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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Kann ein Baum einen Brunnen trockenlegen?
waldmoench
(Mailadresse bestätigt)

  26.12.2014

Unser Weiler Herrnschrot ist nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Jedes der 6 Anwesen hat seinen eigenen Brunnen, der aus oberflächennahen wasserführenden Gesteinsschichten gespeist wird (typisch für den Frankenwald).
Der Brunnen unseres Anwesens (buddhistisches Waldkloster) ist der einzige, bei dem seit einigen Jahren ein stetiger Rückgang der Wassermenge zu beobachten ist. Er ist auch der einzige, neben dem ein großer Baum steht, ein überdurchschnittlich großer Feldahorn. Eine Schachtbefahrung hat kürzlich ergeben, dass bei 8 Meter Tiefe massiv Baumwurzeln durch die Schachtringspalten eindringen (Brunnensohle bei 14 Meter, derzeitiger Pegel bei 12 Meter, früherer Höchstpegel bei 8 Meter).
Nun vermute ich, dass sich der Baum in der wasserführenden Schicht breitgemacht hat, diese leersaugt und zugleich eine Gefahr für die Brunnenkonstruktion darstellt.
1. Ist diese Vermutung berechtigt, ist eine Fällung des Baumes anzuraten?
2. Besteht die Möglichkeit, dass sich die Wasserzufuhr wieder erholt oder können die Wurzeln auf Dauer ein mechanisches Hindernis für den Wasserfluss darstellen?





Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 15
Renrew
(Mailadresse bestätigt)

  26.01.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von gnagflow vom 26.01.2015!  Zum Bezugstext

Hallo gnagflow,
der entsprechende Link für die deutsche Seite ist dieser:
http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gesundes-trinkwasser-aus-eigenen-brunnen-quellen
Grüße, Renrew
gnagflow
(Mailadresse bestätigt)

  26.01.2015

Hallo Waldmönch,
wie aus den beiden ins Netz gestellten Bildern sowie den weiteren Bildern auf eurem Fotostream zu ersehen ist, gehe ich davon aus dass der Brunnen keine tagwasserdichte Abdeckung (Schachtdeckel aus verzinktem Blech bzw. VA-Material hat.) Eine kurze Suche im Internet unter Brunnen-Schachtabdeckungen zeigt entsprechende Abbildungen. Eine solche Abdeckung ist dringend erforderlich um eine Verunreinigung des Brunnen bzw. des Wassers mit Niederschlagswasser/Tagwasser oder Ungeziefer zu verhindern. Auch müssen die einzelnen Brunnenringe an den Stoßkannten gut abgedichtet sein. Wie schon bei der Abdeckung darf auch hier kein Oberflächen nahes und schlecht gefiltertes  Wasser in den Brunnenschacht gelangen. Es verwundert mich, dass die Aufsichtsbehörde den Einbau einer Entkeimungsanlage verlangt hat, ohne die Wasserfassung (Schachtbrunnen) zu kontrollieren.
Im nachstehenden Link sind diverse Aussagen über die Wasserbeschaffenheit und Wasserfassungen mit Abbildungen näher beschrieben.  
http://www.land-oberoesterreich.gv.at/files/publikationen/W_ratg_hausbrunnen.pdf
Einen entsprechenden Link für eine deutsche Seite konnte ich leider nicht finden, aber in beiden Ländern gilt die gleiche Trinkwasser-Verordnung.
Mit freundlichen Grüßen gnagflow
Gerd-Wilhelm Klaas
infowasser.de
(Administrator)

  20.01.2015

Waldkloster
ein Baum direkt am Haus kann genau so schlimm sein wie ein Baum am Brunnen. Bäume die direkt neben der Wasserleitung gepflanzt wurden, drangen mit ihrem feinen Wurzelwerk in die Gusswasserleitung (Muffe) ein und verstopften die Wasserleitung.
Da hilft nur Baum ab. Oftmals stellen die Wurzeln auch ein hygenisches Problem da. Wenn das Kloster Probleme damit hat, wenden Sie sich an mich. info@wasser.de

Dipl.-Ing. Gerd-W. Klaas
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  16.01.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waldmoench vom 16.01.2015!  Zum Bezugstext

Zitat:
"Erhöhter Verbrauch der Nachbarn und bauliche Maßnahmen scheiden aus (die Nachbarbrunnen liegen auch alle tiefer im Gelände)."
... das ist ein absoluter Trugschluss!
Im Dezember hatte ich mir mal die Lage des Klosters und des Brunnens im Luftbild angeschaut. Ihr liegt wohl auf einem etwas größeren Hügel und der Brunnen ein ca. 150m entfernt hangabwärts.
Die nächsten Gehöfte liegen näher an eurem Brunnen als ihr selbst.
Zitat:
"Nach ergiebigen Regenfällen und Schneeschmelze hat sich der Pegel im Brunnen nur geringfügig erhöht (im Vergleich zu dem erkennbaren früheren Höchstpegel).
+
Also ist die Theorie der verstopfenden Haarwurzeln die wahrscheinlichste, weil der Baum ja im Moment nicht viel saugt."

Selbst wenn der Brunnen zu 95% dicht wäre, müsste er den Ruhewasserstand erreichen, der rundherum im anstehenden Gestein / Grundwasserleiter herrscht.
Vorausgesetzt, er hat zwischen den Pumpphasen die Zeit auf diesen anzusteigen.
Der Wurzeleinwuchs führt max. dazu, das ungenügend Wasser beim Abpumpen in den Brunnen nachströmt.

Auch ist die Frage nicht geklärt, ob der Brunnen direkt von der Grundwasserneubildung abhängig ist.
Von daher können Niederschläge der letzten Zeit ggf. nur eine untergeordnete und/oder zeitversetzte Rolle für die Wasserführung des Grundwasserleiters haben.

Es reicht u.U. eine Erhöhung der Entnahmemenge in einem anderen Brunnen, um im Bereich eures Brunnens den Wasserspiegel deutlich abzusenken.

Auch könnte es irgendwo (durchaus auch in größerer Entfernung) durch eine bauliche Maßnahme (ein angelegter Graben, Einbringen einer Drainage o.ä.) und der damit einhergehender Veränderung der Bodenstruktur zu einer Beeinträchtigung des Zufluss zu eurem Brunnen gekommen sein.

Mögliche Ursachen gibt es viele und eine Ferndiagnose oft schwierig, weil der Fragesteller ggf. wichtige Informationen (manchmal nur Details)übersieht oder einfach die Bedeutung unterschätzt.
Die Rückfragen haben schon ihre Berechtigung...



 
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  16.01.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waldmoench vom 16.01.2015!  Zum Bezugstext

Hallo waldmoench wen die Nachbarsbrunnen  tiefer liegen als deiner kann es  sicher zu eine  Wasserabfluss   zu diesen Brunnen  führen.  Wen an der Pumpe  kein  RV  vorhanden  war dann  ist sicher ein Bodenventil im Brunnen vorhanden sonst würde bei jedem abschalten  der Pumpe das Waser sofort wieder in den  Brunnen zurückfließen.
waldmoench
(Mailadresse bestätigt)

  16.01.2015

Feedback zu verschiedenen Beiträgen:
Inzwischen wurde ein defektes Ventil am Druckkessel festgestellt und ersetzt, dazu ein Rücklaufventil an der Pumpe montiert (sie hatte keines!). Es sieht im Moment so aus, als ob das Problem mit der Luft in den Leitungen damit behoben ist. Die Zuleitung wurde "abgedrückt" - sie hält den Druck, hat also kein Leck.

Nach ergiebigen Regenfällen und Schneeschmelze hat sich der Pegel im Brunnen nur geringfügig erhöht (im Vergleich zu dem erkennbaren früheren Höchstpegel). Erhöhter Verbrauch der Nachbarn und bauliche Maßnahmen scheiden aus (die Nachbarbrunnen liegen auch alle tiefer im Gelände). Also ist die Theorie der verstopfenden Haarwurzeln die wahrscheinlichste, weil der Baum ja im Moment nicht viel saugt. Er soll demnächst gefällt werden und die Wurzeln im Brunnen entfernt werden. Dann hoffen wir, dass sich die feinen Spalten langsam erholen und es zumindest nicht schlechter wird.
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  29.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waldmoench vom 27.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo waldmoench,

die Leistung und Wasserstände einzelner Brunnen lassen sich nicht so ohne weiteres miteinander vergleichen. Der jeweils erschlossene Bereich des Grundwasserleiters ist nicht an jedem Standort gleich, auch wenn die Brunnen evtl. nah beieinander liegen.

Euer Brunnen braucht nur eine schlechtere Anbindung an den Grundwasserleiter zu habe als die anderen, auch nach regenarmen Zeiten können Unterschiede im Zufluss auftreten.

Ebenfalls kann durch eine größere mengenmäßige Entnahme aus einem anderen Brunnen Bereiche des Grundwasserleiters mehr oder weniger trocken gelegt werden  – fragt mal bei den anderen Betreibern nach.
Auch die eigene Entnahmemenge sollte in der Historie hinterfragt werden.

Außer diesen Möglichkeiten, dem saufenden Baum, wäre auch ein Defekt der Zuleitung möglich. Ihr würdet mehr Wasser entnehmen als wirklich bei euch oben ankommt und nach abschalten der Pumpe läuft der Strang bis zur Schadstelle rückwärts leer. Beim erneuten Anfahren der Pumpe kommt dann automatisch erst mal Luft.
Durch die erhöhte Entnahme senkt ihr dann ggf. den Wasserspiegel immer weiter ab, da der Grundwasserleiter nicht genug nachliefert.

Da das Bäumchen ja im Moment nur eingeschränkt Wasser verbraucht, sollte sich eigentlich der Wasserspiegel erholen, wenn ihr mal 2 Tage auf den anderen Brunnen zurückgreift.
Dann hättet ihr mal den aktuellen Ruhewasserstand.
Wenn ihr dann die Pumpe anfahrt und mal richtig weit absenkt, könnt ihr auch gut beobachten aus  welchem Ringzwischenraum das meiste Wasser zuströmt.

Wenn der Grundwasserleiter früher etwas gespannt war (unter Druck gestanden hat) und das jetzt aus irgendeinem Grund nicht mehr ist, würde auch dies das Fallen des Wasserspiegels erklären. Gründe dafür könnten bauliche Maßnahmen, erhöhte Förderung eines anderen Brunnens oder Neuerrichtung eines weiteren Brunnens sein.

Es gibt eine ganze Reihe von möglichen Ursachen. Eigentlich hilft da nur nach dem Ausschlussprinzip vorzugehen und damit den „Verdächtigen“ weiter einkreisen.

Bzgl. Der Birken – die Hangneigung ist nicht unbedingt Indiz für die Lage des Grundwasserleiters im Untergrund. Der kann nämlich auch eine völlig andere Fließrichtung oder Ausbreitung haben, als das Geländeprofil vermuten lässt.

So – das war es erst einmal, werde einige Zeit offline sein.
Wünsche gutes Gelingen!
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  28.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waldmoench vom 28.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo waldmoench das Entlüftungsventil ist samt  Manometer am ziemlich unten  am Windkessel montiert .Wen Luft aus der Leitung  kommt dann ist das  genannte Ventil defekt.  Ob dieser funktioniert erkennt an daran das aus diesen öfter zischend Luft austritt.
Als Notbehelf könntest du an der oberen Verschlussschraube des Kessels eine Luft- Ablasshahn einschrauben und mit   diesen einen   etwa wöchentlich etwas Luft ablassen. Bei mir funktioniert das schon seit Jahren, da  ich den Keller sowieso öfter einen  Besuch abstatte.
Bei eisenhaltigen Wasser verrocket das Luftablassventil öfter deshalb habe ich den genannten Hahn  montiert.
Also nochmal wen nie ein  zischen am Luftegelventil am Kessel  zu hören dann ist diese Ventil   defekt.
Achtung bei arbeiten am  Windkessel diesen  unbedingt drucklos machen.

mfg sepp








sels  
waldmoench
(Mailadresse bestätigt)

  28.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 27.12.2014!  Zum Bezugstext

Der Kessel hat ein Ventil und ist weit über dem Wasserspiegel montiert. Ich werde die Info nach den Feiertagen dem Klempner zukommen lassen. Vielen Dank!
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  27.12.2014
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von waldmoench vom 27.12.2014!  Zum Bezugstext

Hallo waldmoench wen man eine Antwort geben soll warum ständig nicht nur Wasser aus der Leitung kommt, dann braucht man weitere  Angaben zum Brunnen. Ist am Windkessel ein Entlüfter montiert?  Solche werden oft def. Auch  durch einen niedrigeren Wasserstand als früher führet zu mehr Luft in der Steigleitung Ich  nehme an  dass   die übliche RV und Belüfter Kombination ziemlich weit oberhalb des Wasserspiegels eingebaut ist was zu grösser  Luftmenge im  Steigrohr und im Windkessel führt welche dann bei nicht funktionierendem  Entlüfter zu Luft aus der Wasserleitung führt.
fmg Sepp
HeinzM
(Mailadresse bestätigt)

  27.12.2014

Hallo,

der Zulauf erfolgt ja beim Kluftgrundwasserleiter durch Risse und Fugen. Ein solcher Grundwasserleiter kann Wasser nicht sonderlich speichern. Sollten Baumwurzeln im Bereich des Grundwasserzuflusses in eben diese mitunter feinen Risse eingewachsen sein, ist ein Zufluss, wie er früher einmal war nicht mehr garantiert.
Lufteinschlüsse können diese Klüfte und Spalten auch verstopfen.
MfG
Heinz
waldmoench
(Mailadresse bestätigt)

  27.12.2014

Vielen Dank für die 3 qualifizierten Antworten innerhalb von 24 Stunden!

Hydrogeotest:
Rückgang der Wassermenge: Die Häufigkeit des Trockenfallens hat zugenommen. Anfangs haben wir ungenaue Schätzungen durch Sichtung von oben vorgenommen. Orientierung am ersten Wurzelbüschel, das für einen Felsen gehalten wurde. Seit kurzem machen wir es so ähnlich wie beschrieben. Auffällig ist vor allem der Unterschied zu den Nachbarbrunnen, nach Berücksichtigung der jahreszeitlichen Schwankungen.

Inzwischen sind es drei große Wurzelbüschel, die den Brunnen auf 270 Grad umschließen und die 2 Meter herabhängen. Die technische Anlage im Brunnen scheint in Ordnung zu sein. (Allerdings haben wir seit ein paar Wochen ständig Luft in den Hausleitungen, die NICHT über den Pumpenkopf eindringen kann – der hängt sicher im Wasser. Wir stehen vor einem Rätsel, unser Hausklempner auch.)

Die Birken stehen nicht genau in Hangneigungslinie, sollen auch eher Flachwurzler sein.
Wenn die Fällung des Ahorns beschlossen wird (danach sieht es nun aus), wird unser Höhlenforscherfreund nochmal in den Schacht seilen und die Wurzeln entfernen. Das wird dann aber vor dem Frühjahr geschehen, so dass der Photosynthesetest ausfällt.

Sepp-s:
Hauptsache, es wird erst einmal nicht schlimmer. Wir können uns behelfen, bis die Wurzeln verfault sind, weil wir noch als eiserne Reserve einen kleinen Brunnen direkt am Haus haben, der allerdings keine sehr hohe Kapazität hat.

Gnagflow:
Seit das Anwesen ein Kloster ist (7 Jahre), hat meines Wissens die Aufsichtbehörde noch nicht in den Brunnen geschaut, allerdings haben wir als öffentliche Einrichtung strengere Auflagen in Sachen Wasserqualität bekommen, z.B. mussten wir eine zertifizierte Wasserentkeimungsanlage und eine Entsäuerungsanlage installieren, regelmäßige Untersuchungen durchführen lassen etc. Ähnliches gilt für unsere Kleinkläranlage.
Hydrogeotest
hydrogeotestgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  27.12.2014

Hallo Waldmoench,
wie du geschrieben hast, erschließt der Brunnen oberflächennahe Gesteinsschichten. Wenn der Grundwasserleiter über Grundwasserneubildung gespeist wird, so unterliegt er erst einmal schon jahreszeitlichen Schwankungen.
Leider ist nicht erwähnt, auf welche Art und Weise sich der Rückgang der Wassermenge für euch bemerkbar machte.
Könnte es evtl. auch an der Pumpe / den Rohleitungen liegen? Angesaugte Haarwurzeln, welche irgend etwas mit der Zeit verstopft haben?

Der Wurzeleinwuchs bei 8m passt ja mit dem ursprünglichem Wasserspiegel zusammen. Ich vermute mal, das die Wurzeln jetzt in dicken Büscheln in den Brunnen hinein hängen... wie tief?
Durch Bäume können deutliche Grundwasserspiegeländerungen hervorgerufen werden, wenn es der einzelne Feldahorn sein soll, so habt ihr aber auch keinen sehr großen Nachfluss, ansonsten würde der nicht ausreichen.
Im Hintergrund des Fotos ist eine Reihe von Bäumen, welche wie Birken aussehen und Birken sind wahrhafte "Säufer". Von der Lage und erkennbaren Hangneigung wäre es möglich, das diese sich im Anstrom des Brunnens befinden und die Ursache sind.
Ob im Baumbewuchs die Ursache zu finden ist, lässt sich ganz einfach überprüfen.
Da der Wasserbedarf an die Photosynthese gekoppelt ist, steigt in der Nacht der Wasserspiegel wieder an, wenn Bäume die Ursache sind.
Ihr müsstet Euch also mal für 1 oder 2 Tage mit Wasser bevorraten (Pumpe aus) und warten bis tagsüber der Wasserstand über mehrere Stunden gleich bleibt. Wenn dann in der darauf folgenden Nacht der Wasserspiegel deutlich ansteigt, so dürften es die Bäume sein.
Als Gegenprobe setzt ihr die Messungen am nächsten Tag mit beginnendem Sonnenaufgang fort.

Da ihr vermutlich kein Lichtlot / habt, könnt ihr die Wasserstandsmessungen auch wie folgt vornehmen:
am Tag: mit einem kleinen Spiegel das Licht in den Brunnen lenken (geht deutlich besser als mit einer Lampe)
in der Nacht: mit einer Lampe  
Messung mit einem Bandmaß, an dessen Ende ein kleiner Beschwerungskörper angebracht wurde. Trifft dieser auf den für euch von oben sichtbaren Wasserspiegel, so wird der sofort "blind" wenn er berührt wird. Auf die Art und Weise bekommt ihr fast cm-genaue Messergebnisse.

Wenn ihr den Ahorn fällt, solltet ihr gleichzeitig die Wurzeln im Brunnen restlos beseitigen. Abgestorbene Wurzeln sind äußerst zäh.
Bei der Bauart des Brunnens würde ich keine Bedenken haben, das die Wurzeln die Ringspalten überall zugewuchert haben. Die wachsen immer im Bereich des Grundwasserspiegels ein und bilden dann Büschel von Haarwurzeln. Sinkt der Wasserspiegel, so wachsen sie im Brunnen weiter nach unten. Von daher dürften die weiter unten befindlichen Ringspalten nicht betroffen sein.
Problematisch wird es nur, wenn der Grundwasserzutritt des Wassers nur oder vorwiegend im Bereich von 8 m ist und der tieferen Bereich eher als Reservoir dient.
Dann müssten evtl. die im Ringspalt sitzenden Wurzeln entfernt werden oder zusätzliche Eintrittsstellen in den Betonringen geschaffen werden. Bei solchen Aktionen muss man allerdings behutsam vorgehen, damit es nicht später zum Eintrag von außen befindlichem Material kommt.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  26.12.2014

Hallo waldmoench"!das feinste Wurzelwerkt von Bäumen  hat schon manche Drainage verstopft. Das   entfernen des Baumes führt zwar dazu dass  durch die Wurzelbidung der  Zufluss nicht  noch mehr  verstopft.
Leersaugen  eher weniger eher ein verstopfen durch das  feinste Wurzelwerk.
Die verstopfenden feinsten Wurzeln verfaulen aber erst nach Jahren.
mfg  Sepp
gnagflow
(Mailadresse bestätigt)

  26.12.2014

Hallo,
der Baum, das Wurzelwerk ist nicht nur für den Brunnen eine Gefahr sondern insbesonders auch für die Wasserqualität, da entlang abgestorbener Wurzeln, Oberflächenwasser in den Schacht eindringen und die Wasserqualität erheblich verschlechtern kann. Hat sich die Aufsichtsbehörde eigentlich schon mal den Brunnen angeschaut?
mfg gnagflow



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