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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Hilfe zur Pumpenberechnung
Puszta-Peter
(Mailadresse bestätigt)

  03.04.2016

Hallo Wasserspezialisten!
Ich habe vor vielen Jahren einen Hof gekauft der einen 55m tiefen Brunnen zur Wasserversorgung hat. Wie in Ungarn üblich wird das Wasser mit einem Hauswasserwerk gefördert. Hat immer ganz gut funktioniert, nun sind aber mit den Jahren immer mehr Wasserabnehmer dazugekommen und im aufgestockten Haus hab ich nun zu wenig Druck. Die Leitungen von der Pumpe zum Haus ist mit 25 mm wahrscheinlich völlig unterdimensioniert (war damals natürlich auch nur für ein Bad ausgelegt).

Bringt bei den kleinen Leitungsquerschnitten überhaut eine Leistungsfähigere Pumpe etwas ???
oder:

Meine Idee war es nun ein weiteres Wasserwerk zur Druckerhöhung im Haus zwischenzuschalten?!

Würde mich über eine Aufklärung: Verhältniss Pumpenleistung- Leitungsquerschnitte freuen.
Vielleicht hat einer von euch eine Idee was ich machen kann ohne den gesamten Hof aufzureissen um  neue Zuleitungen zu den Gebäuden zu legen.

Vielen dank schon mal im vorraus und sonnige Grüße aus der Puszta











Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 2
Puszta-Peter
(Mailadresse bestätigt)

  04.04.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 03.04.2016!  Zum Bezugstext

Szistok,

gelobt sei das www. Vielen Dank für die ausführliche Erklärung und den Tip mit dem größeren Membrangefäßes (für die 2. Pumpe).
Mit sonnigen Grüßen aus der Puszta
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  03.04.2016

Die Pumpe kämpft gegen zwei Arten von Drücken. Einmal den Höhenunterschied zwischen Pumpe und Abnehmer und einmal die Reibung der Rohrleitung und Armaturen.

Um beispielsweise 3000 l/h durch 100m Stahlleitung zu pumpen sind 1,5 Bar nötig. Sollen aber 4000l/h gefördert werden, betragen die Reibungsverluste schon 2,6 Bar. Je länger und kleiner die Leitung bzw. je mehr Wasser gepumpt werden soll, desto größer werden die Reibungsverluste.

Wenn die Leitung ohne weiteres nicht erneuert werden kann, muss man die Pumpenleistung(Fließdruck) erhöhen.

Ein stärkeres Hauswasserwerk am Brunnen würde was bringen. Allerdings wäre es besser eine zweite Pumpe nahe dem Haus zu installieren. Die erste Pumpe muss dann nur die Reibung und den Höhenunterschied bis zur zweiten Überwinden. Die zweite Pumpe pumpt das Wasser dann in die Hausverteilung, die zweite Etage und sorgt für den nötigen Druck an den Zapfstellen.

Ein zweites Hauswasserwerk im Keller sollte also schon einen merklichen Effekt haben.

Jetzt ist es so, dass sich die Drücke der Pumpen addieren. Ob ich eine 6 stufige Pumpe oder zwei 3 stufige Pumpen in Reihe betreibe ist also egal.

Das heißt für dich: Sind alle Verbraucher geschlossen, steigt der Druck logischerweise. Die Pumpen erreichen bei gefülltem Druckbehälter ihren maximalen Druck bzw. den eingestellten Ausschaltdruck. Wenn Pumpe 1 zB. bei 5 Bar abschaltet, werden hinter Pumpe 2 10 Bar erreicht. Das belastet die Gleitringdichtung in Pumpe 2 und natürlich das Leitungsnetz. Des Weiteren muss Pumpe 1 auch einschalten wenn Pumpe 2 läuft. Also je nach größe des Membranbehälters auch um einige Sekunden zeitlich versetzt.

Man muss sich also Gedanken machen bzw. auch etwas ausprobieren, wie und wann welche Pumpe geschalten wird.

Für das zweite Hauswasserwerk würde ich einen größeren Membranbehälter empfehlen. 100l wären schon sehr gut. aber auch 60l sind ausreichend. Hauptsache nicht die kleinen 20l Dinger.



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