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Kategorie: > Technik > Haus- Wasserversorgung
Bitte um Beratung bezüglich der Qualität und der Dimension
Roadrunner
(Mailadresse bestätigt)

  29.05.2016

Hallo liebe Wasser-Forumler!
Wie aus der Überschrift ersichtlich, benötige ich eine kleine Hilfe bezüglich eines Hauswasserwerkes, nachdem mittlerweile innerhalb von 10 Jahren das dritte Gerät seinen Geist aufgegeben hat (das letzte mit einer "schönen" Fontäne).
Also, der Bestand ist: ein alter Brunnen, ca. 4 m tief, Wasserstand im Brunnen war glaube ich ca. 1 m. Der Brunnen ist gemauert (Backsteine), der Abschluß oben bildet ein Betonringsegment(mit einem Stahldeckel verschlossen). Durchmesser ist ca. 1 m. Wir haben den vor zwei Jahren saubergemacht, wobei er nicht großartig dreckig war (lose Materialien, da der alte hölzerne Deckel morsch/kaputt war).
In den Brunnen führt der Saugschlauch aus Kunststoff (oder Gummi)(noch aus DDR-Zeiten, Anfang der 80er Jahre montiert), die Pumpe steht ca. 5 m vom Brunnen entfernt.
(Innen)Durchmesser Saugschlauch ca. 3,5 cm, Verrohrung druckseitig (Kupferrohr) ca. 1,5 cm. Förderhöhe max. 10 m, es werden insgesamt vier WC-Spülungen sowie zwei Waschmaschinen damit gespeist (eine Waschmaschine befindet sich auf der gleichen Höhe wie die Pumpe, die andere ein Stockwerk darüber).
Bislang hatten wir immer "kleine" Wasserwerke (also mit so 20-35 l - Membrankesseln). Bei den ersten beiden war nach ein paar Jahren der Kessel rostig und die "Gummiblase" undicht, beim letzten ist der Druckschalter abgerostet. Es waren alles typische Baumarktgeräte in der 100 Euro - Klasse.

Nun möchte ich halt doch gerne mal ein ordentliches Gerät haben (so um die 500 Euro). Angeguckt habe ich mir Metabo und auch Grundfos. Vor allem letzterer Hersteller bekommt in Fachforen ja durchweg gute Meinungen.
Durch googeln habe ich auch gelesen, daß Geräte mit größeren Kesseln (so ab 50 l) besser sein sollen. Aber das Ermitteln der Fördermenge, mit Rohrdurchmesser, Pumpenleistung, Ansaughöhe, Reibungsverluste und hastenichtgesehen - da blicke ich nicht wirklich durch...

In die engere Wahl genommen habe ich diese Pumpe hier: http://www.baumarkteu.de/grundfos-hydrojet-jp-6-mit-60-liter-druckbehalter-4661bqbb-10930

Wäre schön, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte!

Ein paar Bilder der Verrorhrung poste ich nachher.
Die Leitung auf der Saugseite möchte ich übrigens nur äußerst ungern ändern, da es ein riesen-Aufwand wäre. Auf der Druckseite - wenn nötig. Installation soll übrigens durch einen Fachmann (renommierter Heizungsbaubetrieb) erfolgen.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  01.06.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Roadrunner vom 30.05.2016!  Zum Bezugstext

===Kannst Du mir ...  zwei gute Marken empfehlen===

Das geht narürlich nicht. Wenn ich hier als ESPA-Service firmiere kann ich natürlich nur eine empfehlen;-)

Bei Anfragen per E-Mail kann ich gerne ein konkretes Angebot machen.
Roadrunner
(Mailadresse bestätigt)

  30.05.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 29.05.2016!  Zum Bezugstext

Naja, das war halt der Wassereinfüllstutzen, wie er schon auf den Vorgängerpumpen drauf war. Hat mein Schweigervater so gebastelt; ich ging davon aus, daß es seine Richtigkeit hat...

Gut, also ein Schaltautomat. Danke nochmals für den Tip! :-)
Kannst Du mir ein oder zwei gute Marken empfehlen, und bei welcher Höhe (ungefähr) verläuft die Grenze zwischen Cinaböllern und Qualitätsprodukten? Bzw. reicht mein anvisiertes Budget von 5-600 Euro (mehr kann ich momentan beim besten Willen nicht locker machen)?
Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  29.05.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Roadrunner vom 29.05.2016!  Zum Bezugstext

Ich bin begeistert! Ist das jetzt Kunst oder Haustechnik ;-)


Ersetze die verzinkten Eisenteile durch PE-Rohr bzw Messing-Verbinder. Dann gibt es auch keinen Rost mehr. Und entscheide Dich für einen Schaltautomaten, dann wird vieles einfacher. Vorsicht, im Niedrigkostenbereich gibt es extrem viel Chinaschrott.



Roadrunner
(Mailadresse bestätigt)

  29.05.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Espa-Service vom 29.05.2016!  Zum Bezugstext

Danke!!!
Mit so einem Hauswasserautomaten (das meinst Du doch) hatte ich auch schon mal geliebäugelt. Damals scheiterte ich an dem Veto meines Schwiegervaters (R.I.P.), der meinte, das an- und abschalten der Pumpe würde Schläge erzeugen im Rohrleitungsnetz, was dafür nicht gut wäre.

Undichtigkeiten haben wir (hoffentlich) keine; vor -zig Jahren hing aber mal bei meinen Schwiegereltern die Klospülung (ist noch ein alter Spülkasten), da hat's den Brunnen leergenuckelt.

Hier habe ich mal Bilder von der Verrohrung und der (defekten) Pumpe:






















Espa-Service
brendlergmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  29.05.2016

===  Aber das Ermitteln der Fördermenge, mit Rohrdurchmesser, Pumpenleistung, Ansaughöhe, Reibungsverluste und hastenichtgesehen - da blicke ich nicht wirklich durch…====

Ist auch nicht nötig. Das ist eine Standardsituation wie man sie in 99% der Fälle bei der Installation von zB Regenwassernutzungsanlagen vorfindet.

Pumpenleistung von 3-4bar (da steht dann uU maximale "Förderhöhe 30m") ist ausreichend für WC und WAMA.

Entscheiden musst Du dich zwischen 2 unterschiedlichen Pumpensteuerungen. Einmal die gewohnte Steuerung mit einem Ausdehnungsgefäß und Druckschalter. Der schaltet ein, bzw aus sobald der Druck auf einen eingestellten Wert gesunken, bzw gestiegen ist. Damit das funktioniert ohne, dass die Pumpe im Betrieb permanent ein- und ausgeschaltet wird gibt es das Ausdehnungsgefäß als Puffer. Da ist größer nicht unbedingt besser.

Nachteil: Der Vordruck im Ausdehnungsgefäß muss regelmäßig geprüft werden. Einschalt- Ausschalt- Vordruck und Pumpenleistung müssen aufeinander abgestimmt werden. Ist meiner Meinung eine überholte Technik.

Alternative ist ein "Schaltautomat". Eingeschaltet wird sobald der Druck auf den Einschaltdruck gesunken ist. Abschalten erfolgt nach dem Schließen des Verbrauchers sobald die Fließgeschwindigkeit gegen Null geht.

Vorteil: Zusammenschrauben, Stecker rein, fertig. Schaltet die Pumpe ab sollte kein Wasser mehr ankommen (Trockenlaufschutz). Die Pumpe wird ausgeschaltet egal wie viel Druck sie liefert. (wird zB bei Druckschaltersteuerung wg Leckage in der Saugleitung Luft mit gefördert schafft es die Pumpe nicht mehr den Abschaltdruck zu liefern und läuft und läuft und…)

Nachteil: ist empfindlich bei Undichtigkeiten im Hauswassernetz (aber die sollten ja auch schnell beseitigt werden. Dass es da eine gibt erkennt man dann daran, dass die Pumpe eingeschaltet wird obwohl kein Verbraucher geöffnet ist.)

Bei der Pumpe rate ich zu einer "mehrstufigen Kreiselpumpe". Die von Dir vorgeschlagene ist eine "einstufige Jet-Pumpe". Ist idR lauter und hat einen schlechteren Wirkungsgrad, sprich, braucht mehr Strom.



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