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Kategorie: > Tipps und Tricks > Reinigen , Restaurieren, Konservieren
Kohlemikrofone regenerieren
Gast (axel001)
(Gast - Daten unbestätigt)

  26.08.2005

Verständigungsprobleme infolge verklumpter Kohlekörner in Kohlemikrofonen sind bekannt und eine bedingt wirksame Regenerierung durch "Klopfen" auf die Schreibtischkannte ebenso. Transistormikros schaffen Abhilfe. Dennoch würde mich einmal genauer interessieren, ob es Sinn macht die Mikros zum Beispiel in so einem Gebißreinigungsgerät (Ultraschall) oder sonstwie zu behandeln.



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 10
Norbert A.
nobby.agmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  29.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Max vom 28.08.2005!  Zum Bezugstext

@Max

> Die Abhilfe war einfach- man baute ein ganz leises
> Grundrauschen in die Schaltung ein.

deswegen höre ich wahrscheinlich trotz Transistorkapseln im total ruhigen Raum immer noch ein minimales Grundrauschen (selbst auf dem ISDN-Apparat), wenn mal kurz "das große Schweigen" herrscht ;-)

Im digitalen Mobilfunkbereich (D-Netz) soll es ähnlich gemacht werden.

Auch die Rückhördämpfung ist ja absichtlich nicht so hoch, daß man seine eigene Stimme gar nicht mehr in der Hörkapsel wahrnimmt. Sonst ergibt sich ebenfalls der Eindruck einer "toten Leitung".

Gruß, Norbert
Gast (axel001)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Max vom 28.08.2005!  Zum Bezugstext

... auch zum Thema:

http://home.magnet.ch/~sheimers/telemic.html
Gast (Max)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von axel001 vom 28.08.2005!  Zum Bezugstext

> bei kurzer Gesprächspause herrscht "absolute Funkstille" und man fragt (oder wird gefragt), ob "der Andere" noch da sei.

Das Problem stellte sich tatsächlich bei den ersten vollelektronischen Telefonen. Zum einen konnte man nun gelegentlich das Übersprechen der benachbarten Leitungen im Kabelkanal zur Ortsvermittlung hören (ganz vermeiden läßt es sich nicht, bislang war es aber vom Rauschen verdeckt worden) und zum anderen stellte sich das psychologische Problem, daß man bei 'Schweigen am anderen Ende' etwas anderes zu hören erwartete als bei 'tote Leitung'.

Die Abhilfe war einfach- man baute ein ganz leises Grundrauschen in die Schaltung ein.
Gast (axel001)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.08.2005

Ich habe einige meiner Apparate mit Transistormikros versehen, ohne irgendetwas an den Telefonen verändern zu müssen. Die Verständigung ist mir dabei allerdings manchmal einfach "zu gut" .... bei kurzer Gesprächspause herrscht "absolute Funkstille" und man fragt (oder wird gefragt), ob "der Andere" noch da sei. Da lob ich mir doch die guten Kohlemikros mit den doch eher geringen Nebengeräuschen (wenn man den Hörer richtig hält, kommt die Stimme i.d.R. "glasklar" rüber).
Norbert A.
nobby.agmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  27.08.2005

Hallo,

da man die Standard-Kohlemikrofone heute noch recht preisgünstig bekommt, würde ich regenerationsmäßig keinen großen Aufwand betreiben. Ich sehe sie wie Sascha als Verschleißteile.

Dann lieber gleich eine Transistor-Sprechkapsel einbauen, die quasi "ewig" hält und auch die Tonqualität um einiges besser ist.

Gruß, Norbert
Sascha
(Mailadresse bestätigt)

  27.08.2005

Kohlemikros sehe ich auch als Verbrauchsmatrial an, ähnlich wie Glühlampen. Vor längerer Zeit kam mir mal die Idee, knisternde und rauschende Kapseln durchzurütteln. Dazu habe ich an einem alten Massagegerät das Mikro mit Draht fixiert und und es für ca. 20min eingeschaltet.

Tatsächlich war danach die Verständigung besser, aber nicht mit der einer neuen Kapsel vergleichbar. Man kann daher höchstens von einem bescheidenen Erfolg sprechen.
Gast (Max)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von axel001 vom 27.08.2005!  Zum Bezugstext

Eine trockene Reinigung in einem normalen Ultraschallreiniger-Gerät scheidet aus- Du brauchst die Reinigerflüssigkeit, um den Schall an Ort und Stelle zu leiten. Luft ist ein ziemlich schlechter Schall-Leiter.

Schauen wir mal, was bei so einem Kohlemikro eigentlich passiert:

Grobe Kohlekörner reiben im Sprech-Schall aneinander, dadurch ändert sich die Auflagefläche der Körnchen zueinander und damit der elektrische Widerstand.

Gehindert wird dieser Effekt durch zwei Dinge:

- die Körnchen schleifen sich gegenseitig rund, man bekommt feinen Staub und runde Körner, die beim Gegeneinander-reiben keine Widerstandsänderung mehr hervorrufen. Gleiches würde bei einer Teflon-Beschichtung passieren (selbst wenn man das Teflon leitend machen könnte), man müßte schon Körnchen aus Keramik oder anderen hochfesten Stoffen herstellen...

- die Körnchen 'verbacken' miteinander, teils durch den Sprech-Gleichstrom, teils durch langes Liegen. Dafür kenne ich den Ausdruck 'sie fritten' (ohne Gewähr, daß das die ganz exakte Definition ist) und es gibt eine ganz einfache Abhilfe oder zumindest Linderung des Problems: Man ordnet den Hörer waagerecht an, sodaß die Mikrokapsel bei jedem telefonat ein wenig gekippt wird. Damit wird der Kohlegrieß mechanisch durchgearbeitet und bleibt locker (ähnlich, wie man den Schotter einer Bahnstrecke ab und zu durcharbeitet, um das Gleisbett elastisch zu halten)


Es müßte also gelingen eine Ultraschall-Frequenz zun finden, die die verklebten Körnchen lösen kann, ohne sie weiter zu zerkleinern oder sie 'rund zu machen'. Ob das wirklich besser funktionieren würde als das Aufklopfen auf den Tisch bliebe zu untersuchen (wobei sich das Problem stellt, daß Mikrofonkapseln schwer zu öffnen sind, sodaß man wirklich 'nachschauen' könnte wie der Zustand ist)

Und Nachfüllen ist auch nihct ganz einfach- ich meine mich zu entsinnen, daß der Kohlegrieß nicht einfach so im Metallbecher liegt, sondern nochmal in einem 'Stoffsäckchen' untergebracht ist...
Gast (axel001)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.08.2005
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Ron.W vom 27.08.2005!  Zum Bezugstext

Hallo Ron,

einleuchtent, aber ich meinte natürlich eine "trockene" Trennung der Körnchen. Weitere Gedanken wären, die Körnchen mit einer "Schicht" (ähnlich Teflon) zu überziehen ...
Gast (Ron.W)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.08.2005

Hallo Axel,
ich würde mal eher sagen: Nein. Überleg mal, was mit dem Kohlestaub im Ultraschall-Reinigungsbad passiert... Das gibt einen zähen Brei, und wenn Du es wirklich schaffen solltest, das Wasser wieder durch die engen Spaltöffnungen des Gehäuses herauszubekommen (das halte ich für fast unmöglich) trocknet das ganze zu einem festen Block auf...

So wie ich es sehe, kann man Kohlestaubmikrofone nur regenerieren, indem man die Kohlefüllung austauscht, z.B. durch eine kleine Bohrung im Metallgehäuse, die man nach Neubefüllung versiegelt. Soweit mir bekannt ist, müssen die Kohlepartikel eine definierte Größe haben (Sieblinie), damit das Mikro funktioniert. Bei der Alterung des Mikros werden die relativ weichen Kohlepartikel durch Abrieb immer kleiner, der Feinstaubanteil nimmt zu und damit verringert sich auch das Volumen in der Kammer. Durch Schütteln lockert man das ganze wieder auf, aber den Neuzustand kann man so natürlich nicht mehr wiederherstellen, und selbst trockene Ultraschallvibrationen tragen nur zum weitern Zermahlen bei.

Nun, das ganze ist nur meine persönliche Theorie, ich habe dazu weder etwas gelesen, noch Experimente durchgeführt. Vielleicht also widerlegt mich ja hier noch ein/e Fachmann/Fachfrau.

Grüße
Ron.
Gast (axel001)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.08.2005

... vielleicht ist es sogar möglich die Kohlekörnchen irgendwie zu "präparieren"?



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