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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Orpu SK32 - Hauptschalter löst aus
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  10.07.2021

Hallo geschätzte Experten hier im Forum!

"damals" konnte man mir schon mal hier mit meinem Problem helfen. Die Tipps waren sehr hilfreich, sodass ich mein Problem (--> https://www.wasser.de/aktuell/forum/index.pl?job=thema&tnr=100000000007235&seite=1&begriff=klausi&tin=100079401-1625940666&kategorie= ) lösen konnte. Nun hoffe ich, dass ihr mir wieder auf die Sprünge helfen könnt.
Zur Ausgangssituation: Für die Wasserversorgung auf meiner Datsche nutze ich eine Orpu SK 32/2 Kreiselpumpe mit Kessel und Druckschalter (Condor MDR 5), welche das Wasser durch eine Saugleitung aus dem Brunnen fördert. Nun scheint es nach knapp 3 Jahren wieder Probleme zu geben. Vielleicht hat ja der ein oder andere einen guten Ansatz für mich.
Der aktuelle Stand der Dinge ist wie folgt: Als ich das letzte Mal vor Ort war, bemerkte ich bei der Wasserentnahme einen sehr schwachen Wasserdruck. Die Sicherung (Hauptschalter) wurde, aus welchen Gründen auch immer, ausgelöst. Also ab in den Keller, um den Druck am Kessel zu "prüfen". Dieser lag natürlich schon weit unter dem eigentliches Einschaltdrucks des Druckschalters. Demzufolge Hauptschalter wieder auf ON, worauf die Pumpe auch sofort startete und Wasser förderte. Ob die Fördermenge dem "Normalzustand" gleich kam, kann ich nicht sagen, da bereits nach kurzer Zeit erneut der Hauptschalter auslöste. Der Wasserdruck befand sich nun annähernd im Bereich des Einschaltdrucks des Druckschalters.
Darüber hinaus hatte ich den Eindruck, dass die ORPU einen anderen Ton von sich gab als gewohnt (etwas "heller"). Nun schraubte ich den Deckel des Druckschalters auf, um nach eventuellen Ursachen zu suchen. Auf den ersten Blick alles ok, würde ich behaupten. Nun warf ich einen Blick auf die Elektrik der ORPU. Diese war erwartungsgemäß "mittelmäßig" korrodiert. Außerdem roch es etwas ungewohnt ("brenzlich"?) aus dem Inneren der Pumpe. Die Welle war gut beweglich. Viel mehr kann ich aktuell nicht sagen.

1. Kennt jemand dieses Problem? Wie kann ich die Fehlersuche erweitern bzw. was kann ich jetzt Stück für Stück testen? Stichwort "Ausschlußverfahren". Aufgrund meiner ersten "Maßnahmen" liegt mein Fokus derzeit auf der Elektrik der Pumpe.
2. Ist es denkbar, dass zu wenig Wasser gefördert wird, die ORPU deshalb zu viel ackern muss und demzufolge der Hauptschalter auslöst? Wie bereits erwähnt, löst der Hauptschalter bereits nach ca. 20 Sekunden aus.
3. Kann der Fehler eventuell doch durch den Druckschalter ausgelöst werden? Diesen habe ich zum Anfang dieser Saison eingebaut und er funktioniert(e) bis dato aus meiner Sicht völlig problemlos.
4. Sollte ich vielleicht doch so langsam über die Bohrung eines neuen Brunnens nachdenken? Der Alte hat ja mittlerweile ca. 50 Jahre auf dem Buckel...

Über eure Tipps und Ansätze wäre ich wirklich sehr dankbar.

Beste Grüße, Klausi



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 11
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  15.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 14.07.2021!  Zum Bezugstext

Vielen Dank @Brunnenbaumeister. Ich hoffe, mittelfristig einen Elektriker organisieren zu können, um die Fehlerursache einzuschränken. Ich werde mich dann mit den Ergebnissen wieder melden, um hoffentlich weiterhin diesen tollen Support zu bekommen. Wünsche noch einen schönen Feierabend...
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  14.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 14.07.2021!  Zum Bezugstext

Alles diskutieren hilft nichts. Der Motor muss durchgemessen werden. Das ist für einen Fachmann kein großes Ding.

Das Einzige was aus deiner Sicht Sinn macht, ist das Prüfen der Sicherungen.

Du könntest zwar alles auseinander bauen und den Motor tauschen, aber lohnt sich das? Vielleicht ist es nur ein simpler Fehler?

Wenn die Auslösezeit hintereinander immer kürzer wird, spricht das meiner Meinung nach für einen zu hohen Strom und erhitztes Bimetall im Schutzschalter. Der Motor dreht zu schwer oder der Motorschutzschalter ist defekt. Aber das sagt dir der Elektriker.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  14.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 14.07.2021!  Zum Bezugstext

Wie gewohnt sehr sehr gute Ansätze...DANKE!!! Folgende Infos kann ich an dieser Stelle noch liefern.

1. "...sofern die Motorleistung gleich ist" --> Um sicher zu gehen, werde ich hier mal die Typenschilder vergleichen.

2. Stichwort Elektriker --> Dazu hatte @Clausi auch schon geraten, was sicherlich auch die sinnvollste Variante ist. Wenn ich das nächste Mal vor Ort bin, werde ich die Pumpe mal aus dem Schacht holen und genauer betrachten. Im Schacht lässt sich das Ganze aus Platzmangel nur sehr schwer umsetzen.

3. "Schwergängigkeit" --> Werde ich dann bei Tageslicht prüfen.

4. "Lagerschaden" --> Davon hatte ich gelesen. Sicherlich nicht so prickelnd, oder?

5. Stichwort "Klang" --> Mittlerweile bin ich bezüglich Geräuschentwicklung an der Pumpe ziemlich sensibel. Ich würde tatsächlich behaupten, dass sich die ORPU aktuell etwas anders anhört. Meiner Meinung nach etwas "heller" (quietschender). Lässt sich nur sehr schwer beschreiben. Ich habe dazu eine Audiodatei aufgenommen. Allerdings ist es nicht möglich, diese hier im Forum hochzuladen.

6. "Schmelzsicherungen" - Das Elektrosystem im Bungalow wurde damals erneuert ("Klickautomaten"). Trotzdem würde ich vorsichtig behaupten, dass dort tatsächlich noch (etwas versteckt) 3 dieser von dir beschriebenen Schmelzsicherungen sitzen. Gucke ich mir noch mal genauer an.

7. "Wie oft hast du den Schutzschalter wieder reingedrückt und die Pumpe neu gestartet?" --> 3x, um die Intervalle und Wasserzufuhr zu testen. Ich hoffe, dass war kein großer Fehler? Hierzu vielleicht noch etwas detaillierter...

Das erste Mal den Schalter auf ON bei ca. 0.5 bar. Es wurde Wasser gefördert und auch Druck aufgebaut. Nach ca. 20 Sekunden löste der Schalter bei ca. 1 bar aus. Das zweite Mal löste der Schalter bereits viel früher aus und schaltete bei ca. 1.3 bar ab. Und das dritte Mal waren es nur noch 6 Sekunden bei ca. 1.5 bar. Anschließend ließ ich die Finger davon und beendete meine "Testreihe".

Vielleicht helfen ja meine Angaben, um sich ein genaueres Bild bezüglich der Fehlereingrenzung zu machen. Ich bin erst nächste Woche wieder vor Ort und werde dann weitere Erkenntnisse nachreichen.

Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  14.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 12.07.2021!  Zum Bezugstext

Kabel und Kontakte reinigen wird nichts nützen. Die Korrosion ist nur oberflächlich.

Ich weiß jetzt nicht ob es mit den Baujahren Unterschiede bei der SK32 gab, aber prinzipiell kannst du die Motoren untereinander tauschen, sofern die Motorleistung gleich ist.

Ich würde aber dringend dazu raten erst einmal mit einem örtlichen Elektriker zu sprechen. Wenn du keine Ahnung von der Materie und keine Messgeräte hast, ist das einfach sicherer. 400V sind nicht lustig.


Wenn der Motor ohne Pumpe läuft, hat er keine Last. Und man kann eben nebenbei mit der Hand kurz auf Schwergängigkeit prüfen.

Eventuell hängt die Pumpe etwas fest oder der Motor hat einen Lagerschaden.

Hat sich der Klang verändert?
Wie oft hast du den Schutzschalter wieder reingedrückt und die Pumpe neu gestartet?

Hast du mal die Sicherungen geprüft? Du hast bestimmt noch diese Schmelzsicherungen zum rauschrauben? Wenn da eine von drei durch ist, kommt es zu deinem Problem.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  12.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 12.07.2021!  Zum Bezugstext

Mein geschätzter @Brunnenbaumeister ist "wieder da"... Hurra und vielen Dank! Nur nochmal zur Sicherheit.

1. Um die Phasen zu testen, sollte ich sicherlich vorher die Kabel der Pumpe abklemmen, also von der "Klemmleiste" nehmen, um ein eventuelles, erneutes Auslösen des Schutzschalters zu vermeiden?
2. Der Motor kann ohne Weiteres ohne die "eigentliche" Pumpe laufen, richtig? Wenn ich beide Elemente voneinander getrennt habe, teste ich, ob der Motor ohne Pumpe läuft?
3. Und was sagt der Experte zu meinem Vorschlag, den Motor meiner alten ORPU mit dem Pumpenteil des aktuellen Modells (typengleich), zu kombinieren?

DANKE!!!
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  12.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.07.2021!  Zum Bezugstext

...hier vielleicht noch ein anderer Ansatz. Die korrodierten Kabel/Kontakte der ORPU könnten ja auch für den beschriebenen Fehler verantwortlich sein. Nun wollte ich bei meinem nächsten Besuch als Erstes mal so gut wie möglich die angesetzten Kabel bzw. Kontakte vom Rost befreien. Vielleicht kann das Problem dadurch schon behoben werden. Wie (mit welchen Mitteln) lassen sich die Kontakte am Besten säubern bzw. wie sollte ich vorgehen?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  12.07.2021

Das ist ein DDR Motorschutzschalter.
Das Einstellrad war damals grau. Da ist nichts repariert.

Wenn ein Motorschutzschalter auslöst, hat das meistens drei Gründe.

1. Er ist defekt.

2. Die Stromaufnahme des Motors ist zu hoch bzw. ist der eingestellte Wert zu niedrig.

3. Es fehlen eine oder zwei der drei Phasen.

Wenn da keiner rumgespielt hat, fällt ein falscher Einstellwert weg. Ansonsten schauen was auf dem Typenschild der Pumpe steht und was im Schutzschalter eingestellt ist.

Also erstmal mit einem Phasenprüfer schauen, ob auf allen drei Außenleitern Strom anliegt.

Ist das der Fall, bleibt nur noch eine  erhöhte Stromaufnahme(der Motor dreht zu schwer) oder ein Defekt des Schutzschalters.

Also Motor von Pumpe trennen und laufen lassen. Und natürlich mal per Hand die Wellen drehen.
Motor und Pumpe haben je eine Zahnkupplung. Ist eigentlich ziemlich einfach und wartungsfreundlich.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  11.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.07.2021!  Zum Bezugstext

@Claus: Die Idee zum Testen ist erstmal gar nicht schlecht. Ob am Schalter was "repariert" wurde, kann ich leider nicht sagen. Keine Panik, Elektrik ist nicht mein Ding. Allerdings dachte ich, dass ich durch den einen oder anderen Tipp schon etwas (auch in der Elektrik) ausschließen bzw. leicht beheben kann.

Mal ein anderer Ansatz: Ist es eigentlich sehr schwierig/aufwendig, den entsprechenden Motor der Pumpe zu wechseln? Ich habe hier noch eine alte, typengleiche ORPU. Diese lief damals trocken, aber der Motor war intakt. Also sozusagen aus 2 mach 1. Könnte mir vorstellen, dass diese Idee gar nicht soooo schwer umzusetzen ist.

Was meinen die Experten?

Außerdem kam mir noch folgender Gedanke bezüglich der Ursache/Fehlerentstehung. Der @Brunnenbaumeister schrieb damals mal an irgend einer Stelle, dass "fehlende Luft" Gift für jede Pumpe sei. Kann man hier die Ursache vermuten, wenn man davon ausgeht, dass das System mittelfristig mit zu wenig Luft betrieben wurde?
Claus
(Mailadresse bestätigt)

  11.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 11.07.2021!  Zum Bezugstext

Bei dem Schalter sollte es sich um einen "etwas" älteren Motorschutzschalter handeln, wobei das graue Einstellrädchen vom Styling nicht so ganz zum Rest passt. Sieht so aus, als wenn da nachträglich was "repariert" wurde.
"Mit deiner letzten Frage hinsichtlich "Stromaufnahme" kann ich als Laie leider nichts anfangen,"
Wenn Du Dich von dieser Frage überfordert fühlst, solltest Du auf keinen Fall irgend etwas an der Elektrik machen. Besorg Dir eine Fachkraft, falls der Fehler in der Elektrik liegen sollte.
Du kannst aber überprüfen, ob die Pumpe (mit Elektrik) oder der Brunnen die Fehlerursache ist.
Lass die Pumpe aus einem Fass ansaugen. Wenn sie dann problemlos läuft, sollte es am Brunnen liegen.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  11.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.07.2021!  Zum Bezugstext

Vielen Dank @Claus für das erste Feedback. Auf dem Bild siehst du den schwarzen Hauptschalter, welcher ausgelöst wird. Ich würde behaupten, dass es sich um einen dreiphasigen Motor handelt, da im Inneren der Pumpe 3 Phasen (also insgesamt 4 Kabel) geklemmt wurden (siehe Bild). In "Echtzeit" sieht die Elektrik nicht ganz so katastrophal aus wie auf dem Bild.
Mit deiner letzten Frage hinsichtlich "Stromaufnahme" kann ich als Laie leider nichts anfangen, SORRY!



Claus
(Mailadresse bestätigt)

  11.07.2021

"Die Sicherung (Hauptschalter) wurde, aus welchen Gründen auch immer, ausgelöst."

Diese Beschreibung ist missverständlich. Löste der Motorschutzschalter, die Sicherung oder der FI aus?

Handelt es sich um einen dreiphasigen oder einphasigen Antriebsmotor?

Wie hoch ist die Stromaufnahme beim
a) Anlaufen
b) Abschalten



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