich an. Nach der chemischen Analyse ein salzarmes weiches Wasser mit niederer Leitfähigkeit. Kann man beinahe schon im Dampfbügeleisen verwenden.
Was mir, wie auch von Renrew schon angesprochen auffällt, sind Kationen wie z.B. Gadolinium die in normalen Wasseranalysen erst gar nicht auftauchen. Ungewöhlich ist, dass im Verhältnis zu Natrium mehr Kalium im Wasser ist.

Wichtig ist daneben aber wie schon angesprochen die Biologie und auch die organischen Verunreinigungen. Trinkwasser muss eben der Trinkwasserverordnung mit ihren Vorgaben entsprechen. Bei Quellen im Wald muss eben auch sicher sein, dass die Quelle nicht durch Hinterlassenschaften igendwelcher Viecherl verunreinigt ist.

Gruß
H2O
stepfel
(Mailadresse bestätigt)

  18.09.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Renrew vom 17.09.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Renrew, und Danke für deine Infos.

Es handelt sich hier um eine öffentliche gefasste Quelle im Wald - weitab von Industrie / Landwirtschaft.

Ich habe bei der Gemeinde Nachgefragt - dort meinte man, es wäre Bedenkenlos Trinkbar - aber Wasserwerte hatten sie keine. Das Wasser würde nicht geprüft werden.

Von vielen anderen Quellen im Odenwald/Bergstraße-Gebiet weiß man von sehr starker Aluminium / Mangan / Schwermetall Belastungen. Was viele Städter trotz Warnung aber nicht davon abhält dort Wasser zu holen - in der Rheinebene ist nämlich alles verkalkt.

Hat jemand Erfahrung wie lange solch frisches Quellwasser im Keller lagerfähig (trinkbar) ist? Finde im Internet angaben von 2 Tagen - 20 Jahren.

Gruß
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  17.09.2014

Hallo stepfel,
für sich allein gibt diese beeindruckende Liste der Kationen und Anionen noch keine Auskunft über die Eignung der Quelle als Trinkwasser. Es handelt sich um ein sehr weiches Wasser. Wenn auch die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchung sowie die Prüfung auf Pflanzenschutzmittel in Ordnung sind und auch das Einzugsgebiet der Quelle keinen Verdacht auf sonstige Verunreinigungen erweckt, kann man das Wasser sicherlich trinken. Besser wäre eine Begutachtung und Prüfung durch das zuständige Gesundheitsamt.
Die Trinkwasserverordnung findest du auch unter
http://www.hlug.de/fileadmin/dokumente/wasser/grundwasser/trinkwasserverordnung_2011.pdf
Gruß, Renrew



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