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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Brunnenspitze verstopft
Neu
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2019

Ich habe im Rhein-Maingebiet einen Garten, den ich mit einer Pumpe giesse. Der Grundwasserspiegel liegt nicht tief; etwa 3 Meter, im Kies; und mein 1 1/4" - Rohr mit der Schlagspitze dran ragt etwa 3 Meter tief ins Grundwasser. Jetzt kam seit ein paar Jahren immer weniger Wasser; ich habe jetzt das Rohr gezogen, und die Schlagspitze mit dem Sieb ist total zu. Da sind 88 Bohrungen Durchmesser 13 Millimeter drin, da ist das Sieb wirksam; das ging etwa 12 Jahre lang stoerungsfrei. Die wirksame Flaeche des Siebes waere demnach etwa 88 Quadratzentimeter. Das Wasser ist leicht eisenhaltig.
Was tun, um einen langfristig reibungslosen Betrieb herzustellen? Welche Spitze hat eine ungleich groessere Siebflaeche?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
Neu
(Mailadresse bestätigt)

  22.04.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 21.04.2019!  Zum Bezugstext

Ich habe das alte "Rammfilter" mal genauer untersucht. Die Siebstellen (13 mm Loecher) waren etwa bis zu 7 mm tief "versenkt", der Platz zum Sieb eben; und der braune Belag, vermischt mit den Koernern des Kieses, besteht aus magnetischem Material; Eisenoxid. Das kommt wohl aus der Rueckseite oder den Bohrloechern des Rohres; das hat sich dann "Platz verschafft". Allerdings ist das  anschliessende verzinkte Eisenrohr ebenso aussen braun, und innen ist sogar ein rostiger Belag zu sehen. Ein Edelstahlfitermaterial und verzinktes Eisen gibt immer ein galvanisches Element; das Eisen zersetzt sich dabei. Die Kieselsaeure spielt da wohl auch mit. Ich werde die Rammfilter mit VA-Mantel sowie eine Verlaengerung auch aus Edelstahl verwenden; die max. Foerdermenge waere dann 1 bis 1,4 Kubikmeter / Stunde. Ich melde mich in 24 Jahren dann wieder, ob der Brunnen dann noch geht.
Besten Dank fuer die Hilfestellung.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Neu vom 21.04.2019!  Zum Bezugstext

Das kommt darauf an, was für Sand/Kies bei dir anliegt. Man unterscheidet ja:

Feinsand 0,063mm-0,2mm
Mittelsand 0,2mm-0,63mm
Grobsand 0,63mm-2mm
Feinkies 2mm-6,3mm
Mittelkies 6,3mm-20mm
Grobkies 20mm-63mm
Steine 63mm-200mm

Wenn du 2mm Löcher bohrst, geht quasi der komplette Sand durch. Das größte was ich von Brunnen ohne Filterkiesschüttung gehört habe, ist eine 0,5mm Schlitzung bzw. eine 0,5mm Tresse.
Neu
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 21.04.2019!  Zum Bezugstext

Also 1 mm oder 2 mm bohren? Und einen "dicken" Filter? Wie gross waere dann die Menge Sand bei 2 mm? 10 Liter Sand oder so?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Neu vom 21.04.2019!  Zum Bezugstext

Nein, 3mm ist viel zu groß. Die Maschenweite des "Siebes"(Tresse oder Gaze genannt) eines originalen 1 1/4" Filters hat in der Regel 0,2-0,3mm.
Bei 3mm ziehst du dir sofort Sand rein.
Neu
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 21.04.2019!  Zum Bezugstext

Wenn ich einfach ein Rohr mit einer Spitze nehme, und ein paartausend 3 - mm - Loecher reinbohre, waere das Problem eigentlich geloest? Das sieb erscheint mir wirklich sehr fein. oder habe ich dann nur noch Sand?
Gut, mit einer Verlaengerung haette ich dann etwa 24 Jahre oder so. Oder weniger, je nachdem, obs wieder mehr regnet.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  21.04.2019

Vielleicht einen Brunnen bohren lassen. 3"-4" mit einer ordentlichen Filterkiesschüttung.

1 1/4" ist so ziemlich das Kleinste was es gibt und dann auch noch reingeprügelt ohne Filterkies.

Es gibt auch Verlängerungen für diese 1 1/4" Schlagbrunnen. Dann hast du 2m oder 3m Filter mit je 88 Löchern...



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