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Kategorie: > Technik > Regen- / Brauchwassernutzung
Werkstoff Regenwasserleitung
poros
(Mailadresse bestätigt)

  12.12.2014

Liebes Forum,
ich möchte folgende Problem schildern. Ich habe vor 10 Jahren (Neubau) eine Regenwassernutzungsanlage in ein Einfamilienhaus eingebaut. Benutzt wird Sie für die Toilettenspülung, Waschmaschine sowie zur Gartenwässerung. Alles funktioniert bisher tadellos. Nun zu meiner Frage bzw. Problem. Die Leitungen (Zuleitungen) Unterputz sind alle aus einem Mehrschichtverbundrohr, bedeutet der Kontakt zum Wasser ist Kunststoff. Nun wurde neben der Pumpensteuerung eine kleine Verteilung (auf Putz) im Material Kupfer gelötet, verlegt. Und genau das ist mein Problem. Die Lötstellen beginnen nach und nach an undicht zu werden. Nun möchte ich die Verteilung neu aufbauen. Mein Installateur möchte die Verteilung in Edelstahl oder in Kunststoff (Sanipex?) verlegen. Was würdet ihr hier empfehlen?
Vielen Dank für Eure Hilfe.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 28
poros
(Mailadresse bestätigt)

  17.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Renrew vom 17.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Renrew,

die Idee finde ich sehr gut. Jedoch habe ich solche Sicherheitseinrichtugen bisher für RWN-Anlagen nicht gesehen. Ich denke mal, sobald die Verteilung in Kunststoff getauscht wurde ist das Risiko minimiert. Ein Restrisiko bleibt jedoch immer, jedoch hat man das auch bei jedem Kreislauf ob Warm- Kaltwasser, Fußbodenheizung,...

Grüße Poros
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  17.12.2014

Hallo poros,
unabhängig von der Werkstoffauswahl und der mehr oder weniger guten Verarbeitung wäre bei dieser aufwendigen Verrohrung eine zusätzliche Sicherung vielleicht angebracht. Neuere Geschirrspüler und Wachmaschinen haben stromgetriebene Absperrvorrichtungen die durch Wasserfühler am Boden ausgelöst werden. Fertige Bausätze, die Wasserzufuhr und Pumpe zuverlässig abschalten (auch bei Stromausfall) gibt es sicherlich im Handel.
Gruss, Renrew
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  16.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 15.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Timo
Bei der Leitfähigkeit ist nur zu beachten dass das verwendete Gebinde sauber ist z.B. Mineralwasserflasche - 2 bis 3x mit dem zu untersuchenden Regenwasser vorspülen. Der pH Wert sollte vor Ort mit einer entsprechenden Elektrode 2x gemessen werden. Das eine Mal als direkte Messung vom Regen der über die Rinne in deine Zisterne läuft. Das zweite Mal die gleiche Probe gut schütteln oder mit Stickstoff ausgasen um die Kohlensäure zu entfernen. Der pH-Wert steigt dabei um 0,2 bis 0,6
LG
Walter
poros
(Mailadresse bestätigt)

  15.12.2014

Noch eine Frage an die Fachleute. Ich möchte das Regenwasser auf Leitfähigkeit und ph überprüfen lassen. Gibt es hier zur Probenahme etwas zu beachten? Das Wasser aus der Zisterne oder das Regenwasser, welches ich aktuell beim Regnen auffangen würde?

Vielen Dank!
poros
(Mailadresse bestätigt)

  15.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 15.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo!
auf der Einspeisungsseite ist auch eine Uhr installiert. Bedeutet, ich kann genau ablesen, wieviel Trinkwasser in die Nachspeiseeinheit gelangt ist.
Hier mal ein paar Verbrauchswerte für 10 jährigen Betrieb (vielleicht interessiert es jemanden):
350 m3 Regenwasser aus der Zisterne
5 m3 Trinkwasserfür die ESPA Nachspeiseeinheit
Theoretisch bedeutet das, dass die Zisterne (6m3) nur sehr selten leer wird.
Nochmal zum Thema Filter: Der Fachhandel hat es uns theoretisch wie folgt verkauft. Die Anlage besitzt eine schwimmende Entnahme sowie einen beruhigten Zulauf. Jedoch könnte bei Regen und unmittelbarer Entnahme (Wasser ist zu dem Zeitpunkt aufgewirbelt) des Wassers Schwebstoffteile mitkommen und sich zum Beispiel in den Geberitkästen in der Mechanik festsetzen. Ich muss dazu sagen, ich kenne auch zwei Kollegen, die ihre Anlage ohne Filter betreiben und bereits Probleme im Bereich Geberitkasten hatten. Ob das nun Zufall ist, kann ich nicht beurteilen. Da der Filter seit 10 Jahren störungsfrei betrieben wird, habe ich für mich entschieden, dass er erst einmal drin bleibt.

--- Mhm, Künstler, kann ich schlecht entscheiden, die letzten 10 Jahre hat die Anlage funktioniert. ---

Das mit dem"Künstler" war nicht abwertend gemeint sondern im Gegenteil als Respektsbeweis vor jemand der es geschafft hat die willkürlich aus dem Putz kommenden Verteilerleitungen zusammen zu fassen.

--- Wasseruhr: Die wurde damals auf anraten unserer Wasserwerke mit eingebaut. Es geht hier um die Berechnung von Abwassergebühren. ---

Was man nicht sieht aber hoffentlich vorhanden ist ist eine Wasseruhr für die Trinkwassernachspeisung. Wenn nicht, wird das eingespeiste Trinkwasser als Abwasser doppelt bezahlt.

So, wie die Uhr eingebaut ist sieht es aus, als würde der Abgang in den Garten nach der Uhr sein. Wenn das so ist und von der Gemeinde kein Pauschbetrag für den Garten abgezogen wird zahlt man für den Gartenverbrauch Kanalgebühren.

--- Braukmann Filter: Hier muss ich sagen, dass ich in unserem Neubaugebiet bei allen RWN Anlagen diese Filter sehe. ---

Da hat einfach jemand gut verkauft und extra verdient.

--- Als Argument wurde immer angeführt noch mitgeführte Schwebstoffe im Wasser nicht an die Verbraucher wie zum Geberitkasten (Toilette) oder Waschmaschine weiterzugeben. ---

Die Schwebstoffe die beim Einsatz einer Schwimmenden Entnahme noch vorhanden sind sind unbedeutend. Wenigstens wurde der Filter auf der Druckseite und nicht, wie in den meisten Fällen, auf der Saugseite montiert.

Was gegen den Filter spricht ist ein Hygienerisiko. Was sich in der Praxis aber nicht direkt zu erkennen gibt. Eine Hauptregel bei der RWN: Alles immer fließen lassen. Der Filter aber hält Inhaltsstoffe zurück, die in anheimelnder Kellertemperatur dort ein perfektes Brutklima vorfinden in der sich vorhandene Keime von anfänglich unbedeutender Menge schön vermehren können. Und die hält kein Filter zurück.
poros
(Mailadresse bestätigt)

  15.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Walter vom 15.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Walter,

ich werde auf jeden Fall mal eine Analyse von ph und Leitfähigkeit machen lassen. Ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie die Leitungen von innen aussehen. Sobald ich die Analysenwerte habe, werde ich berichten.

Grüße Timo

Hallo Poros
Würde Kunststoff verwenden. Unsere langjährigen Messungen von Regenwasser haben pH-Werte von 5 bis 7 und Leitfähigkeiten von 2 bis 90 S ergeben. D.h. das Regenwasser ist teilweise schon ein bisserl aggressiv!
LG
Walter
poros
(Mailadresse bestätigt)

  15.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von HeinzM vom 15.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Heinz,

die meisten Anlagen sind nicht so aufwendig gebaut wurden. Bedeutet, manche haben gar keine Verteilung auf Putz. Jede Anlage ist individuell auf die Bedürfnisse errichtet wurden. Gartennutzung, Toiletten,...
Ich kenne zwei Anlagen, wo nur Kunststoff verwendet wurde. Der Grünspan hat sich erst im Laufe der Zeit gebildet, er tritt verstärkt auf sobald Wasser durch die Lötstelle kommt. Ich gebe dir Recht, hier ist schnelles Handeln angesagt. Ich möchte es nur diesmal richtig machen. So geht mein Gedanke dahin, einmal Aufwand und Kosten und somit alles neu.
Grüße Poros


Haben denn alle in Eurem Wohngebiet Probleme mit den Anlagen?
Also ich persönlich würde schnellstens die leckenden Lötverbindungen als Notlösung nachlöten lassen, also praktisch grob säubern - erwärmen und Lot nachgeben, denn die Anlage kannst du so nicht weiterbetreiben. Umbauen kann man immer noch. Nicht das über Weihnachten der Notdienst kommen muss.
Der Grünspan, ist der noch vom löten?
MfG
Heinz
Walter
(Mailadresse bestätigt)

  15.12.2014

Hallo Poros
Würde Kunststoff verwenden. Unsere langjährigen Messungen von Regenwasser haben pH-Werte von 5 bis 7 und Leitfähigkeiten von 2 bis 90 S ergeben. D.h. das Regenwasser ist teilweise schon ein bisserl aggressiv!
LG
Walter
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  15.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

--- Mhm, Künstler, kann ich schlecht entscheiden, die letzten 10 Jahre hat die Anlage funktioniert. ---

Das mit dem"Künstler" war nicht abwertend gemeint sondern im Gegenteil als Respektsbeweis vor jemand der es geschafft hat die willkürlich aus dem Putz kommenden Verteilerleitungen zusammen zu fassen.

--- Wasseruhr: Die wurde damals auf anraten unserer Wasserwerke mit eingebaut. Es geht hier um die Berechnung von Abwassergebühren. ---

Was man nicht sieht aber hoffentlich vorhanden ist ist eine Wasseruhr für die Trinkwassernachspeisung. Wenn nicht, wird das eingespeiste Trinkwasser als Abwasser doppelt bezahlt.

So, wie die Uhr eingebaut ist sieht es aus, als würde der Abgang in den Garten nach der Uhr sein. Wenn das so ist und von der Gemeinde kein Pauschbetrag für den Garten abgezogen wird zahlt man für den Gartenverbrauch Kanalgebühren.

--- Braukmann Filter: Hier muss ich sagen, dass ich in unserem Neubaugebiet bei allen RWN Anlagen diese Filter sehe. ---

Da hat einfach jemand gut verkauft und extra verdient.

--- Als Argument wurde immer angeführt noch mitgeführte Schwebstoffe im Wasser nicht an die Verbraucher wie zum Geberitkasten (Toilette) oder Waschmaschine weiterzugeben. ---

Die Schwebstoffe die beim Einsatz einer Schwimmenden Entnahme noch vorhanden sind sind unbedeutend. Wenigstens wurde der Filter auf der Druckseite und nicht, wie in den meisten Fällen, auf der Saugseite montiert.

Was gegen den Filter spricht ist ein Hygienerisiko. Was sich in der Praxis aber nicht direkt zu erkennen gibt. Eine Hauptregel bei der RWN: Alles immer fließen lassen. Der Filter aber hält Inhaltsstoffe zurück, die in anheimelnder Kellertemperatur dort ein perfektes Brutklima vorfinden in der sich vorhandene Keime von anfänglich unbedeutender Menge schön vermehren können. Und die hält kein Filter zurück.
HeinzM
(Mailadresse bestätigt)

  15.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo poros,

Lot speziell für die RWN gibt es nicht.

Haben denn alle in Eurem Wohngebiet Probleme mit den Anlagen?
Also ich persönlich würde schnellstens die leckenden Lötverbindungen als Notlösung nachlöten lassen, also praktisch grob säubern - erwärmen und Lot nachgeben, denn die Anlage kannst du so nicht weiterbetreiben. Umbauen kann man immer noch. Nicht das über Weihnachten der Notdienst kommen muss.
Der Grünspan, ist der noch vom löten?
MfG
Heinz
poros
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Sepp,
gelötet wurde von einem ausgebildeten Installateur. Alle Kupferleitungen Bereich Trinkwasser sind bisher tadellos, eben nur beim Regenwasser gibt es die Probleme. Das Flussmittel sowie Lötzinn ist das gleiche gewesen wie bei den Trinkwasserverteilungen. Gibt es hier spezielles für RWN Anlagen?
Grüße Poros

poros
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

@ Espa: Danke für Antwort. Mhm, Künstler, kann ich schlecht entscheiden, die letzten 10 Jahre hat die Anlage funktioniert. Du hast Recht mit den Quetschverbindungen, bedeutet die gesamte Verrohrung wurde auf der Bodenplatte mit einem hochwertigen Dreischichtverbundrohr der Firma Oventrop verlegt. Zum Glück hier kein Kunststoff und auch keine Verbinder. Nur Aufputz wurde Kupferrohr verwendet, wie auf dem Foto zu sehen.
Wasseruhr: Die wurde damals auf anraten unserer Wasserwerke mit eingebaut. Es geht hier um die Berechnung von Abwassergebühren.
Braukmann Filter: Hier muss ich sagen, dass ich in unserem Neubaugebiet bei allen RWN Anlagen diese Filter sehe. Als Argument wurde immer angeführt noch mitgeführte Schwebstoffe im Wasser nicht an die Verbraucher wie zum Geberitkasten (Toilette) oder Waschmaschine weiterzugeben. Ich spüle diesen Filter (Spülautomatik) monatlich und bisher gab es keine Probleme.
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

Mit dem Vergrößern funktioniert nicht richtig weil die Bildgröße nur mit 1154 866 Pixel angezeigt wird. Aber so, wie Du das beschreibst, sieht das nicht gut aus.

Ich hab mir noch mal das Bild von der Anlage angesehen (da war wirklich ein "Künstler" unterwegs). Meine Empfehlung, lass die Finger davon, Eigenbau wird nicht funktionieren.

Das sind alles Quetschverbindungen. Die bekommst Du zwar abgekniffen, nicht aber mit Baumarktmitteln wieder angeschlossen.

Herstellerempfehlungen darf Dir hier keiner machen, würde Dir auch nicht weiter helfen. Nach welchen Kriterien willst Du entscheiden? Was Du brauchst ist  ein Handwerker Deines Vertrauens.

Unabhängig davon könnte man sich darüber unterhalten warum dieser Filter eingebaut wurde (der eigentlich in einer richtig geplanten RWN-Anlage überflüssig und kontraproduktiv ist, weil er ein Keimnest bildet) und warum die Wasseruhr an dieser Stelle montiert ist.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014

Hallo poros"!
zu dieser Problematik  kann man auch die Frage  stellen .wer hat an der Uhr gedreht , oder auch fragen wer  hat das gelötet. Wurde überhaupt geeignetes spezielles  Lot und das dazu passendes Flussmittel verwendet? Auch bei Lötungen über Kopf   braucht man mehr Übung,
mfg Sepp
poros
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

@ Peter, man kann auf dem Bild wenn man genau hinsieht, die Tropfenbildung sehen, vielleicht vergrößern.
poros
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

Ich habe nur ein Bild von einer aktuellen Undichtigkeit gemacht. Bei dem auf dem Bild zu sehenden Lötstelle ist derzeit nur ein Tropfenaustritt festzustellen. Aber genau so war es auch bei den anderen undichten Stellen. Dies wird stärker und irgendwann kommt es dann auch zum Druckabfall und somit zum Anspringen der Pumpe. Sie können sich bestimmt vorstellen, dass man bei dem Zustand schon mal unruhige Nächte bekommen kann. Wir legen immer den Haupthahn um, wenn wir aus dem Haus gehen. Jedoch ist das kein Dauerzustand. Ein weiteres Problem ist, dass man so eine defekte Lötstelle mal nicht soeben schnell nachlötet. Saubermachen, auseinanderbauen, trocknen,... . Da kommen schnell mal so eins bis zwei Monteurstunden zusammen. Vielleicht findet sich ja noch jemand hier im Forum, der konkrete Aussagen zum Sanipex MT System machen kann. Oder gerne auch andere Herstellerempfehlungen. Ich hoffe, dass man im Kunststoffbereich auch alle Übergänge bekommt.
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

Was mann sehen kann ist, dass sich die Lötstelle verfärbt. Du schreibst, die ist undicht. Wenn dort aber Wasser austritt gibt es einen Druckabfall der am Manometer ablesbar wäre und das Kit würde würde die Pumpe in regelmäßigen Abständen starten. Wenn dem so ist hast Du recht mit der Undichtigkeit und es wird Zeit für einen Austausch. Das macht die Pumpe nicht ewig mit.

Wenn das Kit aber nicht reagiert kann ich mir vorstellen, dass die Verfärbung eine andere Ursache haben könnte und uU die Verlötung überhaupt nicht betroffen sein muss. Zumal die Verfärbung im Bereich CU-ME zu sehen sind nicht aber an der Nahtstelle CU-CU.
HeinzM
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Peter,

die Studie, welche vom Deutschen Kupferinstitut durchgeführt wurde ist mir bekannt. Dachte nur, es hätte sich zwischenzeitlich etwas geändert, da ich mich auch ehrlich gesagt seither nicht mehr damit beschäftigt habe.
Besten Dank für deine fachliche Einschätzung.

Einen schönen restlichen 3. Adventstag noch.
MfG
Heinz



poros
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

Erst einmal vielen Dank für die bisherigen Beiträge. Ich habe mal ein Foto der Anlage inkl. einer defekten Lötstelle hochladen. Der Monteur hat sich damals sehr viel Mühe gegeben und es funktioniert bisher alles sehr gut. Nur die Undichtigkeiten sind mir ein zu großes Risiko. Bei einem Druckabfall, indem Fall defekte Stelle und somit Wasseraustritt würde bedeuten, dass die Pumpe solange Wasser ins Haus pumpt bis die 6m3 aufgebraucht sind, anschließend geht es über die Nachspeiseeinheit weiter. Welche Auswirkungen dieser Fall für ein neues Haus hätte möchte ich gar nicht weiter beschreiben. Ich habe bei den Lötstellen ein unruhiges Gefühl, von daher habe ich entschieden die Anlage umzubauen. Für weitere Tipps und Empfehlungen bin ich sehr dankbar.


Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 13.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Poros,

die Empfehlung für Kunststoff bezog sich auf den günstigeren Preis und die Möglichkeit, das ohne Spezialwerkzeug selbst zu machen.

Ich kann hier keine Empfehlung für einen bestimmten Hersteller geben. Wenn es Dein Sanitärhandwerker macht wird er Dir das System anbieten, mit dem er sonst auch arbeitet.

Wenn man es selbst machen will, jeder gute Baumarkt bietet zB PE-Rohre und entsprechende Schraubverbinder aus PE oder aus Messing. Manche führen auch "Klick-Systeme". Da werden die Verbinder einfach zusammen gesteckt. Kann natürlich mit der Optik einer Edelstahl-Installation nicht mit halten.
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von HeinzM vom 14.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Heinz,

" - Gibt es denn mittlerweile neue Richtlinien oder warum ist Kupferrohr fachlich nicht mehr richtig?- "

Dass CU-Rohr nicht mehr richtig sein soll habe ich nicht gesagt. Die Frage von Poros war ob "Edelstahl oder Kunststoff".

Welche Materialien in RWN-Anlagen verbaut werden dürfen regelt die DIN 1989-1 in der es heisst: "Die vom DVGW registrierten Rohrsysteme, die in der Trinkwasserinstallation Anwendung finden, können verwendet werden."

Ist natürlich eine sehr schwammige Aussage. Als ich meine ersten Anlagen montiert hatte gab es diese DIN noch gar nicht, war aber schon in der Mache. Die damalige Lehrmeinung maßgeblich an der Entwicklung der Regenwassernutzung Beteiligter war auf Grund schlechter Erfahrung in der Vergangenheit: Finger weg von CU. Aber das bekommt man natürlich so nicht in einer DIN unter. Ist ja auch keine "wissentschaftlich fundierte" Aussage. Da hat das Deutsche Kupferinstitut ganz andere Möglichkeiten Forschungsergebnisse zu liefern die belegen, dass CU in der RWN unbedenklich ist. Zumindest mit der jetzigen Zusammensetzung von Regenwasser.

Und da setzt für mich das Unbehagen ein. Weil nämlich niemand weiß, wie sich die einzelnen Parameter von RW ändern werden und dann evtl nicht mehr innerhalb der zulässigen Grenzwerte liegen.

Ich habe jedenfalls in allen Anlagen, die ich gebaut habe, immer Kunststoff für die RW-Leitungen verwenden lassen. War Kunststoff für die Trinkwasserleitung vorgesehen war das sowieso klar. Da musste man nur den Sanitärhandwerker davon überzeugen entweder ein anders farbiges Leerrohr zu verwenden oder das mitgelieferte Trassenband mit Aufschrift "Regenwasser" mit zu verlegen. (Das ich dann aber doch oft in irgendeiner Baustellenecke wieder gefunden habe.)

War Kupfer für Trinkwasser vorgesehen war es einfach den Bauherrn davon zu überzeugen Kunststoff für Regenwasser zu nehmen und somit die Forderung zu erfüllen, die beiden Leitungen dauerhaft unterscheidbar zu machen.
HeinzM
(Mailadresse bestätigt)

  14.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 13.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo poros,

du hast ein sehr interessantes Thema aufgegriffen. Nun persönlich betreibe ich auch eine Regenwasseranlage, genauer gesagt seit ca. 10 Jahren und habe die Verteilungen aus Kupferrohr installiert, welche Weich verlötet sind. Bis heute habe ich keine Probleme damit. Denke einmal, so pauschal kann man das eher nicht sagen, zumal die DIN, welche die Korrosionsbeständigkeit regelt auf die Regenwassernutzung keine Anwendung findet. In der Trinkwasserinstallation bildet sich zuerst eine Schutzschicht und anschließend eine Deckschicht, diese Deckschicht ist natürlich in der Regenwasserinstallation so nicht gegeben. Dennoch ist die Korrosionsbeständigkeit durch das Vorhandensein der
Kupferoxid-Schutzschicht gegeben. Das Auflösen der Lötverbindungen mag durchaus andere Ursachen haben, die eventuell in der Verwendung der Materialien zu suchen, sind.

@Peter
Gibt es denn mittlerweile neue Richtlinien oder warum ist Kupferrohr fachlich nicht mehr richtig?




poros
(Mailadresse bestätigt)

  13.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 13.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Peter,

vielen Dank für die Info. Also die Empfehlung geht Richtung Kunststoff. Wäre hier das System von Sanipex einzusetzen? Für einen Vorschlag (System zur Selbstmontage) wäre ich dankbar.

Grüße Poros
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  13.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 13.12.2014!  Zum Bezugstext

"- Ich möchte entweder umstellen auf Kunststoff oder Edelstahl -"

Ob "Edelstahl" oder "Kunststoff" wäre fachlich beides richtig. Ist eine Preisfrage.

Meine Empfehlung ist "Kunststoff" (aber kein PVC). Könnte man auch einfach selbst erstellen. Gibt es mit "Klick-" oder Schraubverbindungen.

Gruß
Peter


 
poros
(Mailadresse bestätigt)

  13.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von HeinzM vom 13.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Heinz,

bedeutet das, dass die Installateure, der Fachhandel sowie das Internet alle mit Ihrer Meinung verkehrt liegen? Ich habe bisher keine Empfehlung gefunden, in der eine Verteilung von Regenwasser in Kupferausführung empfohlen wird. Deine Aussage kann ich nicht so teilen. Bei der gesamten Trinkwasserverteilung (warm und kalt) wurde mit Kupfer gearbeitet und bisher keine Undichtigkeit festgestellt. Bei der Regenwasserverteilung haben sich Anfangs die Lötstellen farblich (grünlich)verändert sowie über 70% der Lötstellen sind undicht geworden. Das bedeutet doch für mich, dass hier etwas passiert(sehr wahrscheinlich eine Reaktion) sein muss. Oder?
Grüße Poros
HeinzM
(Mailadresse bestätigt)

  13.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von poros vom 13.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo poros,
die Beiträge im Internet kenne ich.
MfG
Heinz
poros
(Mailadresse bestätigt)

  13.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von HeinzM vom 13.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo Heinz,
danke für deine Antwort. Es wundert mich, dass du Kupferleitungen empfiehlst. Laut dem Installateur, dem Fachhandel sowie Beitragen im Internet wird bei dem Einsatz von Regenwasser von Kupfer abgeraten. Ich möchte entweder umstellen auf Kunststoff oder Edelstahl. Vielleicht findet sich ja noch jemand von den Fachleuten hier im Forum mit einer fachlichen Empfehlung um meine Entscheidung zu erleichtern.
Vielen Dank im voraus.
HeinzM
(Mailadresse bestätigt)

  13.12.2014


Hallo,
in Verteilleitungen von Regenwassernutzungsanlagen haben sich Kupferrohre bewährt.
Beim Verbinden von Kupferrohren und Fittings durch Löten in Regenwassernutzungsanlagen ist auch das DVGW-Arbeitsblatt GW 2 anzuwenden.
Neben Weichlöten besteht ja auch die Möglichkeit, die Verbindungen zu pressen oder zu klemmen.

Gruß
Heinz



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