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Kategorie: > Wissenschaft > Wasserqualität
Ammonium im Trinkwasser
Gast (Rüdiger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.08.2000

Kürzlich wurde aus zwei Trinkwasserproben (Hausinstallation, Warmwasserleitung) Ammonium analysiert (um die 0,1 mg/l). Die zuständigen Stadwerke liefern Trinkwasser mit < NG (0,04 mg/l). Die Nitratgehalte bewegen sich um die 12-15 mg/l.
Wer hatte bereits mit ähnlichen Phänomenen zu tun?
Wer hat eine Erklärung dafür, wie sich unter diesen Umständen Ammonium bilden kann?

Danke für die Antworten!

Rüdiger




Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 5
Bernhard Janßen
wasserneuvrees.de
(Mailadresse bestätigt)

  07.04.2010
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Markus Bogner vom 06.04.2010!  Zum Bezugstext

Hallo Markus Bogner,

glaubst du,dass die Antwort dem Fragesteller nach zehn Jahren noch hilft?
Gast (Markus Bogner)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.04.2010

Nitratwerte in TW um die 10mg/L sind nicht ungewöhnlich.Ammoniumwerte um 0,1mg/L sind schon eher ungewöhnlich. Hierzu ist zu bedenken, daß die Farbreaktionen der Ammoniumtests sehr Zeit/Temp/Licht-beeinflußbar sind. Ammonium sollte man ausschließlich von einem Labor messen lassen.  
Gast (Pilgrim)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.09.2000

Ammonium in der Warmwasserleitung ist eine Sache, die mir in meinem Berufsleben schon häufiger über den Weg gelaufen ist! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sowohl Ammonium als auch Nitrit im Warmwasser in Konzentrationen deutlich oberhalb der TVO-Grenzwerte vorkommen; über die Ursache habe ich bisher keine Informationen bekommen können. Ob es sich hierbei um katalytische oder mikrobielle Vorgänge handelt? Keine Ahnung!
Gast (Rüdiger)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.08.2000
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer Schmitz vom 06.08.2000!  Zum Bezugstext

Hallo Rainer,

vielen Dank für deine Antwort.
Die Analyse wurde nicht nach DIN durchgeführt, da bereits die PN nicht nach DIN durchgeführt wurde(gespültes Einmachglas, mehrere Stunden o. Konservierung) und ein schnelles Ergebnis, das dem richten Wert annähernd repräsentieren soll gefordert war.
Es wurde ein Dr Lange Küvettentest verwendet. Der Vergleichsprobenwert war plausibel. Die Verdünnungskonzentrationen und die Wiederfindung durch Aufstocken waren ebenfalls schlüssig mit < 3% Abweichung.
Somit ist das Meßergebnis für mich repräsentativ, wenn gleich nicht nach DIN ermittelt. Matrixstörungen sind aber noch nicht o. Zweifel ausgeschlossen, klar.
Das nächste wäre aufwendige Kontrollmessung nach DIN und Parallelbest. mit dem Photometer, wenn dadurch etwas nachweisbar wäre.

Deshalb geht es mir hauptsächlich um die Prozesse, die eine Anwesendheit im Trinkwasser plausibel machen.

Danke

Rüdiger

Gast (Rainer Schmitz)
(Gast - Daten unbestätigt)

  06.08.2000

Hallo Rüdiger,

sind die Analysen der Hausinstallation mit einem "Schnelltest"(Teststäbchen, Merck Aquaquant,etc.) durchgeführt worden ? Diese haben meist eine schlechte Trefferqoute. Im Labor wird der Gehalt an Ammonium photometrisch bestimmt. Bei einem Schnelltest wird der Gehalt meist mit dem Auge und einer Farbkarte bestimmt, vieleicht kommt es dort zu einer Fehlmessung ?
Ammonium bildet sich meist aus dem Abbau org. Substanzen (Ammonifikation). Das Ammonium wird dann durch Mikroorganismen und Sauerstoff zu Nitrit und dann Nitrat umgewandelt.
Sicherlich kann man keine konkreten Behauptungen aufstellen wenn man die genauen Gegebenheiten nicht kennt. Meiner Auffasung nach liegt der Fehler in der Analysemethode der Hausinstallation.

Rainer




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