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Kategorie: > Technik > Brunnen / Quellen / Pumpen
Orpu SK32 - Hauptschalter löst aus
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  10.07.2021

Hallo geschätzte Experten hier im Forum!

"damals" konnte man mir schon mal hier mit meinem Problem helfen. Die Tipps waren sehr hilfreich, sodass ich mein Problem (--> https://www.wasser.de/aktuell/forum/index.pl?job=thema&tnr=100000000007235&seite=1&begriff=klausi&tin=100079401-1625940666&kategorie= ) lösen konnte. Nun hoffe ich, dass ihr mir wieder auf die Sprünge helfen könnt.
Zur Ausgangssituation: Für die Wasserversorgung auf meiner Datsche nutze ich eine Orpu SK 32/2 Kreiselpumpe mit Kessel und Druckschalter (Condor MDR 5), welche das Wasser durch eine Saugleitung aus dem Brunnen fördert. Nun scheint es nach knapp 3 Jahren wieder Probleme zu geben. Vielleicht hat ja der ein oder andere einen guten Ansatz für mich.
Der aktuelle Stand der Dinge ist wie folgt: Als ich das letzte Mal vor Ort war, bemerkte ich bei der Wasserentnahme einen sehr schwachen Wasserdruck. Die Sicherung (Hauptschalter) wurde, aus welchen Gründen auch immer, ausgelöst. Also ab in den Keller, um den Druck am Kessel zu "prüfen". Dieser lag natürlich schon weit unter dem eigentliches Einschaltdrucks des Druckschalters. Demzufolge Hauptschalter wieder auf ON, worauf die Pumpe auch sofort startete und Wasser förderte. Ob die Fördermenge dem "Normalzustand" gleich kam, kann ich nicht sagen, da bereits nach kurzer Zeit erneut der Hauptschalter auslöste. Der Wasserdruck befand sich nun annähernd im Bereich des Einschaltdrucks des Druckschalters.
Darüber hinaus hatte ich den Eindruck, dass die ORPU einen anderen Ton von sich gab als gewohnt (etwas "heller"). Nun schraubte ich den Deckel des Druckschalters auf, um nach eventuellen Ursachen zu suchen. Auf den ersten Blick alles ok, würde ich behaupten. Nun warf ich einen Blick auf die Elektrik der ORPU. Diese war erwartungsgemäß "mittelmäßig" korrodiert. Außerdem roch es etwas ungewohnt ("brenzlich"?) aus dem Inneren der Pumpe. Die Welle war gut beweglich. Viel mehr kann ich aktuell nicht sagen.

1. Kennt jemand dieses Problem? Wie kann ich die Fehlersuche erweitern bzw. was kann ich jetzt Stück für Stück testen? Stichwort "Ausschlußverfahren". Aufgrund meiner ersten "Maßnahmen" liegt mein Fokus derzeit auf der Elektrik der Pumpe.
2. Ist es denkbar, dass zu wenig Wasser gefördert wird, die ORPU deshalb zu viel ackern muss und demzufolge der Hauptschalter auslöst? Wie bereits erwähnt, löst der Hauptschalter bereits nach ca. 20 Sekunden aus.
3. Kann der Fehler eventuell doch durch den Druckschalter ausgelöst werden? Diesen habe ich zum Anfang dieser Saison eingebaut und er funktioniert(e) bis dato aus meiner Sicht völlig problemlos.
4. Sollte ich vielleicht doch so langsam über die Bohrung eines neuen Brunnens nachdenken? Der Alte hat ja mittlerweile ca. 50 Jahre auf dem Buckel...

Über eure Tipps und Ansätze wäre ich wirklich sehr dankbar.

Beste Grüße, Klausi



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 91
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  29.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 29.11.2021!  Zum Bezugstext

Das ist ein Motorschutzschalter aus DDR Zeiten.

Ich würde das Innenleben rausnehmen und die Adern mit Lüsterklemmen oder Wagos verbinden.

Oder durch sowas ersetzen.

https://www.amazon.de/dp/B01BDXJ7U6/ref=cm_sw_r_apan_glt_i_CDYR23ZN2QMZR89FK5ZM?_encoding=UTF8&psc=1
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  29.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 28.11.2021!  Zum Bezugstext


--> "Ein An/Aus Schalter kann bleiben. Ein Motorschutzschalter aber nicht. Denn der merkt ja, dass du nur eine der drei Phasen belastest und stellt einen Fehler fest." +++ Klingt logisch. Ich habe diesen alten O / I Schalter aus tiefsten Ostzeiten (siehe Anhang). Aber das ist doch sicherlich nur ein AN/AUS Schalter, oder liege ich da falsch?

"Er" hat damals beim ORPU-Problem ausgelöst, erinnerst du dich? Dies war übrigens der Ursprung dieses Themas "Hauptschalter löst aus"). Schon kurios, mittlerweile ist fast ein komplettes Brunnenbohrprojekt daraus geworden. Deine Hilfsbereitschaft durch die unzähligen tollen Informationen werden noch so manchen Hobby-Brunnenbauer glücklich machen.

Am Schalter kommen 3 Phasen an, welche durch die alt bekannten Schraubsicherungen abgesichert werden. Die restliche Installation im Kasten ist bereits moderner, sprich mit den gewöhnlichen "Klappsicherungen" ausgestattet.

Also was meinst du, Schalter lassen oder nicht?

--> "Das PE durchführen ist nicht üblich. Normalerweise kommt auf die Unterseite vom Brunnenkopf eine PE-Verschraubung.  Oben drauf dann nach Bedarf irgendwas passendes, manchmal auch ein Presscontrol. Am PE hängt auch die Last. Das Seil dient nur zur Sicherung. Manche verwenden auch heute noch Stahlrohr." +++ OK, dann weiß ich Bescheid und werde es so umsetzen.

--> "32er PE, als DN25, reicht in jedem Fall. Und wenn du nicht gerade Verschraubungen aus China verwendest, hält das Rohr bzw. die Verbindung auch mächtig was aus. Am sichersten sind Verschraubungen mit Klemmring aus Edelstahl oder Messing. Damit kannst du einen LKW abschleppen. Isiflo, Beulco oder Itap fallen mir spontan als gute Hersteller ein. +++ Werde ich mal beim Kauf ein Auge drauf werfen. Ist sicherlich keine Baumarktware, vermute ich. Als Übergang von Pumpe auf PE werde ich so etwas in der richtigen Größe bzw. mit einer passenden Reduzierung verwenden.
--> https://www.pumpendiscounter.de/ReigaGbR-p8433h1257s1267-PE-Rohr-Gewindeueber.html

--> "Das PE sollte schon einen Nenndruck von 12,5 Bar bzw. 16 Bar abkönnen. Also PN 12,5 oder PN 16." +++ Hatte ich auch so gelesen...

--> "Das Rückschlagventil am besten direkt am Kessel montieren. Im Prinzip ist es aber egal. Auf der Pumpe oder im Schacht geht auch. Viele Pumpen haben auch eins integriert(IBO aber nicht?)." +++ Gucke ich mir natürlich nochmal genau an. Di IBO hat meiner Meinung nach so etwas nicht integriert.

--> "Das Wasser soll einfach nicht beim Stopp der Pumpe vom Kessel zurück durch die Pumpe in den Brunnen laufen. Der Rückfluss muss verhindert werden." +++ Hört sich plausibel an...

DANKE!!!


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  28.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 28.11.2021!  Zum Bezugstext

Ein An/Aus Schalter kann bleiben. Ein Motorschutzschalter aber nicht. Denn der merkt ja, dass du nur eine der drei Phasen belastest und stellt einen Fehler fest.

Das PE durchführen ist nicht üblich. Normalerweise kommt auf die Unterseite vom Brunnenkopf eine PE-Verschraubung.  Oben drauf dann nach Bedarf irgendwas passendes, manchmal auch ein Presscontrol. Am PE hängt auch die Last. Das Seil dient nur zur Sicherung. Manche verwenden auch heute noch Stahlrohr. 32er PE, als DN25, reicht in jedem Fall. Und wenn du nicht gerade Verschraubungen aus China verwendest, hält das Rohr bzw. die Verbindung auch mächtig was aus.

Am sichersten sind Verschraubungen mit Klemmring aus Edelstahl oder Messing. Damit kannst du einen LKW abschleppen. Isiflo, Beulco oder Itap fallen mir spontan als gute Hersteller ein.

Das PE sollte schon einen Nenndruck von 12,5 Bar bzw. 16 Bar abkönnen. Also PN 12,5 oder PN 16.

Das Rückschlagventil am besten direkt am Kessel montieren. Im Prinzip ist es aber egal. Auf der Pumpe oder im Schacht geht auch. Viele Pumpen haben auch eins integriert(IBO aber nicht?).

Das Wasser soll einfach nicht beim Stopp der Pumpe vom Kessel zurück durch die Pumpe in den Brunnen laufen. Der Rückfluss muss verhindert werden.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  28.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 28.11.2021!  Zum Bezugstext


--> "Die 3,5" kannst du natürlich auch nehmen. Sie verbraucht halt mehr Strom, ist dafür aber im Einkauf günstiger? Drosseln wird ziemlich sicher nötig." +++ Gut zu wissen. Lasse ich mir nochmal durch den Kopf gehen. Die nötigen Infos plus deine persönliche Einschätzung habe ich ja. PERFEKT!

--> "Zwischen Pumpe und Druckschalter kommt niemals ein Filter. Denn wenn der sich zusetzt, bekommt der Druckschalter den Druck nicht mehr und die Pumpe überhitzt. Wenn überhaupt, dann Filter hinter dem Kessel. Den Kessel selber kann man ja alle Jubeljahre mal reinigen. +++ Sehr gut, sollte man wissen!

--> "Ein On/Off Schalter ist ne gute Sache." +++ OK

--> "Im Prinzip hängt die Verkabelung davon ab, ob du im Keller ein 5 poliges oder 4 poliges Kabel anliegen hast. Im DDR-Standard gab es keinen extra Neutralleiter, also 3 Phasen und einen PEN, macht 4 Adern." +++ Aktuell liegt ein 4 poliges Kabel an. Umbau wäre allerdings ohne Weiteres möglich.

--> "Ich würde alles so lassen wie es jetzt ist. Also 3 Phasen bis zum Schacht. Da wird eine Klemmdose gesetzt. Daneben eine Feuchtraumsteckdose.
Von der Steckdose gehen drei Adern in die Klemmdose( Phase, PE, N). In der Klemmdose greifst du dir eine Phase ab. PE und N gehen auf den PEN von der Einspeisung." +++ Das hört sich sehr gut an. Dann brauche ich am Druckschalter nichts zu ändern.

Sag mal, bei deiner vorgeschlagenen Stromvariante könnte doch eigentlich auch der alte 3-Phasen-Hauptschalter (AN/AUS), welcher sich im Schaltkasten befindet, zunächst bleiben? Oder habe ich dabei jetzt einen Denkfehler? Zugegebenermaßen ist Strom nicht so ganz mein Ding. Aber basierend auf deinen Erklärungen klingt es jedes Mal für mich plausibel und auch umsetzbar.

--> "Du kannst natürlich auch zwei Phasen totschalten." +++ Behalte ich als Option im Hinterkopf.

Gleich noch 2 Fragen zur generellen Installation:
=================================================
1. Wo setzte ich am besten (idealerweise) das Rückschlagventil? Oder ist das völlig egal?
2. Für die Druckleitung reicht definitiv PE32 mit 1" (DN25)? RICHTIG? Wollte nur nochmal sicher gehen.
3. Brunnendeckel gibt es ja in vielen verschiedenen Ausführungen. Ich denke, eine einfache Variante reicht in meinem Fall völlig aus. Warum hat die Öffnung im Deckel eigentlich ein Gewinde?. Ich würde mein PE direkt durchführen und dann an das bereits vorhandene PE mit einer Muffe koppeln. Die Pumpe hängt doch sowieso am Stahlseil und fängt das Pumpengewicht ab.

Oder gibt es für meinen speziellen Fall eine Erklärung, das Deckelgewinde zu nutzen und bereits dort zu muffen? Aus meiner Sicht würde das keinen Sinn machen...

Fragen über Fragen! Aber trotzdem komme ich Stück für Stück meinem Ziel näher...
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  28.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 28.11.2021!  Zum Bezugstext

Die 3,5" kannst du natürlich auch nehmen. Sie verbraucht halt mehr Strom, ist dafür aber im Einkauf günstiger? Drosseln wird ziemlich sicher nötig.

Zwischen Pumpe und Druckschalter kommt niemals ein Filter. Denn wenn der sich zusetzt, bekommt der Druckschalter den Druck nicht mehr und die Pumpe überhitzt. Wenn überhaupt, dann Filter hinter dem Kessel. Den Kessel selber kann man ja alle Jubeljahre mal reinigen.

Ein On/Off Schalter ist ne gute Sache.

Im Prinzip hängt die Verkabelung davon ab, ob du im Keller ein 5 poliges oder 4 poliges Kabel anliegen hast. Im DDR-Standard gab es keinen extra Neutralleiter, also 3 Phasen und einen PEN, macht 4 Adern.

Ich würde alles so lassen wie es jetzt ist. Also 3 Pasen bis zum Schacht. Da wird eine Klemmdose gesetzt. Daneben eine Feuchtraumsteckdose.
Von der Steckdose gehen drei Adern in die Klemmdose( Phase, PE, N). In der Klemmdose greifst du dir eine Phase ab. PE und N gehen auf den PEN von der Einspeisung.

Du kannst natürlich auch zwei Phasen totschalten.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  28.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 28.11.2021!  Zum Bezugstext

WAHNSINN!!!

--> "Ich habe nochmal geschaut. Also die IBO 3" Ti 20 wäre wohl von der Leistung her am sinnvollsten. Die 3,5" ist in jedem Fall überdimensioniert. +++ Ok, werde ich bestellen und dann wird damit gleich klargepumpt. Ein Abwasch...!

FRAGE: "Ein Bekannter eines Bekannten" nutzt seit Jahren IBO, speziell die 3.5". Diese läuft trotz schwieriger Voraussetzungen ohne Probleme. Was hältst du von dem Vorschlag, dass ich mir trotz deiner "Bedenken" der Überdimensionierung die 3.5er zulege und die eventuell zu hohe Leistung im Ernstfall durch ein Ventil/Kugelhahn abdrosseln kann? Bei der 3.5er haben wir zumindest Erfahrungswerte bezüglich der Haltbarkeit. Bei den anderen Modellen fehlen uns Informationen bezüglich der Verarbeitung & Haltbarkeit etc.

Ist mein Vorschlag aus deiner Sicht sinnvoll oder eher Unsinn?

--> "Zu der Haltbarkeit kann ich allerdings nichts sagen. Es ist ein polnischer Hersteller. IBO produziert diverse Pumpen und taucht hier und da immer mal auf. Scheint ganz gut zu sein." +++ Diesen Eindruck habe ich auch... Siehe Punkt 1


--> "In die Leitung zum Kessel muss ein Rückschlagventil. Mehr nicht. Es sei denn, die Pumpe bringt mehr als der Brunnen. Dann muss gedrosselt werden mittels Kugelhahn oder Schrägsitzventil." +++ Hatte ich vermutet, wird gemacht.

Eine Art (Extra)Filter o.ä. würdest du nicht einbauen? Ich dachte, dass man das System dadurch eventuell etwas sauberer hält bzw. besser "warten" kann...

--> "Auf den Brunnen sollte ein Brunnenkopf oder Brunnendeckel oder Ähnliches. Die Pumpe wiegt ja auch einiges und er schützt vor Verunreinigungen." +++ Hatte ich schon "auf dem Schirm". Vorgehensweise sollte prinzipiell klar sein.

--> "Der alte Motorschutzschalter muss raus. Einen neuen brauchst du nicht. Die IBO hat einen automatisch Thermoschalter integriert(andere Hersteller auch)." +++ OK, aber sicherlich macht ein ON/OFF-Schalter Sinn, so dass ich die Pumpe explizit ausschalten kann, wenn ich nicht vor Ort bin. Allerdings könnte man das ja auch einfach über den Sicherungsautomaten realisieren.

--> "Die Elektrik schauen wir uns später an. Ist aber kein Problem. Zum Klarpumpen reicht sowieso erstmal eine Kabeltrommel." +++ Genau so ist es... Siehe Bild im Anhang bezüglich 220 Volt am Druckschalter

Ich bin wahrscheinlich kommenden Mittwoch wieder vor Ort und werde mir dann noch einige Notizen etc. machen. Pumpe wird nach deinem OK bestellt, um den Brunnen klarzupumpen. Dann sehen wir weiter...

DANKE und einen schönen Sonntag (1. Advent) gewünscht...


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  28.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 27.11.2021!  Zum Bezugstext

Ich habe nochmal geschaut. Also die IBO 3" Ti 20 wäre wohl von der Leistung her am sinnvollsten. Die 3,5" ist in jedem Fall überdimensioniert.
https://www.pumpendiscounter.de/ReigaGbR-p14898h1559s1568-IBO-3-Ti-20-Tiefbrun.html

Zu der Haltbarkeit kann ich allerdings nichts sagen. Es ist ein polnischer Hersteller. IBO produziert diverse Pumpen und taucht hier und da immer mal auf. Scheint ganz gut zu sein.


In die Leitung zum Kessel muss ein Rückschlagventil. Mehr nicht. Es sei denn, die Pumpe bringt mehr als der Brunnen. Dann muss gedrosselt werden mittels Kugelhahn oder Schrägsitzventil.

Auf den Brunnen sollte ein Brunnenkopf oder Brunnendeckel oder Ähnliches. Die Pumpe wiegt ja auch einiges und er schützt vor Verunreinigungen.

Der alte Motorschutzschalter muss raus. Einen neuen brauchst du nicht. Die IBO hat einen automatisch Thermoschalter integriert(andere Hersteller auch).

Die Elektrik schauen wir uns später an. Ist aber kein Problem. Zum Klarpumpen reicht sowieso erstmal eine Kabeltrommel.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  27.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 27.11.2021!  Zum Bezugstext

Ich bin mal wieder begeistert. Brunnenbaumeister, du bist ne RAKETE!

--> "Pedrollo und IBO kenne ich. Wichtig ist natürlich, dass die Pumpe locker flockig in dein Brunnenrohr passt. Deine Vorschläge sollten sehr gut passen." +++ Gut zu wissen. Ich denke, mit diesen Pumpen bin ich gut beraten.

--> "Rein von der Leistung her würde die IBO 2,5STM24 vielleicht besser passen. Dein Brunnen ist ja vermutlich nicht so leistungsstark und 1500-2000l/h im mittleren Druckbereich reichen locker." +++ Also meinst du, dass die IBO 3.5" für meine Zwecke schon etwas überdimensioniert (zu stark) sein könnte?

Da ich ja jetzt mit deiner Hilfe eine passende Pumpe gefunden habe, überlege ich, ob ich mir diese sofort bestelle und damit auch gleich klar pumpe. Würde mir ja etwas Arbeit ersparen und definitiv funktionieren.

So langsam nimmt das Projekt ja Gestalt an... Dann gleich noch eine Frage zur "Einbindung ins System".

Die Pumpe kommt auf die richtige Höhe ins Rohr, wo ich vorab passendes PE anschließe. Die Problematik mit dem Druckschalter habe ich mir auch schon angeguckt. Wie du schon sagtest, kann der auch (mit ner kleinen Brücke) 220 Volt. Dann kommt noch ein neuer Schutz-/Maschinenschalter davor und die Stromversorgung steht.

Doch was passiert zwischen Kessel und Pumpe? Müssen hier noch zusätzliche Teile (Rückschlagventil, Wasserfilter, Ablaufhähne etc.) eingebaut werden oder kann ich das PE der "Steigleitung" direkt am Kessel anschließen? Kann ich das irgendwo nachlesen, wie die richtige (sinnvolle) Installation zu erfolgen hat?

DANKE!

Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  27.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 23.11.2021!  Zum Bezugstext

Ich denke mal 8m maximal 9m wird eine gute Kreiselpumpe wie die Orpu schaffen. Dann aber mit verminderter Leistung.
Man muss natürlich einen Schlauch verwenden, der sich bei Unterdruck nicht zusammen zieht. Also zB. PE oder einen Gummischlauch mit Spirale.

Je größer die Saughöhe, desto größer sollte man den Querschnitt wählen. Zum Klarpumpen reicht 1", im späteren Betrieb macht 1 1/4" Sinn.

3/4" wird(glaube ich) nicht funktionieren, da die Reibungsverluste auf 10m Länge schon ziemlich hoch sind.

Die Tauchpumpe kommt mit 1" gut klar. Da reicht auch 3/4". Weil drücken können Pumpen ohne Ende, saugen ist die Achillesferse.

Pedrollo und IBO kenne ich. Wichtig ist natürlich, dass die Pumpe locker flockig in dein Brunnenrohr passt. Deine Vorschläge sollten sehr gut passen.

Rein von der Leistung her würde die IBO 2,5STM24 vielleicht besser passen. Dein Brunnen ist ja vermutlich nicht so leistungsstark und 1500-2000l/h im mittleren Druckbereich reichen locker.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  25.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 23.11.2021!  Zum Bezugstext



--> "Beim Klarpumpen ist das gar nicht so wichtig, wo Pumpe oder Saugkorb hängen. Es geht ja nur darum, dass beide Bereiche mit erhöhter Strömung haben. Und das soll auf Dauer nicht im Filter sein." +++

--> "10m Saugschlauch und dann im Schacht probieren. Vielleicht steht das Wasser doch etwas höher als gedacht." +++ OK!

1. Welche maximale Saughöhe ist denn aus deiner Sicht für eine ORPU im Optimalfall möglich? Viel mehr als 8 m sind wohl kaum möglich, oder?
2. Spielt der Querschnitt des Saugrohres eigentlich beim Klarpumpen eine große Rolle oder könnte man auch einen gewöhnlichen Gartenschlauch nehmen? Umso breiter, desto besser oder prinzipiell egal?

--> "Wasser kann man eigentlich nur zuverlässig mit Lichtlot oder Brunnenpfeife messen." +++ Leider gerade nicht auf Lager ;-)

--> "Für die Tiefe schweres Metall an eine stabile Schnur, fühlen wann er unten aufsetzt, zart strammm ziehen und Markierung an der Schnur setzen. Oben dann nachmessen." +++ So habe ich das gemacht. Wenn ich nächste Woche wieder vor Ort bin, messe ich nochmal "genau" (also mit meinen Möglichkeiten) nach.

--> "Wenn du im Brunnen lotest, musst du aber genau Wissen wie Tief du sein willst. Also wo befindet sich deine Filterunterkante vom Messpunkt aus. Das hängt natürlich davon ab wieviel Rohre du bereits abgeschraubt bzw. abgesägt hast." +++ Habe ich notiert...

--> "Ich vermute mal die Muffe vom obersten Rohr befindet sich aktuell ca. 25cm unter Gelände? Also 12m Vollrohr, 2m Filter und 0,75m Sumpfrohr sind montiert?" +++

Konkret sieht es aktuell wie folgt aus...

- 0,75 m Sumpfrohr, welches wie beschrieben verschlossen wurde
- 2 Meter Filterstrecke und 12 m Vollrohr
- zum Schluss 25 cm das restliche Arbeitsrohr, wo die Holzzwinge für die Auflastung befestigt war. Dieses steht ca. 10 cm ÜBER Gelände. Aktuell gehe ich also von meinen Angaben immer von den kompletten 15 Metern aus. Allerdings werde ich die 2 Rohre (2 x 1m) und das 25cm-Arbeitsrohr, welche sich lose im Brunnenschacht befinden, wieder demontieren. Das macht die weitere Installation etc. für mich einfacher. Die demontierten 2.25 Meter werde ich bei meinen zukünftigen Messungen/Berechnungen selbstverständlich berücksichtigen.

Alle weiteren Infos werde ich nächste Woche mitteilen, wenn ich ALLES nochmal nachgemessen habe.


Weitere Frage zur Tiefbrunnenpumpe:
===================================

Zwischenzeitlich habe ich mich mal wegen einer Pumpe umgehört und hier und da nachgefragt. Sehr häufig wurden folgende Modelle genannt.

Brunnenpumpe Pedrollo 4Blockm 2/9
Brunnenpumpe Pedrollo 4Blockm 6/9

Für den schmaleren Geldbeutel wird folgende Pumpe immer wieder mit einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis erwähnt.

Dambat IBO 3,5 Zoll SDM3/11

Hier würde mich nochmal kurz deine Einschätzung interessieren. Für meine "Bedürfnisse" (Datsche) sollte doch so etwas völlig ausreichen, oder?

DANKE!!!


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  23.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 21.11.2021!  Zum Bezugstext

Beim Klarpumpen ist das gar nicht so wichtig, wo Pumpe oder Saugkorb hängen. Es geht ja nur darum, dass beide Bereiche mit erhöhter Strömung haben. Und das soll auf Dauer nicht im Filter sein.

10m Saugschlauch und dann im Schacht probieren. Vielleicht steht das Wasser doch etwas höher als gedacht.

Wasser kann man eigentlich nur zuverlässig mit Lichtlot oder Brunnenpfeife messen.

Für die Tiefe schweres Metall an eine stabile Schnur, fühlen wann er unten aufsetzt, zart strammm ziehen und Makierung an der Schnur setzen.
Oben dann nachmessen.
Im Profibereich gibt es Tiefenlote. Also quasi Maßbänder bzw. Seile mit Markierungen und Gewicht/Stahlstange.

Wenn du im Brunnen lotest, musst du aber genau Wissen wie Tief du sein willst. Also wo befindet sich deine Filterunterkante vom Messpunkt aus. Das hängt natürlich davon ab wieviel Rohre du bereits abgeschraubt bzw. abgesägt hast.
Ich vermute mal die Muffe vom obersten Rohr befindet sich aktuell ca. 25cm unter Gelände? Also 12m Vollrohr, 2m Filter und 0,75m Sumpfrohr sind montiert?
Also musst du laut Plan 14,20m unter Oberkante Muffe messen, dann sitzen Ton+Kies richtig?
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  21.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 20.11.2021!  Zum Bezugstext



--> "Ist dein Lot genau? Hast du vor dem einbringen des Tones und Kieses gelotet?" ### Hier fehlt mir natürlich die Erfahrung. Ich habe ein schweres Stück Metall an eine Schnur gebunden und damit gelotet. Aus meiner Sicht ist eigentlich gut zu hören, wann das Metall ins Wasser taucht bzw. am Boden aufsetzt. Hast du vielleicht einen besseren Ansatz für mich?

--> "Mit etwas Pech waren deine Rohre nicht bis 15m sauber und dein Ton + Kies sitzen im Filter." ### OK, also du meinst, dass Ende des Rohres entspricht nicht dem gewünschten Erdniveau von 15m und der Bereich des Sumpfrohres war vor der Verfüllung gar nicht sauber/frei? Klingt plausibel, allerdings bin/wäre ich gar nicht auf diesen Gedanken gekommen.

Sollte es letztendlich tatsächlich zu Problemen kommen, muss ich das Ganze halt nochmal mit dem Bohrer nachbessern, sprich bis 15 m vernünftig "säubern".

--> "Bzw. dein Filter geht ja von 12,25m bis 14,25m. Das Sumpfrohr sollte ja eh verfüllt werden." ### Richtig

--> "Wenn Unterwasserpumpe, dann die Ansaugöffnung knapp über Filteroberkante hängen." ### Also in meinem Fall bei ca. 12 m wäre die sinnvollste Höhe?

--> "Du solltest dir auch notieren, was du an Rohren abschraubst oder absägst." ### Mache ich...

--> "Vermutlich liegt hier das Problem des Ausfalls deiner Orpu im Sommer. Ich könnte mir vorstellen, dass der Grundwasserspiegel früher mal höher lag. Durch unsere andauernde Trockenheit ist er gefallen." ### Das sehe ich ganz genauso.

--> "Du kannst mit Gartenpumpe und Orpu versuchen, ob du Wasser fördern kannst. Dann aber nur unten im Schacht." ### Also auch kurz über Filter bei 11-12m?

--> "Und mach dir keine allzu großen Hoffnungen. Wichtig ist langsam zu starten. Also auf der Druckseite der Pumpe einen Hahn installieren oder eine Düse an den Schlauch oder den Schlauch abknicken." ### Das bekomme ich hin!"

DANKE geschätzter Brunnenbaumeister

Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  20.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 17.11.2021!  Zum Bezugstext

Ist dein Lot genau? Hast du vor dem einbringen des Tones und Kieses gelotet?

Mit etwas Pech waren deine Rohre nicht bis 15m sauber und dein Ton+Kies sitzen im Filter.

Bzw. dein Filter geht ja von 12,25m bis 14,25m. Das Sumpfrohr sollte ja eh verfüllt werden.

Wenn Unterwasserpumpe, dann die Ansaugöffnung knapp über Filteroberkante hängen.
Du solltest dir auch notieren, was du an Rohren abschraubst oder absägst.

Rein von den Zahlen her klingt das alles nicht so toll. 3m Wassersäule über dem Filter ist ziemlich mager.
Und selbst gute Saugpumpen steigen bei 8-9m Saughöhe aus. Der Wasserspiegel fällt ja beim Pumpen nochmal. Siehe Foto.

Vermutlich liegt hier das Problem des Ausfalls deiner Orpu im Sommer. Ich könnte mir vorstellen, dass der Grundwasserspiegel früher mal höher lag. Durch unsere andauernde Trockenheit ist er gefallen.

Du kannst mit Gartenpumpe und Orpu versuchen, ob du Wasser fördern kannst. Dann aber nur unten im Schacht. Und mach dir keine allzu großen Hoffnungen. Wichtig ist langsam zu starten. Also auf der Druckseite der Pumpe einen Hahn installieren oder eine Düse an den Schlauch oder den Schlauch abknicken.

Man muss ja auch bedenken, dass beim Betrieb des Nachbarsbrunnen dein Wasserspiegel auch etwas fällt. Also je nach Entfernung und natürlich nur temporär.


Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  17.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 13.11.2021!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbauer,

es ist vollbracht! Mit deiner tollen Unterstützung wurden 15 Meter Brunnenrohr versenkt. Allerdings war der letzte Meter ne ganz schöne Plackerei. Gerne hätte ich deinen Ansatz verwirklicht und tiefer gebohrt. Aber ok, Plan erfüllt... Das muss reichen!

Ich hatte vorher den Ton getestet. Na ja, so ganz hat mich die Sache nicht überzeugt. Ich habe nun ca. 20 cm Quellton genommen, anschließend 20 cm Pflastersplitt und dann noch 20 cm groben Kies (Steinchen).

Ob das nun funktioniert hat, weiß ich nicht. Kann man das irgendwie checken? Auf jeden Fall bin ich mit der Abdichtung kurz unter der Filterstrecke geblieben. Ich denke, dass ist völlig ok.

Klarpumpen werde ich den Brunnen Anfang Dezember, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin. Dann ist Winterpause und nächstes Jahr geht es im Frühjahr weiter. Abschließend noch 3 Fragen:

1. Ich habe 15 Rohre versenkt, also 15 Meter Tiefe erreicht. Mein Lot liefert allerdings nur ca. 14 Meter. Das macht mich etwas stutzig. Wo ist der "letzte Meter" geblieben? Wo liegt hier der "(Denk)fehler"?

2. Mein Wasser beginnt bei ca. 9.30 Meter, die Filterstrecke bei 12.25 Meter. Die Pumpe sollte ja etwas über der Filterstrecke positioniert werden. Somit habe ich einen Bereich von ca. 2.0 - 2.5 Meter für die Position der Pumpe. Das sollte reichen, hoffe ich zumindest. Welchen Abstand sollte die Pumpe deiner Meinung nach von der Filterstrecke haben?

3. Praktische Umsetzung des KLARPUMPENS / -SPÜLENS:

Die letzten beiden Rohre, welche sich "lose" (ohne angrenzendes Erdreich) im Brunnenschacht befinden, werde ich wieder entfernen. Diese waren ja nur notwendig, um die restlichen Rohre nach unten zu drücken.

Wasser habe ich bei ca. 9.30 Meter. Somit sollte der Saugschlauch prinzipiell bei ca. 10 Meter hängen.

Variante A: Ich pumpe von oben, also Saughöhe ca. 10 Meter. Würde das meine ORPU bringen oder eher nicht? Alternativ würde ja hier nur eine Tiefbrunnenpumpe zum Einsatz kommen, richtig?

Variante B: Ich pumpe von unten (im Schacht), also Saughöhe ca. 8 Meter, da 2 Rohre weniger. Dies würde die ORPU sicherlich problemlos bringen. Allerdings ist es ziemlich schwierig, den Koloss wieder nach unten zu befördern. Optional hätte ich 2 einfache Gartenpumpen (Saugpumpen). Aber diese haben doch sicherlich mit 8 Meter Saughöhe Probleme, oder?

DANKE !!!!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 13.11.2021!  Zum Bezugstext

Ton fällt auf jeden Fall im Wasser. Keine Sorge. Das einzige wären mögliche Schlieren am Rohr, sofern der Ton nass wird(beim Fallen nach unten). Aber bei den geringen Mengen, ist das wohl komplett zu vernachlässigen.
Den Ton kannst du vorher in einer Tasse testen.

Ton ist kein Beton. Natürlich kann man den wieder rausbohren. Zweifellos nicht lustig, weil schmierig und einfach nur bäh:)


Vielleicht ist der Mittelweg am besten?
15cm Ton und darauf 20cm feinen Sand/Kies und dann nochmal 20cm groberen Kies.

Dann bleiben noch 20cm Luft bis zum Filter.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 13.11.2021!  Zum Bezugstext

Hatte in meinem heutigen Posting noch ein Bild (Pellets) vergessen.


Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  13.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 12.11.2021!  Zum Bezugstext


--> "10kg machen im 115er Rohr genau 1m. Wie man den in diesem Fall am besten einbringt, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht ganz genau." ### Genau diese Frage habe ich mir auch schon gestellt. Nicht das der Strumpf an irgendeiner Stelle stecken bleibt. Ich wollte den aufgekanteten Bohrer an der Winde befestigen und damit versuchen, von oben zu drücken.

--> "Wenn du richtige Pellets gekauft hast, würde ich die einfach so ins Rohr schütten, ohne Strumpf." ### Meine Pellets sind sehr sehr klein (siehe Bild). Ich weiß allerdings nicht, ob diese ohne Strumpf einfach so bis zum unteren Ende des Rohres sinken. Das werde ich mir vorher mal ausprobieren müssen.

--> "Wenn möglich oben rauf nochmal 1m Filtersand. 0,5m 0,4-0,8mm und 0,5m 1-2mm Korngröße." ### Werde ich besorgen.

--> "Ich weiß, ich verlange viel." ### Nee, nee, alles TOP. Über solche Tipps bin ich sehr sehr dankbar.

--> "Es gibt nämlich Tonsorten die brauchen etwas Druck, ansonsten werden sie breiig." ### Davon hatte ich gelesen. Keine Ahnung wie es mit meinen Pellets ist???

--> "Die Frage ist natürlich, wie lang ist dein Sumpfrohr unten?" ### Mein Sumpfrohr ist 0,75 Meter lang, dann folgen 2 Meter Filterstrecke. Also muss ich improvisieren, da deine Werte bei mir nicht 1:1 umsetzbar sind.

An einer anderen Stelle hatte ich zum Verschluss Folgendes gelesen. --> "Vernünftige Bodenverhältnisse vorausgesetzt, würde ich das Brunnenrohr nach Fertigstellen unten mit einem Filterkiessäckchen verschließen. Korngröße: Schlitzweite des Filters mal 3 - 4. Dann eine Grobkiesfüllung mit einer Körnung von 1 cm bis 5 cm als Beschwerung. Filterkies und Grobkies sollten zusammen nicht mehr als 30 cm im Sumpfrohr stehen.

Der Vorteil Filterkies gegenüber Quellton:
Der Filterkiessack kann auch wieder entfernt werden und es kann weiterhin Grundwasser in das Brunnenrohr einsickern. Ca. 25 % von 1 Meter Filterstrecke. Bei Quellton ist der Verschluss dicht und endgültig. Bei Feinsandproblemen der gerne auch von unten ins Rohr drückt dagegen, würde ich Quellton verwenden.

Wie schätzt du diese Variante ein? Aufgrund meiner gegebenen Voraussetzungen hört sich diese Variante auch nicht so schlecht an.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  12.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 12.11.2021!  Zum Bezugstext

10kg machen im 115er Rohr genau 1m.
Wie man den in diesem Fall am besten einbringt, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht ganz genau.

Wenn du richtige Pellets gekauft hast, würde ich die einfach so ins Rohr schütten, ohne Strumpf.

Wenn möglich oben rauf nochmal 1m Filtersand. 0,5m 0,4-0,8mm und 0,5m 1-2mm Korngröße. Ich weiß, ich verlange viel. Aber das gibts glaube ich sogar im Baumarkt. Für Aquarien. Die Korngrößen können auch leicht abweichen.
Es gibt nämlich Tonsorten die brauchen etwas Druck, ansonsten werden sie breiig.

Die Frage ist natürlich, wie lang ist dein Sumpfrohr unten?
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  12.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 12.11.2021!  Zum Bezugstext



--> "Grundsätzlich würde ich empfehlen so tief wie möglich zu bohren, sofern der Sand weiter geht und nicht allzu fein ist. Je tiefer der Brunnen im Sand steht, desto mehr Leistung hat er letztendlich." ### Ok, dann gehe ich noch bis 16 Meter runter. Das sollte dann aber auch reichen. Ich werde nun auf den letzten Metern genau auf die Beschaffenheit/Körnung des Aushubs achten. Auf den ersten, ungeschulten Blick hat sich die Konsistenz nicht bzw. unwesentlich verändert.

--> "Ein paar Tonpellets reinschmeißen ist keine große Sache. Das würde ich auf jeden Fall machen, damit der Brunnen unten zu ist und kein Sand eindringt. Gottes Wege sind manchmal unergründlich;)" ### Stimmt, das werde ich tun. Ich habe 10 kg Dichtungston/Pellets bestellt. Das wird doch sicherlich reichen, oder? Diese werde ich in zwei Strumpfhosen packen und in das Rohr werfen. Gibt es hier noch aus deiner Sicht etwas praxisrelevantes zu beachten?

--> "Ein Stündchen oder vielleicht auch zwei pumpen wäre ganz schön. Muss aber nicht unbedingt sein bei einer Trockenbohrung." ### Ok, werde ich machen...

--> "Aber du willst doch bestimmt wissen ob und wieviel Wasser kommt? Ich könnte so jedenfalls nicht schlafen." ### Nö, da habe ich die Ruhe weg und einen ausgezeichneten Schlaf ;-) UND vollstes Vertrauen in meine Arbeit inkl. der gegebenen Umstände...

DANKE und ein schönes WE
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  12.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 11.11.2021!  Zum Bezugstext

Grundsätzlich würde ich empfehlen so tief wie möglich zu bohren, sofern der Sand weiter geht und nicht allzu fein ist. Je tiefer der Brunnen im Sand steht, desto mehr Leistung hat er letztendlich.
Das solltest du beachten bei deiner Zeitplanung. Was nicht geht, geht nicht. Überschlagen sollst du dich natürlich nicht.

Ein paar Tonpellets reinschmeißen ist keine große Sache. Das würde ich auf jeden Fall machen, damit der Brunnen unten zu ist und kein Sand eindringt. Gottes Wege sind manchmal unergründlich;)

Ein Stündchen oder vielleicht auch zwei pumpen wäre ganz schön. Muss aber nicht unbedingt sein bei einer Trockenbohrung. Aber du willst doch bestimmt wissen ob und wieviel Wasser kommt? Ich könnte so jedenfalls nicht schlafen.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  11.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 07.11.2021!  Zum Bezugstext

Hey "mein" Brunnenbaumeister,

nach einigen UPs and DOWNs bin ich heute bis auf 13 Meter vorgestoßen. Ich habe jetzt eine Wassersäule von knapp 4m. Aus meiner Sicht schon sehr beachtlich. Das aktuelle Ergebnis stimmt mich wirklich zufrieden. Die restlichen 2 m werde ich kommenden Montag in Angriff nehmen. Bezüglich meiner Frage zur "Endtiefe" hattest du ja empfohlen, das Projekt dieses Jahr noch zu beenden, sprich die geplanten 15 Meter zeitnah zu versenken.
Wie sieht es denn mit dem unteren Verschluss des Brunnenrohres (Pellets) aus bzw. mit dem Klarspülen? Könnte man wenigstens diese Arbeiten im nächsten Frühjahr fortsetzen oder sollte dies ebenfalls direkt im Anschluss passieren? Aufgrund von Zeitmangel würde ich noch gerne die beiden restlichen Meter schaffen und anschließend das Projekt für dieses Jahr beenden.

Was meinst du?

Danke!
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  07.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 07.11.2021!  Zum Bezugstext

--> "Es ist einfach mächtig Arbeit. Vor allen Dingen wenn man alleine ist. Auf jeden Fall solltest du über so eine Hilfsbühne wie im Video nachdenken. Mit Manpower und Dreibock haben wir früher auch locker 15-20m am Tag gebohrt. Machbar ist alles." ### Ich bin wahrscheinlich morgen wieder vor Ort und werde mal gucken, was geht... ODER auch nicht!

Melde mich dann wieder. Wünsche noch einen schönen Sonntag!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  07.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 06.11.2021!  Zum Bezugstext

Es ist einfach mächtig Arbeit. Vor allen Dingen wenn man alleine ist.

Auf jeden Fall solltest du über so eine Hilfsbühne wie im Video nachdenken.

Mit Manpower und Dreibock haben wir früher auch locker 15-20m am Tag gebohrt. Machbar ist alles.

Und da der Brunnenbauer von Haus aus ziemlich faul ist, wird natürlich möglichst zügig auf Ventilbohrer umgestellt. Ordentlich Wasser rauf und es geht ab.

Mann kann auch mit einer kleineren Schnecke im Rohr bohren und die Röhre zeitgleich tiefer drücken, damit das Bohrloch stabil bleibt.


Wie das nun mit den Druckverhältnissen im Rohr funktioniert, muss du einfach ausprobieren.
Grundsätzlich ist es aber einfach so, steht der Grundwasserspiegel bei 7m und der Wasserspiegel im Rohr beträgt zeitweise beim Bohren/Plunschen 8m oder 9m, drückt sich Sand von unten ins Rohr. Logisch, die Drücke wollen sich ausgleichen. Da du aber mit Filterrohr bohrst, kann das alles anders sein. Damit habe ich absolut keine Erfahrung. Ich habe bisher nur mit richtigen Trockenbohrrohren aus Stahl gebohrt.
Da hilft dir eventuell auch ein Anruf beim Vermieter der Ausrüstung.

Aushub hast du immer. Egal ob Schnecke, Ventilbohrer oder Kiespumpe.


Das Bohren beruht auf ein paar physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Das sollte man im Hinterkopf haben.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  06.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 05.11.2021!  Zum Bezugstext

Wie immer sensationell!!!

--> "Kiespumpe und Ventilbohrer arbeiten ähnlich. Beide funktionieren nur unter Wasser. Im trockenen Sand muss natürlich mächtig Wasser hinzugefügt werden." ### Sollte aber prinzipiell umsetzbar sein, oder? Ich habe ja vermutlich keine andere Wahl. Weitere Bohrungen im Rohr sind einfach zu uneffektiv. Vielleicht hast du ja noch einen anderen Ansatz?

--> "Meine Ausführungen mit der Wasserauflast beziehen sich auf die Arbeiten nach Anschnitt des Grundwasserleiters." ### ok, verstanden

--> "Grundsätzlich sollte eine Trockenbohrung möglichst zügig durchgebracht werden. Lange Standzeiten führen zu Schwergängigkeit der Rohre. Im trockenen Bereich noch zu verkraften, im Grundwasser sollte man Gas geben." ### Ok, dann Augen zu und durch. Es wird schon irgendwie gehen (müssen)

--> "Im Video zieht er ja teilweise am Stahlseil und am roten Nylonseil. Das ziehen am Stahlseil hebt die ganze Kiespumpe und lässt sie wie einen Ventilbohrer arbeiten. Allerdings füllt er zu keinem Zeitpunkt Wasser auf. Das kann nicht funktionieren." ### Zumindest weißt du jetzt, wie ich mir die Sache prinzipiell vorgestellt habe. Ich werde es natürlich mit ausreichend Wasser versuchen und hoffe, dass die Aktion letztendlich erfolgreich endet.

Wenn ich die Sache ruhig angehe, sollte es doch funktionieren. Meinst du nicht?

Ich glaube, im Video ist an keiner Stelle sein Aushub zu sehen. Vielleicht ist er ja mit seiner Erdbohrung bereits auf Grundwasser gestoßen?

Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  05.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 05.11.2021!  Zum Bezugstext

Kiespumpe und Ventilbohrer arbeiten ähnlich.
Beide funktionieren nur unter Wasser.
Im trockenen Sand muss natürlich mächtig Wasser hinzugefügt werden.

Meine Ausführungen mit der Wasserauflast beziehen sich auf die Arbeiten nach Anschnitt des Grundwasserleiters.

Grundsätzlich sollte eine Trockenbohrung möglichst zügig durchgebracht werden. Lange Standzeiten führen zu Schwergängigkeit der Rohre. Im trockenen Bereich noch zu verkraften, im Grundwasser sollte man Gas geben.

Kiespumpen werden im Profibereich aber eher selten eingesetzt. Der Kolben verschleißt schnell und eigentlich funktioniert sie nur im groben Kies besser als der Ventilbohrer. Allerdings braucht man für den Ventilbohrer ein Schlagwerk oder kräftige Arme.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kiespumpe


Im Video zieht er ja teilweise am Stahlseil und am roten Nylonseil. Das ziehen am Stahlseil hebt die ganze Kiespumpe und lässt sie wie einen Ventilbohrer arbeiten.
Allerdings füllt er zu keinem Zeitpunkt Wasser auf.
Das kann nicht funktionieren.

Jedes Kind wird beim graben am Strand feststellen, dass man nach Anschnitt des Wassers nicht mehr richtig tiefer kommt. Das Loch bricht lediglich zusammen und wird größer.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  05.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 04.11.2021!  Zum Bezugstext

Hallo,

--> "Es gibt einen Unterschied zwischen Kiespumpe und Ventilbohrer. Welches Gerät hast du? ### Ich habe eine Kiespumpe (108 mm) mit einen Klappe (Gummimembran) an der unteren Seite und einer Kolbenstange. --> siehe Anhang

--> "Grundsätzlich muss der Ventilbohrer immer komplett unter Wasser arbeiten." ### Ich vermute mal, dass du von einem anderen Gerät sprichst, als das, welches ich verwende?

--> "Und der Wasserspiegel im Rohr muss IMMER mindestens dem Grundwasserspiegel entsprechen. Ansonsten drückt dir der Überdruck Sand ins Rohr und du kommst nicht tiefer." ### Also IMMER mit ausreichend Wasser vorspülen, solange kein Grundwasser erreicht ist?

--> "Beim ausbauen des Ventilbohrers besonders zu beachten, da man ja Volumen rausnimmt." ### Ich habe mal auf YT wahllos ein Video zur Thematik rausgesucht. So in etwa stelle ich mir das vor --> Video: https://www.youtube.com/watch?v=EeyzkH3I5Q0 ### ab Minute 29:20 siehst du in etwa "meinen Plan" für die nächste Aktion. Nur aktuell noch ohne "eigenes" Grundwasser...

--> Allerdings gilt, je niedriger die Wasserauflast im Rohr, desto einfacher gehen sie tiefer. Am Bohrgerät fast egal, bei händischer Bohrung sicherlich relevant. ### OK

--> "Also büchsen und Rohre tiefer drücken. Dann Wasser ins Rohr pumpen und den Ventilbohrer ausbauen." ### Hier wollte ich eigentlich zunächst die Kiespumpe vorsichtig bis zum Grund ablassen/absenken, Tiefe markieren, dann wässern, anschließend Kiespumpe durch gleichmäßige Bewegungen (die Praxis wird es schon zeigen, welche Technik am Besten funktioniert) füllen und anschließend wieder mit der Seilwinde nach oben holen. Durch die Bewegung der Kiespumpe sollte sich das Rohr senken. Das ist zumindest die Theorie und meine große Hoffnung.


Über die Reaktivierung eines alten Brunnens hatten wir ja bereits gesprochen. Könnte ich mein angefangenes Projekt mit 7m Brunnenrohr auch "überwintern" lassen und im Frühjahr problemlos weiter machen? Oder könnte es dann, aus welchen Gründen auch immer, Schwierigkeiten geben? Hintergrund zu dieser Frage ist folgender. Ich habe mich gestern Abend beim Fussball an der Hand verletzt und weiß aktuell nicht, ob ich nächste Woche weitermachen kann. Demzufolge brauche ich einen Plan B für den Notfall.

Vielen Dank schon mal...


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  04.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 04.11.2021!  Zum Bezugstext

Naja, beim richtigen Trockenbohren hat man eine Seilmarkierung. Der Ventilbohrer läuft höchstens 20cm vor.
Steinchen und Kies sind natürlich doof.

Es gibt einen Unterschied zwischen Kiespumpe und Ventilbohrer. Welches Gerät hast du?

Grundsätzlich muss der Ventilbohrer immer komplett unter Wasser arbeiten.
Und der Wasserspiegel im Rohr muss IMMER mindestens dem Grundwasserspiegel entsprechen. Ansonsten drückt dir der Überdruck Sand ins Rohr und du kommst nicht tiefer. Beim ausbauen des Ventilbohrers besonders zu beachten, da man ja Volumen rausnimmt.

Allerdings gilt, je niedriger die Wasserauflast im Rohr, desto einfacher gehen sie tiefer. Am Bohrgerät fast egal, bei händischer Bohrung sicherlich relevant.


Also büchsen und Rohre tiefer drücken. Dann Wasser ins Rohr pumpen und den Ventilbohrer ausbauen.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  04.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 02.11.2021!  Zum Bezugstext

Update, die 2te:

Als ich gestern weitermachen wollte, hatte sich mein Bohrloch über Nacht um knapp einen halben Meter wieder zugesetzt. Also habe ich mit der Verrohrung begonnen. Also 0.75m Sumpfrohr, 2m Filterstrecke, dann Vollrohr. Nun habe ich mit dem anderen Bohrer das alte Niveau (ca. 7m) durch Bohren im Rohr wieder hergestellt. Das Ganze war natürlich sehr sehr "umständlich" und ging sehr langsam. Nun habe ich mich entschieden, wie von dir empfohlen, mit dem Kiesbohrer weiter zu machen. Leider musste ich wetterbedingt abbrechen und konnte demzufolge keine Tests mit dem neuen Verfahren machen.

Für meine nächste Aktion brauche ich nochmal deine Meinung.

1. Da ich ja noch nicht auf Wasser gestoßen bin, werde ich mit eigenem Wasser vorspülen müssen. Muss ich dabei noch auf etwas BESTIMMTES achten oder läuft es prinzipiell genau so? Spezielle Tipps?

2. Was mir noch etwas Sorge bereitet, ist, dass ich nicht gleich die Kiespumpe "versenke" oder diese sich unter dem Rohr (evtl. in einem Freiraum) verklemmt. Wie wahrscheinlich ist meine Sorge bzw. was kann ich tun, um den Supergau zu vermeiden?

DANKE
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  02.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gregor80 vom 02.11.2021!  Zum Bezugstext

Wenn du nicht mehr tiefer kommst, bricht das Bohrloch vermutlich zusammen. Eine Verrohrung macht Sinn. Vermutlich schneidest du auch gerade den Grundwasserspiegel an. Würde zum Altbrunnen passen.

Im Wasser ist mit der Schnecke eh Schluss. Ein Ventilbohrer ist gefragt.
Gregor80
(Mailadresse bestätigt)

  02.11.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 21.10.2021!  Zum Bezugstext

Hallo @Brunnenbaumeister, hier ein kurzes Update meines Projektes. Ich hatte in den letzten Wochen alles organisiert (Equipment & Material) und heute endlich anfangen können. Ich bin jetzt bei ca. 7m Tiefe. Davon habe ich heute mit dem Erdbohrer 4.50m ins Erdreich gebohrt. Ca. 2.50m waren ja bereits durch den Brunnenschacht vorhanden. Alles klappte soweit problemlos, "normaler" Sand und ab und zu kleinere Steine. Leider noch keine feuchten Segmente. Soviel zum aktuellen Stand... Morgen geht's weiter. Aber dafür brauche ich noch kurz einen Tipp zur praktischen Umsetzung.

Bei meiner heutigen Bohrung hatte ich beim letzten Meter den Eindruck, dass es nicht mehr so flutschte. Ich holte zwar immer eine komplette Ladung aus dem Loch, aber ich kam nur unwesentlich tiefer. Jedenfalls nicht so wie vorher. Da ich ja nicht sehe, wie es da unten aussieht, brauche ich mal deine Erfahrungswerte.

Wäre es jetzt vielleicht besser, nun bereits das Brunnenrohr Stück für Stück einzusetzen und anschließend im Rohr mit dem anderen Bohrer (mit Aufkantung) weiter zu bohren? Oder sollte ich mit dem ursprünglichen Bohrer weitermachen?

DANKE!
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  21.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 21.10.2021!  Zum Bezugstext

Exquisit. DANKE!!!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  21.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 20.10.2021!  Zum Bezugstext

Das ist der sogenannte Ruhewasserspiegel. Der pegelt sich eigentlich auch im verschlissensten Brunnen zügig ein.

Interessant ist ja, wie weit fällt der Wasserspiegel beim Pumpen und gibt es eventuell Durchrostungen?


Wenn du deinen gebohrten Brunnen hast, wirst du es besser verstehen. Da sieht man es nämlich, bzw. kann man es mittels Lichtlot messen.
Beim direkten saugen am Stahlrohr (wie beim Altbrunnen) natürlich nicht möglich.


Grundsätzlich kannst du deinen alten Brunnen natürlich nochmal versuchen anzupumpen. Vielleicht klappt es ja.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  20.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 08.10.2021!  Zum Bezugstext

Hallo mal wieder... Bei den Vorbereitungen zum geplanten Brunnenbohrprojekt habe ich seit langer Zeit mal wieder einen Blick in das aktuelle (alte) Brunnenrohr geworfen. Erstaunlicherweise war der Wasserspiegel konstant, ohne auch nur ein bisschen abgesackt zu sein.

Folgende Frage stellt sich aufgrund dieser Tatsache.

Ist der Brunnen eventuell doch noch nicht so extrem am Ende wie vermutet, wenn sich dort für so lange Zeit der Wasserspiegel hält? Also neu gebohrt wird auf jeden Fall. Aber es ist ja gut zu wissen, dass man noch einen Plan B hat, wenn etwas bei der Neubohrung schief geht. Vielleicht lag es ja tatsächlich doch an der ORPU...???

DANKE!!!
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  08.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 06.10.2021!  Zum Bezugstext

Strausberg ist sozusagen "um die Ecke".

--> "Ansonsten würde ich ausgiebig mit den Vermietern reden und mir alles erklären lassen. Aber das machst du ja ganz sicher." - Das war zumindest mein Plan. Die werden ja auch noch den einen oder anderen Tipp parat haben. Ich halte dich auf jeden Fall, ob nun noch dieses Jahr gebohrt wird oder erst im Frühjahr 2022, auf dem Laufenden.

Mir ist zumindest der generelle Ablauf ziemlich klar. Alles andere wird sich dann sicherlich ergeben.

DANKE und ein schönes WE
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  06.10.2021

Ich habe mal in Strausberg gebohrt. Da war relativ viel Sand im oberen Bereich. Das wars mit meiner Erfahrung im Märkisch Oderland.

Ansonsten würde ich ausgiebig mit den Vermietern reden und mir alles erklären lassen. Aber das machst du ja ganz sicher.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  03.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 03.10.2021!  Zum Bezugstext

--> "Ich habe zuletzt auch einen DN300 und DN400 Brunnen fertig gestellt. Die gehen vielleicht erst 2023-2025 oder noch später ans Netz. Überhaupt gar kein Problem. Manche alte Brunnen stehen 20 Jahre, bis sie wieder entdeckt werden vom neuen Käufer des Grundstücks." - Stimmt natürlich auch wieder, perfekt!

--> "Ich hatte bestimmt schon mal gefragt, aber willst du mir nochmal deinen Landkreis verraten? Vielleicht habe ich Kontakte in der Nähe, die dir bei Bedarf helfen können." - Landkreis Märkisch Oderland in Brandenburg

Ich habe gerade mal versucht, ob ich in den entsprechenden Karten des Bundeslandes (BB) etwas über die Bodenbeschaffenheit (Thematik Filter etc.) in den unteren Ebenen finde. Aber da steige ich bis dato noch nicht hinter. Nicht weiter wild, in ein paar Wochen bin ich, wenn alles klappt, etwas schlauer.

Hast du dir mal das Equipment angeguckt? Soweit ok, oder?

--> "Man glaubt es kaum, aber heute ist nicht nur Sonntag, sondern auch der Tag der Deutschen Einheit:)" - Sehr schön erkannt!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  03.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 03.10.2021!  Zum Bezugstext

Ich habe zuletzt auch einen DN300 und DN400 Brunnen fertig gestellt. Die gehen vielleicht erst 2023-2025 oder noch später ans Netz.
Überhaupt gar kein Problem.
Manche alte Brunnen stehen 20 Jahre, bis sie wieder entdeckt werden vom neuen Käufer des Grundstücks.


Ich hatte bestimmt schon mal gefragt, aber willst du mir nochmal deinen Landkreis verraten? Vielleicht habe ich Kontakte in der Nähe, die dir bei Bedarf helfen können.

Man glaubt es kaum, aber heute ist nicht nur Sonntag, sondern auch der Tag der Deutschen Einheit:)
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  03.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 03.10.2021!  Zum Bezugstext

--> "...Spülbohrung. Und mit "Chemie" waren Bentonit und CMC gemeint. Das braucht man (grob gesagt) zur Bohrlochstabilisierung." - Ja, ich glaube davon war die Rede.

Wie bereits erwähnt, versuche ich es erstmal mit der "einfachen" Version. Immer in der Hoffnung, dass nichts GRAVIERENDES dazwischen kommt. Das nötige Equipment kann ich leihen --> https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/brunnenbohrer-set-erdbohrer-zur-ausleihe/1762701190-87-3436

Wenn die Bohrung zum Erfolg führt und der Brunnen nach meiner Zufriedenheit klargespült wurde, hattest du ja gesagt, dass ich das Ganze über Winter ohne Bedenken so lassen kann. Dann könnte ich mir bis zum Frühjahr Gedanken über die Einbindung inkl. Pumpenkauf machen. Eigentlich optimal...

DANKE und noch einen schönen Sonntag
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  03.10.2021

Ich schätze mal der Brunnenbauer beim Nachbarn hat eine Spülbohrung gemacht. Und mit "Chemie" waren Bentonit und CMC gemeint. Das braucht man (grob gesagt) zur Bohrlochstabilisierung.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  03.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 02.10.2021!  Zum Bezugstext


--> "Dazu bedarf es aber an einiger Technik und Zubehör. Die Trockenbohrung gilt in Fachkreisen als bestes Bohrverfahren mit den besten Ergebnissen. Der Aufwand ist aber je nach Durchmesser und Tiefe enorm." - Diese Aussage trifft es eigentlich auf den Punkt. Der Aufwand wäre für meine Zwecke einfach zu groß. Deshalb gehe ich das "Risiko" ein und versuche es zunächst mit der aufgezeigten Methode. Getreu dem Motto "Wer nicht wagt...." und so weiter und so weiter. Im Netz findet man so einige Erfolgsgeschichten...

--> "Das reine Klarpumpen ist eine Sache. Das verträgt so ziemlich jede gute Pumpe. Wenn der Brunnen aber im Betrieb noch Sand mitbringt, ist das schwierig." - Natürlich absolut richtig! Aber hier könnte ich ja noch mit dem angesprochenen Feinsandfilter "nachbessern". Nicht optimal, aber denkbar/umsetzbar.

https://rat-und-tat.net/feinsand-filter-einbauen-saugstrecke-mit-feinsandfilter-selbst-herstellen/  --> so in etwa

Nun will ich mal stark hoffen, dass ich mit den entsprechenden Bodenverhältnissen etwas Glück habe und die geplante 0.3 Filterstrecke ausreicht. Ich muss mich nochmal bei meinen Nachbarn erkundigen, ob sie Näheres über die örtlichen Bodenschichten wissen bzw. wie es bei denen aussah, als dort neu gebohrt wurde. Auf jeden Fall wurde vom Brunnenbauer Filterkies verwendet. Auch war von irgendwelcher "Chemie" die Rede????

Na dann einen schönen Sonntag!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  02.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 02.10.2021!  Zum Bezugstext

Naja, das Verfahren mit "Arbeitsverrohrung" entspricht ja dem klassischen Trockenbohren.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bohrbrunnen

Dazu bedarf es aber an einiger Technik und Zubehör.
Die Trockenbohrung gilt in Fachkreisen als bestes Bohrverfahren mit den besten Ergebnissen.
Der Aufwand ist aber je nach Durchmesser und Tiefe enorm.

Das reine Klarpumpen ist eine Sache. Das verträgt so ziemlich jede gute Pumpe. Wenn der Brunnen aber im Betrieb noch Sand mitbringt, ist das schwierig.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  02.10.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 26.09.2021!  Zum Bezugstext

Hallo mal wieder...

--> "Und ohne Filterkies ist eine 0,3mm Schlitzung ratsam." - So dachte ich mir das auch. Über Quellton werde ich mich nochmal belesen. Ich denke aber, dass dies die wohl beste Variante sein wird.

--> "Ein so gebohrter Brunnen ist natürlich weit weg von ideal." - Da stimme ich dir natürlich zu. Aber basierend auf meiner Recherche hoffe ich, dass "meine" Variante ebenfalls problemlos, auch längerfristig, funktionieren wird. Natürlich betrachte ich das Ganze immer unter dem Aspekt Kosten/Nutzen.

--> "Vielleicht sollte man da erstmal eine günstige Pumpe einsetzen und schauen was passiert? Wäre natürlich verdammt ärgerlich, wenn man eine hochwertige Pumpe durch zB. zu viel Sand zerstört?" - Ich habe mir für meine alte ORPU einen günstigen Ersatzmotor (400V) organisiert. Werde diese Kombi demnächst vor Ort testen und die ORPU dann im Idealfall zum Klarspülen nutzen. Sollte eigentlich funktionieren, aber mal abwarten!

--> "Naja, ich bin da halt immer skeptisch. Ein vernünftiger (Garten)Brunnen muss in meinen Augen halt in ein gebohrtes Loch gestellt und mit Filterkies und Ton hinterfüllt werden." - Filterkies ist natürlich das Optimale. Zweifelsohne! Allerdings hoffe ich auf ideale Bodenverhältnisse im Bereich des Filterrohrs, sodass es letztendlich auch ohne Filterkies etc. funktioniert. Sollte mein Plan schief gehen, gibt es ja noch eine Art "Gewebefilter", der vorgesetzt werden kann. Sicherlich findet sich die Wahrheit erst beim (nach dem) Klarspülen. Gegebenenfalls muss ich dann nochmal an der einen oder anderen Stelle nachbessern.

Oftmals ist auch von einem Arbeitsrohr die Rede, welches nach Fertigstellung wieder gezogen wird. Was hältst du davon? Sinnvoll und zielführend?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  26.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 26.09.2021!  Zum Bezugstext

Wenn du direkt mit den Brunnenrohren bohren willst, fällt eine Schraubkappe ja aus. Da bleiben wohl nur Quellton oder Beton als Lösung. Und ohne Filterkies ist eine 0,3mm Schlitzung ratsam.

Ich würde mich da aber nochmal in entsprechenden Foren belesen. Bzw. gibt es da bestimmt passende Seiten mit viel Infos.


Ein so gebohrter Brunnen ist natürlich weit weg von ideal. Vielleicht sollte man da erstmal eine günstige Pumpe einsetzen und schauen was passiert? Wäre natürlich verdammt ärgerlich, wenn man eine hochwertige Pumpe durch zB. zu viel Sand zerstört?

Naja, ich bin da halt immer skeptisch. Ein vernünftiger (Garten)Brunnen muss in meinen Augen halt in ein gebohrtes Loch gestellt und mit Filterkies und Ton hinterfüllt werden. Da würde ich dann auch eine 1000€ Grundfos ohne Bedenken reinhängen.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  26.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 24.09.2021!  Zum Bezugstext

Wünsche einen schönen Sonntag "mein" Brunnenbaumeister.

--> "...Man kann also zB. den Franklin Motor mit jeder beliebigen Pumpe kombinieren." - OK, damit hat man ja dann einige Möglichkeiten.

--> "Grundfos - Premiumhersteller (800-1000€) - Grundfos hattest du schon erwähnt. Aber für meine Zwecke sind mir dann 1000 € etwas zu "sportlich". Ich hatte mich bei ca. 400-500 Euro eingepegelt. Allerdings weiß ich nicht, ob das bezüglich Kosten/Leistung realistisch ist. Da es sich ja "nur" um eine Datsche handelt, dachte ich, mit meiner preislichen Vorstellung wäre ich im soliden mittleren Sektor, welcher völlig ausreichend ist?

--> "Das Pumpen-Thema ist sehr schwierig. Auch in meinem eigentlichen Berufsfeld, der Trinkwasserversorgung." - Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Gerade aus diesem Grund war mir deine Meinung zum Pumpenkauf, als Einheit oder selber kombiniert (mit oder ohne Motor), sehr wichtig. Als Laie ist man bei diesem Thema und dem großen Angebot an Pumpen ziemlich "verloren". Da ist es schon nicht schlecht, wenn man jemanden hat, der diverse Erfahrungen hat. Am liebsten wäre mir eine komplette Pumpeneinheit mit Motor, 4" und 400 Volt, für max. 500 Euro. Und das Ganze sollte am Ende auch noch etwas taugen.

An dieser Stelle gleich noch 2 Fragen zu meinem Projekt.

1. Den Brunnenboden am Ende mit Quellton schließen, RICHTIG?
2. Welche Schlitzweite würdest du in meinem konkreten Falle (Waldboden) empfehlen? 0.3 ODER 0.5?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  24.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 22.09.2021!  Zum Bezugstext

Online ist das vermutlich etwas schwierig.
Aber jeder Pumpenhändler hat da so seine favorisierten Hersteller. Die Flanschverbindung zwischen Pumpe und Motor ist ja (im Profibereich) genormt. Man kann also zB. den Franklin Motor mit jeder beliebigen Pumpe kombinieren. Da gibt es zB. Pedrollo, Lowara, GPM, E-Tech aber auch deutsche wie KSB, Pleuger, Ritz, Oddesse, etc.
Viele Hersteller bieten ja sowieso eine komplette Einheit mit ihrem eigenen Motor an oder halt nur das Pumpenteil.

Online kann man Grundfos sehr gut kaufen. Das ist allerdings ein "Premiumhersteller" mit großem Marktanteil. Da musst du schon so mit 800-1000€ rechnen.

Das Pumpen-Thema ist sehr schwierig. Auch in meinem eigentlichen Berufsfeld, der Trinkwasserversorgung.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  22.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 20.09.2021!  Zum Bezugstext

Mit der 4" Pumpe und 400V Motor wäre dann ja wohl sehr naheliegend und die wahrscheinlich sinnvollste Anschaffung.

--> "Franklin Electric baut ganz gute Motoren und die sind weit verbreitet" - Und welche Pumpenhersteller nutzen diese Motoren konkret? Du hast ja sicherlich schon einige Pumpen/Modelle im Hinterkopf...

-->  "Motoren aus italienischer und chinesischer Hand bin ich mir nicht immer so sicher." - Auch hier bin ich deiner Meinung, ohne natürlich wirklich Ahnung geschweige denn Erfahrung davon zu haben. Das mag ja alles vom Preis stimmig sein und auch funktionieren. Aber mittelfristig gesehen... Da die Pumpe nun mal das Herzstück des entstehenden Systems ist, will ich da auch keinerlei Experimente wagen.

DANKE!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  20.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 19.09.2021!  Zum Bezugstext

Also ich würde auch zu einer 4" Pumpe mit 400V Motor tendieren. Franklin Electric baut ganz gute Motoren und die sind weit verbreitet bzw. kaufen viele Pumpenhersteller die Motoren zu
Das ist was solides. Bei den Motoren aus italienischer und chinesischer Hand bin ich mir nicht immer so sicher.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  19.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 17.09.2021!  Zum Bezugstext

Fantastisch...

1. --> "Du hast ja im Keller L1, L2, L3, N (Neutralleiter, muss nicht sein) und PE(Erde) anliegen.
L1-L3 werden je nach Bezug auch R, S, T und U, V, W genannt. Hast du bestimmt schon mal im Motor oder Motorschutz gelesen." - Ja, hab ich!

2. --> "Bei Verwendung einer 230V Pumpe, verwendest du von den drei Phasen nur eine Phase. Wie man das mit dem Neutralleiter und mit der Erdung regelt, kann später geklärt werden. Bzw. kommt ja vielleicht ein Elektriker." - Da komme ich bestimmt nochmal auf dich zurück.

3. --> "Der Condor-Druckschalter kann meines Wissens nach 1V bis 690V schalten. Der macht ja nur auf und zu." - Werde mir diese Problematik generell nochmal angucken. Ich habe ja den Condor MDR 5/5.

4. --> "Grundsätzlich gelten Drehstrommotoren(400V) aber als robuster. Das sollte man im Hinterkopf behalten." - Also wäre es doch in meinem Fall sinnvoll, sich nach einer soliden 4" Pumpe als 400 V-Variante umzuschauen, oder? Trotzdem ist es natürlich schön zu wissen, dass mit wenig Aufwand auch 220 V Pumpen eine Alternative wären.

Vielen Dank und noch einen schönen Sonntag!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  17.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 16.09.2021!  Zum Bezugstext

Grobe Erklärung

400V ist Dreiphasenwechselstrom und 230V ist Einphasenwechselstrom.

Eine Phase gegen Erde gemessen hat immer 230V(früher 220V).
Phase auf Phase gemessen hat 400V(früher 380V). Durch die Phasenverschiebung von jeweils 120° ergibt sich das so.


Du hast ja im Keller L1, L2, L3, N(Neutralleiter,muss nicht sein) und PE(Erde) anliegen.
L1-L3 werden je nach Bezug auch R, S, T und U, V, W genannt. Hast du bestimmt schonmal im Motor oder Motorschutz gelesen.


Bei Verwendung einer 230V Pumpe, verwendest du von den drei Phasen nur eine Phase. Wie man das mit dem Neutralleiter und mit der Erdung regelt, kann später geklärt werden. Bzw. kommt ja vielleicht ein Elektriker.

Der Condor-Druckschalter kann meines Wissens nach 1V bis 690V schalten. Der macht ja nur auf und zu.


Grundsätzlich gelten Drehstrommotoren(400V) aber als robuster. Das sollte man im Hinterkopf behalten.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  16.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 16.09.2021!  Zum Bezugstext

So in etwa hatte ich mir das auch gedacht. Allerdings würde ich behaupten, dass für meine Zwecke auch locker 3" reichen würden.

Ganz kurz noch mal eine Frage bezüglich 220V / 400V. Du hattest bereits erwähnt, dass es in meinem Fall (Druckschalter 400 V) egal ist, ob ich mir eine Tiefbrunnenpumpe mit 220V oder 400V zulege. Habe ich das richtig verstanden? Ich brauche also diesbezüglich nichts umbauen und kann das System auch mit einer 220V-Pumpe betreiben, ohne das diese Schaden nimmt? Ich dachte bis dato, dass ich bei einer 220V-Pumpe auch die Versorgung ändern müsste, da ansonsten die Pumpe durchbrennt...

DANKE
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  16.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 15.09.2021!  Zum Bezugstext



In DN80 passt eine 3" Pumpe und in DN100 eine 4" Pumpe. Aber verdammt knapp.
Eine 3" Pumpe in DN100 geht auch gut.
Für eine 4" Pumpe sollte es schon DN115 sein. Da hat man mehr Luft. Die günstigen Pumpen haben manchmal auch etwas Übermaß.

Grundsätzlich steigt die maximale Fördermenge mit dem Bohrdurchmesser. Also je größer, desto besser.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  15.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 15.09.2021!  Zum Bezugstext

Eine Frage stellt sich dann doch noch bei diesem zahlreichen Angebot an Pumpen.
Welche wesentliche Rolle spielt eigentlich die Zoll-Angabe, wenn man DN 115 nutzt? Bis dato kann ich nicht erkennen, welche Argumente bspw. für 3" oder 4" sprechen...
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  15.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 15.09.2021!  Zum Bezugstext

...einfach nur WAHNSINN!!!

1. --> "Klarpumpen kannst du im Prinzip mit jeder Pumpe. Für Saugpumpen(wie die Orpu) muss der Wasserspiegel natürlich hoch genug sein." - Ok, werde ich sehen, wenn es soweit ist.

2. --> "Schäden sollten bei der Pumpe nicht auftreten, sofern sie nicht extrem billig produziert wurde. - "Also könnte ich dafür auch die ORPU bzw. die neue Tiefenpumpe nehmen, ohne das diese durch das Klarspülen Schaden nehmen. Das wäre TOP, da ich mir nicht noch extra darüber Gedanken machen müsste

3. --> "Dein System kann bestehen bleiben. Dem Kessel und Druckschalter ist das egal wie die Pumpe heißt und wo sie herkommt. Ein 400V Druckschalter kann auch 230V schalten, deine Kabel können auch beides. Du hast also die freie Auswahl." - GENIAL! Ich habe also bei meinem System die freie Pumpenwahl bezüglich des anliegenden Stroms. Perfekt!
Ich war mir nur nicht sicher, ob die neuen Tiefenpumpen mit dem alten System (Kessel & Druckschalter) zusammen harmonieren. Das ich nun eigentlich "nur" die Pumpe wechseln muss und das System wieder läuft, ist natürlich optimal. Ok, mal abgesehen von der neuen Bohrung.... Diese wäre aber sowieso (irgendwann) fällig gewesen.

4. --> "Filterkies" - Von deiner Anmerkung und den Tricks etc. hatte ich gelesen. Werde meine Recherche diesbezüglich im Bedarfsfall noch mal intensivieren.

5. --> "Falscher Ansprechpartner" - Auch diese Aussage ehrt dich. Ich kann an dieser Stelle nur sagen "CHAPEAU!!!" Diese Hilfe ist nicht selbstverständlich.

Du hast mich jedenfalls mit deinem Fachwissen derartig motiviert, dass ich nun mein Projekt selber in Angriff nehmen werde. Fragt sich nur, ob noch in diesem Jahr oder Anfang des nächsten Jahres. Sicherlich wird sich noch die ein oder andere Frage beim Bohren ergeben, aber die grundlegende Richtung ist mir zumindest klar.

Ich werde an gegebener Stelle hier über meine Erfahrungen posten. Danke & weiter so!!!
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  15.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 15.09.2021!  Zum Bezugstext

Klarpumpen kannst du im Prinzip mit jeder Pumpe. Für Saugpumpen(wie die Orpu) muss der Wasserspiegel natürlich hoch genug sein.
Schäden sollten bei der Pumpe nicht auftreten, sofern sie nicht extrem billig produziert wurde. Die Orpu macht das locker.
Ich habe fürs Klarpumpen schon Ewigkeiten immer die drei gleichen Pumpen.

Dein System kann bestehen bleiben. Dem Kessel und Druckschalter ist das egal wie die Pumpe heißt und wo sie herkommt. Ein 400V Druckschalter kann auch 230V schalten, deine Kabel können auch beides. Du hast also die freie Auswahl.

Der Filterkies hält die feinsten Bestandteile zurück. Filterkies macht immer Sinn und hat nur Vorteile.
Man kann bei groben Boden auf ihn verzichten.
Dein Filterrohr hat ja Schlitze, und wenn der anstehende Sand da reinläuft, ist das natürlich doof. Die Schlitze gibt es nicht unendlich klein.
Musst du ausprobieren.
Hier und da gibt es sicher Tricks, wie Vlies oder Ähnliches. Da bin ich aber der falsche Ansprechpartner.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  15.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 14.09.2021!  Zum Bezugstext

Vielen Dank!

1. --> "2,5m Vorsprung sind schonmal gut..." - Das war auch meine Überlegung. Der Schacht sollte eigentlich nicht stören. Muss ich sehen, habe diesbezüglich ja keine Erfahrung. Wird schon irgendwie klappen.

2. --> "Filterkies ums Rohr" - Ich hatte gelesen, dass dies nicht so schlimm ist, da diese Funktion die "normale" Erdschicht rund um die Filterstrecke gewährleistet. RICHTIG?

3. --> "Klarpumpen" --> Könnte ich das Klarpumpen mit meiner (eventuell) reparierten ORPU umsetzen, sofern die Wassersäule hoch genug ist? Oder sollte ich es aufgrund der Kleinstteile lieber sein lassen?
ODER --> Da ich mir sowieso eine Tiefenpumpe zulegen werde, könnte ich ja bei der Anschaffung darauf achten, dass diese die angesprochenen Teilchen problemlos verträgt und ich damit klarspüle. Oder sieht der Experte noch eine andere Variante? Wie wäre dein Tipp für mich?

4. --> "Eine Unterwasserpumpe in Verbindung mit dem vorhandenen Kessel und Druckschalter wäre sicherlich am sinnvollsten" --> Hört sich zunächst mal nicht schlecht an. Ich könnte also mein bestehendes System mit Druckschalter und Kessel beibehalten? Einziger Unterschied wäre halt die Tiefenpumpe, alles andere bleibt so wie es ist. RICHTIG?
Ich müsste bei der Anschaffung nur darauf achten, dass die neue Pumpe für 400V ausgelegt ist. Und dann würde die Sache wie vorher funktionieren, so dass der Druckschalter bestimmt, wann die Tiefenpumpe ON bzw. OFF schaltet? Und die Komponenten (neue Pumpe vs. alter Kessel & Schalter) wären dann miteinander kompatibel?

Danke sagt KLAUS
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  14.09.2021

2,5m Vorsprung sind schonmal gut. Sofern dich der Schacht beim bohren nicht stört, ist alles OK(Sturzgefahr, etc.).
Mit einer Schnecke bis 2,50m bohren, wäre aber auch kein Drama.

Wenn du direkt mit den Brunnenrohren bohrst, bekommst du kein Filterkies ums Rohr.

Es spricht nichts dagegen den Brunnen dieses Jahr zu bohren. Dann aber vor der Winterpause auf jeden Fall noch klarpumpen.


Eine Unterwasserpumpe in Verbindung mit dem vorhandenen Kessel und Druckschalter wäre sicherlich am sinnvollsten. Vor allen Dingen wenn man bedenkt, dass der Motor der Orpu ja auch defekt ist.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  12.09.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 19.08.2021!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbauer & Co.,

ich hatte ja nun einige Zeit, um mir ein paar Gedanken bezüglich Brunnenbohrung zu machen. Demzufolge habe ich ziemlich viel über die Thematik gelesen und mir zahlreiche Videos angeguckt. Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich den neuen Brunnen zunächst selber (mit Hilfe von Freunden) versuchen/bohren werde.
Das benötigte Equipment kann ich mir in meiner Gegend problemlos ausleihen/mieten. Mich hat der Ehrgeiz gepackt! Sollte mein Vorhaben nicht funktionieren, kann ich mir ja immer noch professionelle Hilfe suchen.

Wie bereits angesprochen, möchte ich die Bohrung im vorhandenen Schacht (siehe Bilder) durchführen. Da ich mit ca. 15 m wesentlich tiefer bohren werde als es damals (ca. 8m) der Fall war, sollte es ja keine Probleme mit dem Wasser geben. Zumindest ist dies meine Hoffnung. Die schon vorhandenen Anschlüsse (Strom, PE) sowie eine Tiefe von ca. 2.5 m sprechen aus meiner Sicht für einen ersten Versuch im „alten“ Schacht. RICHTIG???

Ich werde zunächst bei den genannten 2.5 m mit einem Erdbohrer anfangen und dann, sobald die entsprechende Tiefe (Feuchtigkeit) erreicht ist, mit einer Kiespumpe weitermachen. Die blauen Brunnenrohre werden dann Stück für Stück nachgesetzt. Soweit die Theorie…

Zwischen dem alten Rohr und dem neuen Bohrloch liegen ca. 60 cm.

--> @Brunnenbaumeister: Auf die von dir angesprochene „Schutzverrohrung mit KG-Rohren“ wollte ich eigentlich, wenn es möglich ist, komplett verzichten.

--> „Ein vernünftiger Brunnen muss immer eine Filterkiespackung ums Filterrohr haben.“ Ist das bei meiner Variante überhaupt möglich? Dazu habe ich bis dato noch keine Info.

Dann noch 2 grundsätzliche Fragen zum Abschluss:

1. Kann ich das geplante Projekt noch in diesem Jahr umsetzen oder sollte ich bis nächstes Jahr im Frühling warten? Der neue Brunnen würde ja nach der Bohrung in diesem Jahr nicht mehr genutzt werden.

2. Derzeit existiert ja noch der Kessel mit Druckschalter und ORPU-Pumpe (400V). Würdest du weiterhin an diesem System festhalten? Meine Nachbarn haben das System (siehe Bild) ohne Kessel etc. umgesetzt und sind damit sehr zufrieden. Pro und Kontra?

DANKE sagt Klaus




Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  20.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 19.08.2021!  Zum Bezugstext

Melde mich, wenn ich wieder zurück bin. Ohne Laptop, nur mit Handy, ist das Schreiben ziemlich umständlich... Bis demnächst
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  19.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 19.08.2021!  Zum Bezugstext

Die Frage ist, lohnt sich der Kauf von Bohr-Equipment für einen einzigen Brunnen? Ich denke eher nicht. Und funktioniert das Zeug von Ebay und co überhaupt zuverlässig?

Heutzutage werden Gartenbrunnen eigentlich fast immer gespült. Für den Profi ist das einfacher, für den Laien vielleicht etwas komplizierter.
Spülbohren im Schacht ist aber verdammt schwierig.

Ansonsten gibt es noch das Trockenbohren. Dieses Prinzip ist einfacher zu verstehen und es verzeiht mehr Fehler. Aber es ist Manneskraft gefragt, du hast ja kein Bohrgerät dafür.
Aber dieses ganze rumgespiele mit den KG-Rohren als Schutzverrohrung und was man alles so liest im Internet ist in meinen Augen Blödsinn. Das mag alles eine Zeit lang funktionieren, aber es ist nicht das gelbe vom Ei.

Ein vernünftiger Brunnen muss immer eine Filterkiespackung ums Filterrohr haben.
Wenn ich natürlich ordentlich Grobsand oder gar Kiese anstehen habe, komme ich auch ohne Filterkies klar. Zumindest für einen Gartenbrunnen.


Ich vermute mal einen simple Kreiselpumpe oder eine Orpu SK32 würden mit dem 15m Brunnen klarkommen, da hoher Wasserspiegel.

Ansonsten sollte man für eine U-Pumpe im mittleren Preissegment 300€ einplanen. Die namenhaften Hersteller verlangen natürlich mehr. Da bist du ab 600€ dabei.
Ich empfehle immer die Grundfos SQ 2-55 und die SP2A-13. Damit habe ich gute Erfahrungen gesammelt.
Italienische Pumpen mit Motor von Franklin Electric laufen aber auch top.
"Mittlerweile" lässt Franklin sogar Pumpen in Italien fertigen und verkauft sie als Komplettpaket unter den Namen E-Tech. Ob der normale Bürger da ran kommt, weiß ich nicht.

Der Haken ist eigentlich fast immer der Motor. Wenn was kaputt geht, dann eigentlich immer der Motor.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  19.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 18.08.2021!  Zum Bezugstext

Wahnsinn!!!

1. "Man hat nur mehr Reserven, weil man tiefer absenken kann" --> Also macht es durchaus Sinn, vorab schon mal tiefer zu bohren.

2. "....das Brunnenbohren ist auch nicht immer einfach. Nur weil der Nachbarsbrunnen 15m tief ist und super läuft, muss das bei dir nicht ebenso sein." --> Ich denke, dass kann man verstehen.

3. "Bohrst du am selben Standort, aber tiefer, ist alles im Lot. Wichtig ist, dass das neue Filterrohr im sauberen/jungfräulichen Sand steht." --> Also spricht zunächst mal nichts gegen meinen Plan, im selben Schacht zu bohren, eben nur tiefer? Das hätte für mich einige Vorteile.

- Strom liegt bereits an.
- ...ebenfalls das PE für die spätere Kopplung mit dem alten System im Bungalow --> Welchen Durchmesser sollte das PE hier mindestens haben?
- eine solide (massive) Einfassung durch die Brunnenringe des Schachtes wäre bereits vorhanden
- man wäre bereits einige Meter im Erdreich und hätte, zumindest theoretisch, einige Schwierigkeiten durch "schwere" Erdschichten vermieden.
- Platz & Zugängigkeit --> Man kommt an dieser Stelle ziemlich gut ran. Zumindest wenn man die alte Stelle mit anderen Optionen vergleicht.

OK, alle offensichtlichen Vorteile nutzen nichts, wenn die Neubohrung nicht zum gewünschten Ziel führt. Das kann an einer anderen Stelle allerdings auch passieren.

4. "Die gleiche Tiefe, aber etwas Abstand zum Altbrunnen, sind auch eine Option. Dann kann man den Altbrunnen vielleicht auch noch als Wasserversorgung zum Bohren benutzen. Egal wie man das anstellt, beim Bohren braucht man immer Wasser. Beim schlagen im Gegenzug nicht." --> Schon mal nicht schlecht!

5. "...Gedanken über die beste Pumpe machen" --> Sollte ich das Projekt tatsächlich selber in Angriff nehmen, wollte ich mich vorab schon mal mit infrage kommenden Modellen (Vor- und Nachteile) beschäftigen. Wenn Experten den Brunnen bohren, werden diese in ihrem Komplettpreis ja sicherlich nicht eine absolute TOP-Pumpe einbauen.

6. "...Innendurchmesser von 100mm(4") oder noch besser 115mm(4,5") zu verwenden" --> Diese Infos meine ich. Einfach goldwert!

7. "...2000€ Netto für 15m sind durchaus normal. Aktuell sind die Rohstoffpreise auch deutlich gestiegen und die Auftragsbücher voll." --> Stolzer Preis, aber dann ist das so! Preis & Auftragsbücher sprechen natürlich für Eigeninitiative. Was soll passieren? Meine Ersteinschätzung (als LAIE!) kennst du ja. Durchaus erfolgreich umsetzbar, wenn...

- Zeit & Mut
- gutes Equipment
- und einige, aber wesentliche Tipps/Hinweise des Brunnenbaumeisters

die Grundlage bilden. Natürlich müsste ich mir vorab noch einiges Wissen aneignen. Auch das Gefühl, die Sache selber realisiert zu haben, muss doch am Ende sensationell sein. Kennst du aufgrund deiner langjährigen Erfahrung gute Anleitungen, Tutorials, Videos etc., mit denen man sich beschäftigen sollte und DIE auch am Ende weiterhelfen? Eine Art "step by step" - Anleitung... (siehe Bild)

Wie ist deine Meinung/Erfahrung bezüglich der zahlreich im Netz angebotenen Brunnenbau-Sets? Vorausgesetzt die Qualität ist stimmig?

Sooooo, geschätzter Brunnenbauer. Ich habe nun "urlaubsbedingt" einige Tage Zeit, mir mal über das Thema NEUBRUNNEN Gedanken zu machen....


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  18.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 18.08.2021!  Zum Bezugstext

Kurz zur Info...

Wasser bzw. Grundwasser gibts nur im Sand und Kies. Also zumindest auf Lockergestein bezogen.

Ich schätze mal der erste Wasserleiter geht bei euch von 5m bis 15m. Dein Brunnen ist halt nur 8m tief, weil nicht mehr ging(Reibung zu groß) oder weil die Leute keine Lust mehr hatten. Oder weil sie es nicht besser wussten.
Das Wasser bei 13m oder 15m ist aber im Prinzip das gleiche. Man hat nur mehr Reserven, weil man tiefer absenken kann.
Jeder Wasserleiter hat einen Ruhewasserspiegel. Und zwar unabhängig von der Tiefe. Also dein 8m Brunnen hat den gleichen Ruhewasserspiegel wie Nachbars 15m Brunnen. Und deshalb funktioniert eine Kreiselpumpe in beiden Fällen. Der Ruhewasserspiegel ist auch unabhängig von der Tiefe des Wasserleiters. Es gibt Brunnen mit 200m oder 500m Tiefe, da steht das Wasser trotzdem bei 7m im Rohr.
Und jener Ruhewasserspiegel senkt sich beim Pumpen abhängig von der Bauart und vom anstehenden Sand ab. Je grober der Sand, desto mehr Wasser strömt zu und desto weniger Absenkung.

Ob der Sand tatsächlich von zB. 5m an durchgeht bis 15m oder 20m muss man beim Bohren feststellen. Wenn jetzt zB. von 8m bis 11m nochmal ein Stauer(Ton, Lehm, Schluff, Mergel) kommt, sieht das wieder etwas anders aus.
Das Brunnenbohren ist auch nicht immer einfach. Nur weil der Nachbarsbrunnen 15m tief ist und super läuft, muss das bei dir nicht ebenso sein.



Bohrst du am selben Standort, aber tiefer, ist alles im Lot. Wichtig ist, dass das neue Filterrohr im sauberen/jungfräulichen Sand steht.

Die gleiche Tiefe, aber etwas Abstand zum Altbrunnen, sind auch eine Option. Dann kann man den Altbrunnen vielleicht auch noch als Wasserversorgung zum Bohren benutzen. Egal wie man das anstellt, beim Bohren braucht man immer Wasser. Beim schlagen im Gegenzug nicht.

Ist der Brunnen fertig, wird er klargepumpt und man kann sich abhängig vom tatsächlichen Wasserspiegel Gedanken über die beste Pumpe machen. Alles hat Vor- und Nachteile.

Grundsätzlich sollte man heutzutage immer versuchen Rohre mit einem Innendurchmesser von 100mm(4") oder noch besser 115mm(4,5") zu verwenden. Dann hat man mehr Möglichkeiten. Auch DN100 und DN115 genannt.
Das geschlitzte Filterrohr sollte grob gesagt 2m-4m lang sein. Das reicht für einen Gartenbrunnen. Und bitte nur richtiges Brunnenrohr verwenden. KG- Rohr und co. sind einfach Pfusch.

Im Raum Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen sollte der Meter wohl so bei 100-150€ Netto liegen. Also 2000€ Netto für 15m sind durchaus normal. Aktuell sind die Rohstoffpreise auch deutlich gestiegen und die Auftragsbücher voll.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  18.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 17.08.2021!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbauer,

dass sind doch klare Worte eines Spezialisten, mit denen ich sehr gut leben kann. Ich muss gerade etwas schmunzeln, da ich, unabhängig von deinem Feedback, bereits eine Neubohrung im Hinterkopf hatte. Aufgrund der letzten Jahre sehe ich die Sache genau so wie du. Und selbst wenn es der Brunnen noch bringen würde, wären früher oder später neue/alte Probleme vorprogrammiert. Den Rest der Saison kann ich den Wassernotstand (auch ohne Pumpe) kompensieren.
Da ich die Problematik sehr interessant finde und auch gerne diverse Projekte selber realisiere, hoffe ich weiterhin auf deinen tollen Support. Glücklicherweise konnte ich in der Vergangenheit schon eine Menge von dir lernen.

Um nun mittelfristig die Neubohrung zu planen, würde mich vorab mal deine Meinung zu den folgenden Fragen interessieren. Über ein paar nützliche Ansätze/Tipps wäre ich, wie du dir sicher vorstellen kannst, sehr sehr dankbar.

1. Zu einer geeigneten Stelle für den neuen Brunnen hattest du dich ja bereits geäußert. Trotzdem nochmal kurz dazu ein Gedanke. Ich habe auf dem Grundstück nur sehr wenig Platz, so dass sich nicht sehr viele Möglichkeiten bieten. Der jetzige Brunnen hat eine Tiefe von ca. 7-8 Meter. Meine (nicht direkten) Nachbarn haben bereits letztes Jahr neu auf 15 m gebohrt. Deren Pumpe hängt bei ca. 12 m und läuft seitdem problemlos. Also werde ich mit meinem neuen Brunnen mindestens 5 Meter tiefer bohren müssen als meine Vorgänger in den Siebzigern. Kann man aufgrund dieser Tatsache nicht doch einen Versuch im alten Schacht starten oder würdest du GRUNDSÄTZLICH davon abraten?

2. Die angesprochenen Nachbarn haben damals komplett (inkl. Pumpe etc.) 2200 Euro hingeblättert. Die Pumpe ist irgend ein italienisches Modell!?!!?? Hmmmm... Von einem anderen Nachbarn weiß ich, dass diese Brunnen-Crew mittlerweile 2700 Euro nimmt. Finde ich persönlich ganz schön "sportlich", wenn ich ehrlich bin. Habe mir demzufolge mal die ersten Infos (Videos, Lektüre etc.) besorgt, um einen groben Überblick zu bekommen, mich sozusagen mal oberflächlich in die Materie eingearbeitet. Aktuell bin ich der Meinung, dass man dieses Projekt durchaus alleine stemmen könnte, das richtige Equipment und die nötige Einstellung zuzüglich einiger Tipps vorausgesetzt. Wie siehst du das als Experte? Grobe (große) Technik fällt ja aufgrund von Platzmangel sowieso aus.

3. Beim neuen System reden wir ja sicherlich von einer Tiefenpumpe (220 V) ohne Kessel etc... Welche Pumpe würdest du mir empfehlen? Oder zumindest welches Preissegment sollte man für eine vernünftige Pumpe wählen. Die jährlichen Betriebsstunden der Anlage halten sich ja bekanntermaßen im Rahmen.

Wäre wirklich toll, wenn du mir zu diesen Fragen mit Rat & Tat zur Seite stehen würdest.

DANKE!!! Und noch einen schönen Abend.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 17.08.2021!  Zum Bezugstext

Wie gesagt, ich empfehle einen neuen Brunnen und dann eine neue Pumpenanlage.
Letztes Jahr ist die langjährig funktionierende Orpu ausgestiegen. Jetzt der generalüberholte Ersatz. Du hattest auch Probleme mit dem Ansaugen letztes Jahr.

Ich vermute, dass am Brunnen was nicht stimmt. So ein Schlagbrunnen ist nach 40 Jahren nunmal am Ende.

Für den Rest des Jahres würde ich eine günstige Baumarktpumpe einbauen und wenn der neue Brunnen dann fertig ist muss was Gutes her und die Baumarktpumpe wird verkauft.
Wenn sie denn überhaupt funktioniert.


Wenn du die generalüberholte Orpu damals beim vertrauenswürdigen Händler gekauft hast, könnte man vielleicht den Versuch mit einem neuen Motor starten.
Bei diesem ganzen gebrauchten Kram von Ebay bin ich immer sehr skeptisch. Du steckst Mühe und Geld rein und es funktioniert vielleicht nicht.

Grundsätzlich ist die SK32 eine sehr geile Pumpe. Besonders die SK32-3 ist top, da mehr Druck. Aber sie ist natürlich ziemlich teuer. Egal ob 2 oder 3 stufig.

Für den Preis eines neuen Motors, bekommst du ja woanders eine gute komplette Kreiselpumpe.

https://www.pumpendiscounter.de/ReigaGbR-p14984h1559s1571-IBO-HP-1500-INOX-Kre.html

Aber Geld für eine neue Pumpe ausgeben und sie durch den schlecht laufenden Brunnen zu ruinieren ist keine Option.


Wenn, dann einen gut aussehenden gebrauchten Ersatzmotor für max. 100€. Der im Link sieht erstmal ganz gut aus.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 17.08.2021!  Zum Bezugstext

So falsch liegst du gar nicht. Die "Kellervariante" war die ALTE.

Aktuell:
========
Die ORPU steht im Schacht, von wo sie das Wasser (vermutlich ca. 7-8 Meter) ansaugt, und über ein PE in den Kessel (steht im Keller) drückt. Am Kessel befindet sich noch ein neuer Druckschalter von Condor, dem dann noch der altbekannte MSS vorgeschaltet ist.

Wie schon erwähnt, brauche ich jetzt eine solide Lösung. Betriebsstunden/Jahr liegen bei max. 100 Stunden

Hier habe ich bspw. einen passenden Motor (neu) gefunden --> https://www.pumpe24.de/motor-1-5kw-flanschanschluss-b14.html

Und hier z.B ein weiterer gebrauchter --> https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/motor-380v-1-1kw-kreiselpumpe-orpu/1809444756-84-2404

...und hier eine weitere Kombi --> https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/kreiselpumpe-seitenkanalpumpe-orpu-sk-32-2-4m-h-1-1kw/1842831923-84-1969
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 17.08.2021!  Zum Bezugstext

Die Kupplung hat eine Schraube an der Seite. Wenn die draußen ist, kann man die Kupplung mit etwas Glück händisch runterziehen. Eventuell mit einem Schraubenzieher etwas hebeln.
Mit Pech brauchst du einen Abzieher.

Nur für mich zum Verständnis. Die Pumpe ist normalerweise im Keller auf dem verzinkten Druckkessel montiert? Und die Saugleitung geht durch die Wand in den Boden. Und mehr gibt es nicht zu sehen?

Ich war zwischenzeitlich auf dem falschen Dampfer und dachte die Orpu steht im Brunnenschacht und drückt das Wasser in den Keller zum Kessel.
Weil auf einem Foto sieht man Kies im Hintergrund...


Ich gehe davon aus, du willst die Datsche noch lange halten?
Dann würde ich einen neuen Brunnen mit Brunnenschacht für Wartungsarbeiten und neuer Pumpe im Keller empfehlen.
Das kostet natürlich erstmal mächtig Asche, ist aber auf lange Sicht die richtige Entscheidung.

Dann kann man eine Marken Kreiselpumpe mit 400V auf dem vorhandenen Kessel montieren. Mit neuer Saugleitung, neuen Druck- und Motorschutzschalter usw.

Dann hast du wirklich endlich mal Ruhe.



Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  17.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 16.08.2021!  Zum Bezugstext

Hallo Brunnenbaumeister,

1. --> "Wäre natürlich auch besser gewesen, du hättest vor dem Test die drei Phasen geprüft, aber das ist jetzt zu spät." --> Das hatte ich in meiner ersten Enttäuschung vergessen, zu erwähnen. Ich hatte deinen Tipp befolgt und vorab im Schacht gemessen. Es war alles so, wie es sein sollte!

2. --> "Ich dachte du hast noch einen Motor von einer baugleichen Pumpe?" --> Absolut richtig! ABER... Damals lief die Pumpe trocken, ohne dass es jemand bemerkte. Nun ist die Welle komplett fest. Hatte damals beide Komponenten getrennt, aber es lässt sich nichts bewegen. Jetzt gehe ich mal davon aus, dass der Motor ebenfalls Schrott ist. Apropos Motor. Wie bekommt man eigentlich das "Rädchen" (siehe Bild) von der Welle? Spezialwerkzeug (Abzieher)?

3. --> "Ansonsten ist das natürlich eine unheimlich schwierige Entscheidung." --> Genau das ist mein Problem. Deshalb brauche ich dringend eure Hilfe bezüglich einer Empfehlung für eine neue Pumpe, um eine finale Entscheidung zu treffen.

4 Varianten stehen zur Auswahl:

a) Ich besorge via BAY eine komplett regenerierte ORPU mit Motor. --> Beispiel: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/kreiselpumpe-seitenkanalpumpe-orpu-sk-32-2-4m-h-1-1kw/1842831923-84-1969

b) Analog dazu nur den Motor - Beispiel: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/sk32-orpu-motor-1-5kw-wasserpumpe-gartenberegnung/1813964539-87-17854

c) Kauf eines neuen Motors. Hier nur ein Beispiel --> https://www.amazon.de/Drehstrommotor-3-phas-Elektromotor-Kompressor-Asynchronmotor/dp/B07PBGKXLG/ref=sr_1_7?__mk_de_DE=ÅMÅˇÕŃ&dchild=1&keywords=drehstrommotor+1,5+kw+400v&qid=1629186972&s=diy&sr=1-7

Auf welche Leistungsdaten sollte man achten? 1,5 kW, 400 V etc... WAS wäre noch wichtig?

d) Ich schaffe mir, basierend auf deiner Empfehlung/Erfahrung, eine neue Pumpe an.

Das dies natürlich aus der Ferne sehr schwer einzuschätzen ist, versteht sich von selbst. Entscheiden muss ich am Ende sowie selbst. Trotzdem würde mich die Meinung eines ausgewiesenen Fachmanns interessieren.

DANKE!!!


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  16.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 16.08.2021!  Zum Bezugstext

Bevor du irgend etwas unternimmst, bau die Pumpe aus, schalte den Strom ein und prüfe ob du auf allen drei Phasen im Schacht Strom hast. Nur um sicher zu gehen, dass bei der Aktion nichts anderes kaputt gegangen ist.
Ich habe mir bei ähnlichen Versuchen aus Dummheit schonmal einen weiteren Motor ruiniert, weil plötzlich eine Phase fehlte.

Wäre natürlich auch besser gewesen, du hättest vor dem Test die drei Phasen geprüft, aber das ist jetzt zu spät.


Ich dachte du hast noch einen Motor von einer baugleichen Pumpe?


Ansonsten ist das natürlich eine unheimlich schwierige Entscheidung. Aus der Ferne lässt sich nicht beurteilen, in welchem Zustand die Pumpe ist(Wellenabdichtung/Laufräder) und ob sich ein neuer Motor lohnt.
Ein gebrauchter Motor kann natürlich auch schon eine Macke haben.

Neu wickeln lassen lohnt sich bei solch kleinen Motoren nicht. Das fällt also aus.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  16.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 15.08.2021!  Zum Bezugstext

Hallo meine geschätzten Helfer!

Heute war ich vor Ort, um die angesprochenen Tests zu machen. Zunächst mal klemmte ich die Pumpe an das Netz und drehte das Rädchen im MSS etwas höher. Anschließend Schalter für einen kurzen Probelauf auf ON. Bereits nach ca. 5 Sekunden fing der Motor an zu qualmen, ohne das der MSS auslöste. Schalter sofort AUS. Also war es am Ende doch der Motor, der den Fehler auslöste. Somit hatten sich alle weiteren Versuche erübrigt. Aber ok, weiter geht's. Nun brauche ich von den Experten einen Tipp, wie ich die Angelegenheit wieder zum Laufen bringe, also eine solide Kosten-Nutzen-Variante. Über eure Einschätzung wäre ich sehr dankbar. Folgende Optionen fallen mir ein:

A) Ersatzmotor / Reparatur
==========================
A1: Ich  könnte eventuell in der BAY einen gebrauchten Ersatzmotor (siehe Fotos) für 75-100 Euro beschaffen. Macht diese Investition Sinn?
A2: Wie sieht es mit einem passenden neuen Ersatzmotor aus? Wenn ja, was könntet ihr mir empfehlen?
A3: Die Reparatur des jetzigen Motors macht sicherlich wenig Sinn?

B) Regenerierte ORPU
====================
Es werden zahlreiche ORPU-Pumpen (inkl. Motor) angeboten, welche komplett überarbeitet wurden. Sinnvoll?

C) Neue Pumpe
=============
Oder sollte ich über die Anschaffung einer komplett neuen Pumpe nachdenken? In meinem Fall reden wir von max. 100 Betriebsstunden pro Jahr. Das bereits verbaute System mit MMS, Druckschalter und Kessel würde ich gerne weiter verwenden, ist aber natürlich kein MUSS. In diesem Fall suche ich ein solides Produkt, was man ohne weiteres empfehlen kann. Bei meinen Nachbarn wurde vor 2 Jahren bspw. folgende Pumpe verbaut, welche, zumindest bis zum heutigen Tage problemlos läuft.

--> https://www.1a-pumpen.de/db/ebara-jexm-120-garten/

Ok, diese hat 230V... Aber so etwas wird es ja auch für meine Zwecke geben!?!?!?

Zusammengefasst kommt man zu der Frage. Was würdet ihr nun an meiner Stelle, basierend auf den bekannten Gegebenheiten, tun?

DANKE!!!!


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  15.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 15.08.2021!  Zum Bezugstext

Man könnte die Kontakte mit einer feinen Messing-Drahtbürste reinigen und die Muttern und U-Scheiben ersetzen. Eventuell die Kontakte vorsichtig uns sparsam mit Kontaktspray konservieren. Aber nicht alles einjauchen. Das gibt gerne mal einen Kurzschluss.


Von der Sache her ist die Orpu SK32 eine gute Pumpe. Die Seitenkanal-Technik hat schon gewisse Vorteile. Ich würde sie erhalten, wenn möglich.

Ansonsten kommt eine solo Kreiselpumpe in Frage. Kessel und Druckschalter hast du ja schon.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  15.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 13.08.2021!  Zum Bezugstext

Sehr beeindruckend! Ich werde kommende Woche (vielleicht schon morgen) wieder vor Ort sein und dann die Messungen nacheinander durchführen. Melde mich dann mit den Ergebnissen.

Achso... Gleich nochmal 2 Fragen ;-)

1. Die "Elekroeinheit" (Kasten/Klemmleiste) der ORPU sieht ja schon arg mitgenommen (Rost) aus. Was würde der Experte bezüglich Erneuerung/Restaurierung vorschlagen, vorausgesetzt der Motor funktioniert?

2. Im Falle eines Motorschadens stellt sich die Frage, was die sinnvollste Alternative wäre. "Nur" ein neuer Motor oder die komplette Pumpe? Welche Modelle kommen infrage?

DANKE und noch einen schönen Sonntag.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  13.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 13.08.2021!  Zum Bezugstext

Am Motor kannst du mit deinem Messgerät(Duspol) nichts messen.

Ich dachte zu Anfang die Pumpe sei noch installiert. Ohne Pumpe ist es aber noch viel einfacher, weil der MSS nicht auslösen kann.
Schritt 1 wäre jetzt die Kontrolle ob im Brunnenschacht alle drei Phasen vorhanden sind. Also mit deinem Messgerät zwischen Erdung und jeder Phase die Spannung messen. Das müssen 230V sein. Oder halt 400V unter den einzelnen Phasen(über Kreuz messen).

Ist soweit alles OK, kannst du wie gesagt mittels Lüsterklemmen den MSS umgehen. Dann läuft der Motor erstmal.
Sollte ein Wicklungsschaden vorliegen, wird der Motor sich rasch erwärmen. Mit Pech brennt er durch. Aber wenn das so ist, muss man nicht traurig sein. Hätte man mitels Messgerät den Motor geprüft, wäre er sowieso in den Schrott gegangen.

Wenn die Pumpe läuft, am besten die Wasserhähne auf drehen, damit sie nicht abschaltet und den Motor regelmäßig anfassen und schauen ob er warm wird. Ist alles nach 20min noch in Ordnung, tippe ich auf den Motorschutzschalter. Dann einen neuen installieren, vorher aber sicherheitshalber noch die Stromaufnahme messen(lassen).

Klar kannst du den MSS gleich ersetzten. Aber wenn der Motor doch defekt ist und du dich für ein anderes Pumpen-Modell entscheidest, ist er eventuell nutzlos. Wenn du einen neuen 1,1kW Motor montierst, bringt er natürlich wieder was.

Das wären so meine Schritte. Klar könnte man das mit einer Stromzange abkürzen. Ich habe diese hier:

https://www.amazon.de/dp/B00203DVHE/ref=cm_sw_r_cp_apa_glt_i_JNDSGR7KSTP3J845ZH12

Kostet natürlich erstmal. Wenn man Spaß am basteln hat, lohnt das. Wenn auch "verboten", weil kein Fachmann.
Wenn man kostengünstig reparieren will, lohnt das eben nicht.

Mit dieser Zange kann man Stromaufnahmen einzelner Adern messen. Also auch alle drei Phasen einzeln. Ein ganzes Kabel geht nicht.
Die Phasen müssen in etwa die gleiche Stromaufnahme haben. Wenn du zweimal 2,5A und einmal 4A misst, ist was faul.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  13.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.08.2021!  Zum Bezugstext

Absoluter Wahnsinn Claus & Brunnenbaumeister. Unbeschreiblicher Support! VIELEN VIELEN DANK! Wiederum tolle Ansätze, die ich kommende Woche testen werde. So langsam fängt es an, "Spaß" zu machen. Doch nun "Step by Step" zu den Fragen etc.

1. Brunnenbaumeister --> "Phasen solltest du sicherheitshalber nochmal an der Pumpe messen (Messspitzen auf Stehbolzen)" - Da der Aufwand sehr gering ist, werde ich die Pumpe nochmal ans System anklemmen und mit MMS betreiben. Mit einem 2. Mann sollte es möglich sein, die Phasen der Pumpe zu messen. Wenn der Schalter vorher auslöst, wird er wieder auf ON gestellt und weiter geht es. Sollten jeweils 400 V anliegen, deutet vieles auf einen Motordefekt hin, richtig?

1A) Ich habe irgendwo gelesen (oder auf YT gesehen), dass man die einzelnen Phasen (U V W-Bezeichnung) an der Pumpe auch mit MASSE messen kann. Also eine Spitze auf Phase und die andere auf Masse o.ä. Hierbei sollten jeweils 220 V anliegen. Stimmt das und macht dies auch in meinem Falle Sinn?

1B) Wie sieht es mit der Gegenseite X Y Z (Klemmleiste der ORPU) aus? Dort wo die Brücken sitzen. Ebenfalls messen? Oder handelt es sich hierbei um die bereits angesprochene Stromaufnahme, Stichwort Messzange?

Mein aktuelles Messgerät habe ich mal angehängt.


2. Brunnenbaumeister --> "Typenschild" --> Dieses konnte ich an meiner Pumpe leider nicht finden. Meine alte ORPU hat solch ein Schild, die aktuelle nicht. Suboptimal!

3. Brunnenbaumeister --> "weißes Rädchen" --> Ich konnte nur, unter Vorbehalt (sehr schwer erkennbar), eine 10 erkennen. Dazu einen schmalen roten Streifen und einen fetten roten Streifen. Diese Streifen ersetzen sicherlich die genannten Zahlen bezüglich der Spannweite. Ohne es aktuell genau zu wissen, würde ich behaupten, dass der MSS derzeit bereits auf (fast) max. steht. Diese Sache werde ich nochmal genauer betrachten, wenn ich das System ohne MMS überbrücke (siehe Punkt xxx).

4. Claus & Brunnenbaumeister --> "MMS umgehen" --> Auch das werde ich durchaus in Erwägung ziehen. Dann kann ich mir gleich nochmal den MSS genauer angucken. Solange die Hauptsicherungen raus sind, kann ja nicht viel passieren. Ein guter Kumpel meinte, dass Gummihandschuhe immer einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt darstellen. Will ja die Pumpe nicht auf Dauerbetrieb schalten, sondern nur kurz testen.

5. Claus --> "Zangenstrommesser" --> So etwas werde ich schon irgendwo auftreiben. Vielleicht finde ich ja doch noch einen fähigen Elektriker. Ich bin mir aber absolut sicher, dass ich mit eurer phänomenalen Hilfe das Problem sukzessive gelöst bekomme. Nach meinem nächsten Besuch vor Ort, werde ich euch die Ergebnisse mitteilen. Dann sehen wir weiter.

Nochmal zum Thema MSS. Wäre es nicht durchaus sinnvoll, diesen ebenfalls zu wechseln? Egal welche Ergebnisse gemessen werden? Aufwand & Kosten wären doch überschaubar...

Fragen über Fragen. Wünsche an dieser Stelle schon mal ein schönes Wochenende!


Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  11.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.08.2021!  Zum Bezugstext

Das wäre sicherlich eine gute Investition.

Wenn alle drei Phasen anliegen, kann man den Motor aber guten Gewissens erstmal einige Zeit laufen lassen. Vielleicht findet sich ein Elektriker. Man darf auch nicht vergessen, dass der MSS mindestens 31 Jahre alt ist. Und bei 2,5A Stromaufnahme und 2,5A Einstellwert kann es schonmal passieren, dass die Alterung irgendwann zuschlägt.

Ich hatte auch schon Condor Druckschalter, die haben nach drei Jahren plötzlich nur noch zwei Phasen durchgegeben. Und zwei Phasen reichen unter Umständen für einen täuschend sauberen Lauf. Das Vorhandensein von Spannung auf allen drei Außenleitern im Klemmkasten der Pumpe kann Klausi ohne weiteres Equipment prüfen.

Wenn der Motor eine Macke hat(ungleiche Belastung der Wicklungen) und bei der Aktion durchbrennt, ist es auch egal. Denn ob ich einen Motor halb defekt oder richtig defekt entsorge, ist Bockwurst.
Claus
(Mailadresse bestätigt)

  11.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 11.08.2021!  Zum Bezugstext

"Wichtig ist, dass alle drei Phasen am Motor ankommen. Und dafür reicht ein simples Multimeter."

Ob alle drei Wicklungen den gleichen Strom ziehen, kann man damit nicht feststellen. Es ist zwar selten, aber nicht ausgeschlossen, dass eine ungleiche Stromverteilung vorliegt, auf die der MS korrekt reagiert. Ein Dauerbetrieb für Testzwecke ohne MS könnte zu Wicklungsschäden führen.
Der Themeneröffner soll sich für 20€ (+Versand) einen gebrauchten Markenzangenstrommesser in den Kleinanzeigen holen.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  11.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.08.2021!  Zum Bezugstext

@Claus

Schon klar. Aber ohne Werkzeug und Fachkenntnisse geht das nunmal schlecht. Im schlimmsten Fall ist der Motor sowieso schon hin. Was soll passieren? Wichtig ist, dass alle drei Phasen am Motor ankommen. Und dafür reicht ein simples Multimeter.

Also Schutzschalter höher drehen bzw. Spannung direkt durchklemmen und schauen was im Betrieb passiert. Wird der Motor zügig warm, kommen Geräusche usw.
Claus
(Mailadresse bestätigt)

  11.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 11.08.2021!  Zum Bezugstext

Ohne Strommessung ist keine eindeutige Aussage möglich!
Das muss ja nicht unbedingt ein Zangenstrommesser sein. Obwohl dieser für Laien am einfachsten handhabbar ist.
Gibt es zur Zeit zwar nicht günstig in der Bucht, aber günstig in deren Kleinanzeigen.
Ein den Sicherheitsvorschriften entsprechendes Multimeter tuts allerdings auch.
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  11.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 11.08.2021!  Zum Bezugstext

Die Phasen kannst du nur im richtigen Betrieb messen. Du willst ja prüfen, ob im Brunnenschacht alle drei Außenleiter Spannung haben. Denn nur weil die Sicherungen heil sind, heißt das nicht, dass auch drei Mal Spannung am Motor ankommt.

Hast du schon mal geschaut welche Spannweite der MSS hat und welche Stromaufnahme auf dem Typenschild vom Motor steht? Das sollte der nächste Schritt sein.

Ansonsten als Notfallplan einfach den MSS umgehen und die beiden Kabel mit Lüsterklemmen verbinden.

Mit nach Hause nehmen bringt im Prinzip nichts. Prüfen kannst du am besten vor Ort im eingebauten Zustand.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  11.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 11.08.2021!  Zum Bezugstext

Sensationell!

"Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit die Pumpe ohne MSS zu betreiben..." --> Also würde meine Idee aus dem gestrigen Posting funktionieren? Ich nehme die ORPU mit nach Hause, baue dort nochmal meine Fass-Konstruktion auf und schließe die Pumpe (ohne Schutzschalter & Druckschalter) direkt an 400V an. Dann hätte ich mehr Zeit, die Phasen an der ORPU zu messen ("...und du musst Gas geben beim messen"). Wenn dann die Pumpe problemlos durchläuft und die Phasen der Pumpe stimmig sind, läuft tatsächlich alles auf einen Defekt des Schalters hinaus. RICHTIG? Kann ich das so machen?

Da die Pumpe ausgebaut ist, werde ich diese natürlich noch im Anschluss von einen Elektriker prüfen lassen. Was meint der Brunnenbaumeister zu meinem obigen Vorschlag?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  11.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 10.08.2021!  Zum Bezugstext

Die Phasen solltest du sicherheitshalber nochmal an der Pumpe messen(Messspitzen auf Stehbolzen). Dann sind Kabel und Schalter als Fehlerquelle ausgeschlossen. Dazu brauchst du natürlich eine zweite Person die einschaltet und du musst Gas geben beim messen.

Deine Beschreibung hört sich für mich aber stark nach defekt im Motorschutzschalter an. Wenn Klang und Mechanik in Ordnung sind, lässt das keinen anderen Schluss zu. Ein Elektriker würde jetzt noch die Stromaufnahme jeder einzelnen Phase messen(Messzange).

Diese Stromaufnahme müsste bei dir um die 3A betragen(Typenschild kontrollieren, vielleicht nur 2,5A).

Der Motorschutzschalter wird auf eben diese 3A eingestellt bzw. leicht darunter. Dafür ist das Rädchen. Auf dem weißen Ring stehen Zahlen. Die Schutzschalter haben eine (genormte) Spannweite. Bei dir vermutlich 1,6-2,5A oder 2,5-4,0A. Zieht der Motor mehr Strom als eingestellt, wird das Bimetall warm und der Schutzschalter löst aus. Phasenausfall wird auch so erkannt. Es gibt eine Auslösecharakteristik. Je stärker der Übertritt ist, desto früher wird ausgelöst. 5-10s sind ziemlich zügig. Entweder der Motor zieht deutlich zu viel Strom oder es liegt, wie vermutet, am Motorschutzschalter.
Das ist eine grobe Beschreibung.

Du kannst jetzt schauen was auf deinem Typenschild steht. Wenn das mit dem Motorschutzschalter überein stimmt, einfach ein bisschen höher drehen.
Wenn du bereits am oberen Grenzwert bist(1,6-2,5A Schalter) siehts natürlich doof aus.

Ansonsten bleibt nur die Möglichkeit die Pumpe ohne MSS zu betreiben oder einen neuen zu installieren. Aber investieren ohne Prüfung durch einen Elektriker wäre nicht clever.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  10.08.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 14.07.2021!  Zum Bezugstext

UPDATE:

Hallo geschätzter Brunnenbaumeister (...und natürlich auch die restliche Community). Heute habe ich es endlich mal geschafft, weitere Aktivitäten bezüglich meines geschilderten Problems zu unternehmen. Leider konnte ich bis dato keinen Elektriker auftreiben, der sich meiner annimmt. Aber Ok, LEARNING BY DOING. Hier mein Ablauf, daraus resultierende Ergebnisse sowie eventuelle Erkenntnisse.

1. Zunächst habe ich mal die Phasen im Schalter durchgemessen. Bei allen möglichen Kombis liegen 400V an. Also gehe ich als Laie davon aus, dass die Sicherungen funktionieren?!!?!?

2. Das angesprochene Bimetall konnte ich nach dem Aufschrauben des Schalters auf Anhieb nicht finden. Lediglich ein kleines weißes "Rädchen" (s. Bild v. 11.07.). Wofür ist das eigentlich?

3. Da kein Mensch in den von mir beschriebenen Schacht klettern wird, habe ich die ORPU nun ausgebaut und ans Tageslicht befördert. Erste Tests ergaben, dass sich die Welle problemlos bewegen ließ. Soweit sah ALLES auf den ersten Blick völlig zufriedenstellend aus. Nun habe ich den Tipp von @Claus (ebenfalls Posting v. 11.07.) umgesetzt und einen Wasserkreislauf mit Fass "konstruiert". Ich wollte ausschließen, dass der Fehler am/im Brunnen liegt. Auch dieses Mal löste der Schalter nach ca. 5-10 sek. aus. Bis dahin allerings lief und "förderte" die Pumpe reibungslos und hörte sich auch, bis zum Ausschalten, vernünftig an. Außerdem war die Wassersäule im Saugrohr des Brunnens konstant, was ja zunächst mal für einen intakten Brunnen spricht. Richtig? Aktuell tippe ich tatsächlich auf den  Motor der ORPU.

Morgen nehme ich die Pumpe mit nach Hause, um weitere Tests zu starten. Dort wollte ich dieselbe Konstruktion (400V) mit Fass (und "künstlichem" Wasserkreislauf) testen, allerdings ohne Haupt- und Druckschalter. Funktioniert das überhaupt UND macht das soooo auch Sinn? Mein gedanklicher Hintergrund ist Folgender. Sollte die Pumpe dort widererwartend laufen, wäre es ja vielleicht doch der Motorschalter etc...

Schon mal eine abschließende Frage am Rande. Welche Pumpe wäre denn ein denkbarer Ersatz, falls die Reparatur meiner ORPU wirtschaftlich keinen Sinn machen würde?

Über einige weiterführende Hinweise wäre ich echt dankbar. Da ich leider keinen Elektriker finde, der sich mit einer derartigen Fummelei abgibt, muss ich nun mal andere Wege gehen und ALLE Optionen "ausreizen". DANKE!!!!
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  15.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 14.07.2021!  Zum Bezugstext

Vielen Dank @Brunnenbaumeister. Ich hoffe, mittelfristig einen Elektriker organisieren zu können, um die Fehlerursache einzuschränken. Ich werde mich dann mit den Ergebnissen wieder melden, um hoffentlich weiterhin diesen tollen Support zu bekommen. Wünsche noch einen schönen Feierabend...
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  14.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 14.07.2021!  Zum Bezugstext

Alles diskutieren hilft nichts. Der Motor muss durchgemessen werden. Das ist für einen Fachmann kein großes Ding.

Das Einzige was aus deiner Sicht Sinn macht, ist das Prüfen der Sicherungen.

Du könntest zwar alles auseinander bauen und den Motor tauschen, aber lohnt sich das? Vielleicht ist es nur ein simpler Fehler?

Wenn die Auslösezeit hintereinander immer kürzer wird, spricht das meiner Meinung nach für einen zu hohen Strom und erhitztes Bimetall im Schutzschalter. Der Motor dreht zu schwer oder der Motorschutzschalter ist defekt. Aber das sagt dir der Elektriker.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  14.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 14.07.2021!  Zum Bezugstext

Wie gewohnt sehr sehr gute Ansätze...DANKE!!! Folgende Infos kann ich an dieser Stelle noch liefern.

1. "...sofern die Motorleistung gleich ist" --> Um sicher zu gehen, werde ich hier mal die Typenschilder vergleichen.

2. Stichwort Elektriker --> Dazu hatte @Clausi auch schon geraten, was sicherlich auch die sinnvollste Variante ist. Wenn ich das nächste Mal vor Ort bin, werde ich die Pumpe mal aus dem Schacht holen und genauer betrachten. Im Schacht lässt sich das Ganze aus Platzmangel nur sehr schwer umsetzen.

3. "Schwergängigkeit" --> Werde ich dann bei Tageslicht prüfen.

4. "Lagerschaden" --> Davon hatte ich gelesen. Sicherlich nicht so prickelnd, oder?

5. Stichwort "Klang" --> Mittlerweile bin ich bezüglich Geräuschentwicklung an der Pumpe ziemlich sensibel. Ich würde tatsächlich behaupten, dass sich die ORPU aktuell etwas anders anhört. Meiner Meinung nach etwas "heller" (quietschender). Lässt sich nur sehr schwer beschreiben. Ich habe dazu eine Audiodatei aufgenommen. Allerdings ist es nicht möglich, diese hier im Forum hochzuladen.

6. "Schmelzsicherungen" - Das Elektrosystem im Bungalow wurde damals erneuert ("Klickautomaten"). Trotzdem würde ich vorsichtig behaupten, dass dort tatsächlich noch (etwas versteckt) 3 dieser von dir beschriebenen Schmelzsicherungen sitzen. Gucke ich mir noch mal genauer an.

7. "Wie oft hast du den Schutzschalter wieder reingedrückt und die Pumpe neu gestartet?" --> 3x, um die Intervalle und Wasserzufuhr zu testen. Ich hoffe, dass war kein großer Fehler? Hierzu vielleicht noch etwas detaillierter...

Das erste Mal den Schalter auf ON bei ca. 0.5 bar. Es wurde Wasser gefördert und auch Druck aufgebaut. Nach ca. 20 Sekunden löste der Schalter bei ca. 1 bar aus. Das zweite Mal löste der Schalter bereits viel früher aus und schaltete bei ca. 1.3 bar ab. Und das dritte Mal waren es nur noch 6 Sekunden bei ca. 1.5 bar. Anschließend ließ ich die Finger davon und beendete meine "Testreihe".

Vielleicht helfen ja meine Angaben, um sich ein genaueres Bild bezüglich der Fehlereingrenzung zu machen. Ich bin erst nächste Woche wieder vor Ort und werde dann weitere Erkenntnisse nachreichen.

Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  14.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 12.07.2021!  Zum Bezugstext

Kabel und Kontakte reinigen wird nichts nützen. Die Korrosion ist nur oberflächlich.

Ich weiß jetzt nicht ob es mit den Baujahren Unterschiede bei der SK32 gab, aber prinzipiell kannst du die Motoren untereinander tauschen, sofern die Motorleistung gleich ist.

Ich würde aber dringend dazu raten erst einmal mit einem örtlichen Elektriker zu sprechen. Wenn du keine Ahnung von der Materie und keine Messgeräte hast, ist das einfach sicherer. 400V sind nicht lustig.


Wenn der Motor ohne Pumpe läuft, hat er keine Last. Und man kann eben nebenbei mit der Hand kurz auf Schwergängigkeit prüfen.

Eventuell hängt die Pumpe etwas fest oder der Motor hat einen Lagerschaden.

Hat sich der Klang verändert?
Wie oft hast du den Schutzschalter wieder reingedrückt und die Pumpe neu gestartet?

Hast du mal die Sicherungen geprüft? Du hast bestimmt noch diese Schmelzsicherungen zum rauschrauben? Wenn da eine von drei durch ist, kommt es zu deinem Problem.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  12.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brunnenbaumeister vom 12.07.2021!  Zum Bezugstext

Mein geschätzter @Brunnenbaumeister ist "wieder da"... Hurra und vielen Dank! Nur nochmal zur Sicherheit.

1. Um die Phasen zu testen, sollte ich sicherlich vorher die Kabel der Pumpe abklemmen, also von der "Klemmleiste" nehmen, um ein eventuelles, erneutes Auslösen des Schutzschalters zu vermeiden?
2. Der Motor kann ohne Weiteres ohne die "eigentliche" Pumpe laufen, richtig? Wenn ich beide Elemente voneinander getrennt habe, teste ich, ob der Motor ohne Pumpe läuft?
3. Und was sagt der Experte zu meinem Vorschlag, den Motor meiner alten ORPU mit dem Pumpenteil des aktuellen Modells (typengleich), zu kombinieren?

DANKE!!!
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  12.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.07.2021!  Zum Bezugstext

...hier vielleicht noch ein anderer Ansatz. Die korrodierten Kabel/Kontakte der ORPU könnten ja auch für den beschriebenen Fehler verantwortlich sein. Nun wollte ich bei meinem nächsten Besuch als Erstes mal so gut wie möglich die angesetzten Kabel bzw. Kontakte vom Rost befreien. Vielleicht kann das Problem dadurch schon behoben werden. Wie (mit welchen Mitteln) lassen sich die Kontakte am Besten säubern bzw. wie sollte ich vorgehen?
Brunnenbaumeister
(Mailadresse bestätigt)

  12.07.2021

Das ist ein DDR Motorschutzschalter.
Das Einstellrad war damals grau. Da ist nichts repariert.

Wenn ein Motorschutzschalter auslöst, hat das meistens drei Gründe.

1. Er ist defekt.

2. Die Stromaufnahme des Motors ist zu hoch bzw. ist der eingestellte Wert zu niedrig.

3. Es fehlen eine oder zwei der drei Phasen.

Wenn da keiner rumgespielt hat, fällt ein falscher Einstellwert weg. Ansonsten schauen was auf dem Typenschild der Pumpe steht und was im Schutzschalter eingestellt ist.

Also erstmal mit einem Phasenprüfer schauen, ob auf allen drei Außenleitern Strom anliegt.

Ist das der Fall, bleibt nur noch eine  erhöhte Stromaufnahme(der Motor dreht zu schwer) oder ein Defekt des Schutzschalters.

Also Motor von Pumpe trennen und laufen lassen. Und natürlich mal per Hand die Wellen drehen.
Motor und Pumpe haben je eine Zahnkupplung. Ist eigentlich ziemlich einfach und wartungsfreundlich.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  11.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.07.2021!  Zum Bezugstext

@Claus: Die Idee zum Testen ist erstmal gar nicht schlecht. Ob am Schalter was "repariert" wurde, kann ich leider nicht sagen. Keine Panik, Elektrik ist nicht mein Ding. Allerdings dachte ich, dass ich durch den einen oder anderen Tipp schon etwas (auch in der Elektrik) ausschließen bzw. leicht beheben kann.

Mal ein anderer Ansatz: Ist es eigentlich sehr schwierig/aufwendig, den entsprechenden Motor der Pumpe zu wechseln? Ich habe hier noch eine alte, typengleiche ORPU. Diese lief damals trocken, aber der Motor war intakt. Also sozusagen aus 2 mach 1. Könnte mir vorstellen, dass diese Idee gar nicht soooo schwer umzusetzen ist.

Was meinen die Experten?

Außerdem kam mir noch folgender Gedanke bezüglich der Ursache/Fehlerentstehung. Der @Brunnenbaumeister schrieb damals mal an irgend einer Stelle, dass "fehlende Luft" Gift für jede Pumpe sei. Kann man hier die Ursache vermuten, wenn man davon ausgeht, dass das System mittelfristig mit zu wenig Luft betrieben wurde?
Claus
(Mailadresse bestätigt)

  11.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Klausi50 vom 11.07.2021!  Zum Bezugstext

Bei dem Schalter sollte es sich um einen "etwas" älteren Motorschutzschalter handeln, wobei das graue Einstellrädchen vom Styling nicht so ganz zum Rest passt. Sieht so aus, als wenn da nachträglich was "repariert" wurde.
"Mit deiner letzten Frage hinsichtlich "Stromaufnahme" kann ich als Laie leider nichts anfangen,"
Wenn Du Dich von dieser Frage überfordert fühlst, solltest Du auf keinen Fall irgend etwas an der Elektrik machen. Besorg Dir eine Fachkraft, falls der Fehler in der Elektrik liegen sollte.
Du kannst aber überprüfen, ob die Pumpe (mit Elektrik) oder der Brunnen die Fehlerursache ist.
Lass die Pumpe aus einem Fass ansaugen. Wenn sie dann problemlos läuft, sollte es am Brunnen liegen.
Klausi50
(Mailadresse bestätigt)

  11.07.2021
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Claus vom 11.07.2021!  Zum Bezugstext

Vielen Dank @Claus für das erste Feedback. Auf dem Bild siehst du den schwarzen Hauptschalter, welcher ausgelöst wird. Ich würde behaupten, dass es sich um einen dreiphasigen Motor handelt, da im Inneren der Pumpe 3 Phasen (also insgesamt 4 Kabel) geklemmt wurden (siehe Bild). In "Echtzeit" sieht die Elektrik nicht ganz so katastrophal aus wie auf dem Bild.
Mit deiner letzten Frage hinsichtlich "Stromaufnahme" kann ich als Laie leider nichts anfangen, SORRY!



Claus
(Mailadresse bestätigt)

  11.07.2021

"Die Sicherung (Hauptschalter) wurde, aus welchen Gründen auch immer, ausgelöst."

Diese Beschreibung ist missverständlich. Löste der Motorschutzschalter, die Sicherung oder der FI aus?

Handelt es sich um einen dreiphasigen oder einphasigen Antriebsmotor?

Wie hoch ist die Stromaufnahme beim
a) Anlaufen
b) Abschalten



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