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Kategorie: > Sonstiges > Historie
Vorläufiges Ende der Traurigen Geschichte
Gast (Gerhard Füsk)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.08.2005

http://www.funkerberg.de/web-archiv/2005/02-08-05/02-08-05.htm

Ist zwar schon eine Woche alt, sollte uns Sammlern aber zu denken geben!

"den alten thread nicht aufgewärmt, weil gar so garstig geschrieben"



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 7
Maximilian Schattel
max.schattgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  10.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gerhard Füsk vom 10.08.2005!  Zum Bezugstext

Es ist immer schön, wenn besonders geschichtsträchtige Firmen wie z.B. Krupp und Siemens sich um ihre Geschichte kümmern. Meistens haben diese Konzerne den Ruf alles einzusparen, bis es nicht mehr geht...

Natürlich ist es auch klar, daß man nicht für jede Schraube, die älter als 20 Jahre ist, ein museum eröffnen kann, aber das so achtlos mit etwas umgegangen wird, was eine Geschichte erzählt finde ich frevelhaft.
Wenn sich ja, so wie in meiner Stadt, Abnehmer und Sammler finden, die Sachen trotzdem verschrottet werden...

Es ist besonders bei Geräte4n der Kummunikation immer wieder spannend, mal zu +überlegen, was schon alles damit übermittelt wurde.

Telegraphen, Telefone, Telexe etc pp ...
Gast (Gerhard Füsk)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gerhard Füsk vom 10.08.2005!  Zum Bezugstext

Es gibt auch anderen Umgang mit historischer Substanz:

http://www.dobl.at/kommunal/600_geschichte.htm#sender

Beschreibung und Ansichten:

http://members.aon.at/wabweb/frames/radiodoblf.htm

Das soll natürlich nicht heißen, daß man jeden OB und jede Röhre aufheben soll und kann. Die Gelegenheiten dazu sind aber ohnehin schon sehr selten geworden.

Darüber hinaus denke ich doch, daß jedes größere Unternehmen sich ein kleines Budget leisten sollte, um die Meilensteine der eigenen Firmenhistorie zu dokumentieren (Beispiel Siemens-Foren an wichtigen Standorten)

http://w4.siemens.de/siemensforum/en/index_e.htm

Auch Atis-Systems (Assmann, Uher etc.) verleugnet seine (erfolgreiche) Vergangenheit nicht:

http://www.atis-systems.com/web/de/firma/geschichte.htm

Offensichtlich sitzt das Geld dort, wo nicht erst privatisiert werden mußte und alles kaputtgespart wird, etwas lockerer.
Gast (Gerhard Füsk)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Max vom 10.08.2005!  Zum Bezugstext

Hoffentlich heben sich die beim Mitnehmen des historischen Dieselmotors keinen Bruch!
Gast (Max)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.08.2005

Natürlich würe diese Sammlung am historischen Ort am besten aufgehoben- andererseits: warum sollte die Telekom ihr historisches Gebäude nicht für 'ihre' Zwecke nutzen dürfen? Solange ein Museum nicht in eigenen Räumlichkeiten untergebracht ist und sich selbst finanzieren kann, wird man wohl immer Zugeständnisse machen müssen- und auch realistisch genug sein damit zu rechnen, daß man irgendwann ein neues Domizil suchen muß.

Bleibt nur zu hoffen, daß der Museumsverein sich beizeiten für die anderweitige Unterbringung der Sammlung gekümmert hat, auch wenn zunächst mal nicht öffentlich zugänglich.
Gast (S. Scheidt)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Maximilian Schattel vom 09.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Herr Schattel und Mitleser.

Ich vestehe ja teilweise den Frust, der sich hier aufbaut. Aber, ist es wirklich möglich und nötig, alles zu bewahren, zu renovieren, zu restaurieren?
Am Beispiel Post:
Wir hätten dann wohl in jedem/r Postamt/Fernmeldeamt/Vermittlungsstelle ein Museum. Es gäbe überall die gleichen Apparate, die gleichen Maschinen, die gleiche Ausstattung.
Wäre das Thema dann noch interessant? Wer will immer wieder das gleiche sehen?
Das Sammelobjekt Telefon bestimmt seinen Wert auch durch Seltenheit. Was, wenn in jedem Amt ein Kuhfuß, ein OB05, etc. mehrfach rumstünde? Welchen Reiz hätte das Thema noch?
Das ist alles Teil eines Kreislaufes. Alte Sachen verschwinden, neue kommen hinzu. Man bewegt sich immer zwischen dem Bewahren von Bewahrungswürdigem (hiefür wurde auch 1995 die Museumsstiftung gegründet) und Modernität - ganz nach dem berühmten Wort: "Tradition bedeutet nicht, die Asche zu bewahren, sondern das Feuer weiterzutragen."
Nicht zuletzt spielt aber natürlich auch der Faktor Geld eine sehr große Rolle.

Diese Gedanken meinerseits vielleicht einmal als Denkanstoß.

S. Scheidt
Maximilian Schattel
max.schattgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  09.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gerhard Füsk vom 09.08.2005!  Zum Bezugstext

Mich würde ja interessieren, was mit den ganzen Exponaten und Geräten passiert.

Soweit ich mich erinnern kann, gehört das Gebäude und das Grundstück der Telekom.

Was wollen die damit? Ein altes, zwar renoviertes Gebäude auf einem Hügel gelegen, für eine Vermittlungstelle wahrscheinlich viel zu klein als daß es sich lohnen würde dort was einzurichten.
Hier entpuppt sich die Telekom als "Terrorkom", weil das meines Erachtens nur Terror ist.

Aber das ist ja auch mit vielem So, z.B. mit unserer Alten Post in meiner Stadt, dieses Gebäude wurde errichtet als 1860 die Eisenbahnstrecke gebaut wurde, ein Klassizistisches gebäude, wunderschön, wenn es renoviert werden würde.
Im Krieg wurde der Volltreffer von einer Luftmine als Kollateralschaden verzeichnet, wiederaufgebaut wurde sie 1950 von einem sehr großzügigem Baubeauftragten, der das Gebäude im Ursprungszustand Wiederaufbaute.
Die Denkmalschutzverandlungen wurden Anfang der neunziger jahre aufgeben, da das ganze Geld in den Osten floß. Parallel dazu wurde das neue Postgebäude fertiggestellt, ich finde es häßlich.
Das Haus stand von 1960 bis 1985 leer, weil 1959 bereits das neue Postzentrum in der neuen Nordstadt am Güterbahnhof fertig gestellt worden war. 1985 wurde in vier Räumen ein kleines 2-Mann-Eisenbahnpostmuseum eröffnet welches die Post 1999 rausgeschmissen hat, um das ganze haus zu renovieren und wieder zu nutzen.
Fehlanzeige!
2001 Parkten vor dem Gebäude Baumaschinen und ein Kran mit Abrissbirne daran. Der reichliche Stuck wurde abgemeißelt, die Fensterrahmen noch im hinterhof verbrannt, das Dach mit einer sehr sehr sehr lauten und wirksamen Sirene darauf lies man einstürzen, indem man die tragenden Holzbalken einfach durchtrennte und dannach mit der Abrissbirned obern draufkloppte. Dannach wurden die blanken nackten Steinmauern einfach umgeschuppst. Kurzdarauf konnte man dann mehrere Lastwagenkolonnen voll Schutt und Stuck sehen, welche gemächlich Richtung Autobahn tuckerten...
Was mit den Exponaten des Museums geschehen war, weiß niemand, in der Zeitung stand, daß sie verkauft wurden, aber daran glaubt niemand, einige sagen sogar, die sachen seinen mit dem Haus zerstört worden.
Und nun soll auch das neue Postgebäude abgerissen werden, weil damals gepfuscht wurde, und dieser Klotz jetzt vom Einsturz bedroht ist.
Das neue Gebäude steht abschüßig das Fundament ist
Schrott. da wo früher die alte Post war, ist jetzt eine tiefe Grube, zugewachsen mit Gras und Büschen.

In den alten Kellern fand man noch dinge aus der alten Bundespostzeit, Briefmarken, Geld, z.t. Reichsmark, ein Haufen papier und ein ganzer Haufen Telefone.
Für viele der Dinge hätten sich zahlungswillige Abnehmer gefunden, aber alles ging dann beim Abriss kaputt.

Wr bis hierher gekommen ist, beweist durchaltevermögen, denn das war wirklich viel zu schreiben ^^.
Gast (Gerhard Füsk)
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.08.2005

Pardon!

Bequemer:

http://www.funkerberg.de/web-archiv/2005/02-08-05/02-08-05.htm



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