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Kategorie: > Wissenschaft
Härtegrad in Heizung nachträglich bestimmbar?
uwes
(Mailadresse bestätigt)

  10.02.2015

Hallo,

wie es scheint, ist bei unserer Heizung der Wärmetauscher verkalkt und muss ausgetauscht werden. Die Anlage ist 6 Jahre alt. Die von uns beauftrage Heizungsfirma vermutet, dass die Anlage ursprüglich, also vor sechs Jahren mit nicht enthärtetetem Leitungswasser befüllt wurde. Dieses hatte/hat einen Härtegrad von 21dH, also hartes Wasser. Eine Messung der heutigen Härte des Wassers in der Heizung ergab einen Härtegrad von ca. 8dH. Nun meine Frage. Ist es Möglich auf den Härtegrad vor sechs Jahren zu schließen bzw. rechnen? Wenn ja, wie?

Vielen Dank!
Uwe Schneider



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 3
Heiner Grimm
(gute Seele des Forums)

  12.02.2015

Hallo Uwe,

selbst wenn man das könnte, was hättest Du davon? Ich verstehe es so, dass Du wissen möchtest, ob die damalige einmalige Befüllung mit nichtenthärtetem Wasser zu der jetzigen Verkalkung geführt haben könnte?

In diesem Fall könntest Du, ausgehend von 21 °dH (damals beim Befüllen) berechnen, wie dick die daraus resultierende Kalkschicht im Mittel höchstens sein kann:

d_Kalk,max = V_Kalk / A_WT

(d: Dicke; V: Volumen; A_WT: Oberfläche innen im Wärmetauscher)

Dabei ist V_Kalk = 0,38 kg/m^3 * V_Hzg / rho_Kalk

(V_Hzg: Volumen, also Wasserinhalt des Heizsystems; rho: Dichte, für Kalk setze mal übern Daumen 2000 kg/m^3 an; Die 0,38 kg/m^3 ist die Menge "Kalk" (CaCO3), die sich aus Wasser mit 21 °dH abscheiden kann, bis kein Ca mehr drin ist.)

V_Hzg und A_WT musst Du selbst herausbekommen oder abschätzen. Zur Orientierung: Bei V_Hzg = 1 m^3 und A_WT = 1 m^2 wäre die Kalkschicht im Mittel ca. 0,2 mm dick.

Viele Grüße
Heiner
Bernhard Schmitt
berndschmitt1aol.com
(Mailadresse bestätigt)

  11.02.2015
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sepp-s vom 10.02.2015!  Zum Bezugstext

Hallo Uwe,
wenn die frühere Wasseranalyse bekannt ist, kannst du im Nachhinein u.U. herausbekommen, ob das Befüllwasser für die Heizung teilenthärtet ist: Lass den Natriumgehalt bestimmen. Pro Grad, um das dein Wasser enthärtet wurde, wurden 8,2 mg Natrium zugesetzt. Du müsstest also etwa 80 mg Natrium / l Wasser mehr finden.
Das hilft aber NICHT, wenn bei der Befüllung natriumhaltige Konditionierungsmittel in großen Mengen zugegeben wurden, Natriumsulfit und Natriumphosphat z.B.
Bei korrekter Zugabe erhöht sich daurch der Natriumgehalt um ca. 20 mg/l.
Wenn die Karbonathärte von früher bekannt ist und sie heute niedriger wäre, wäre das ein Beweis dafür, dass Kalk in der Heizung ausgefallen ist.
Ich hoffe, das hilft dir weiter.
sepp-s
(Mailadresse bestätigt)

  10.02.2015

Hallo uwes"!ich denke dass der Tauscher nicht innen  sondern  außen    verkalkt ist, weil Außen immer frisches Wasser also das stark kalkhaltiges über den Tauscher fließt und das zum verkalken führt. Es sei den dass sehr oft frisches Waser nachgefüllt wurde dann verkalkt der Tauscher auch innen   Diese Aussage kann auch falsch sein  wen das  Heizungswasser von außen über den Tauscher fließt was aber meist nicht der Fall ist. Wen das  Brauch- Wasser außen fließt kann der Tauscher u.U. auch entkalkt werden .Dazu muss  dieser aber ausgebaut werden.( großer Flansch
mfg Sepp  



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