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Kategorie: > Technische Fragen - Anschlußprobleme, TK-alagen etc.
Frage zum Impulswahlverfahren
Gast (Christian Gleinser)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.11.2008

Servus,

was mich schon immer interessiert hat:
Woher "weiß" die Vermittlungsstelle eigentlich, wann sie mit dem Wählen der Nummer beginnen kann, bzw. anders ausgedrückt, woher weiß sie wann die Nummer "komplett" ist?

Ich vermute mal sie wartet einfach auf eine längere Pause. Wenn eine gewisse Zeit lang nichts mehr kommt, dann wird die Nummer wohl fertig gewählt sein.
Aber wenn es wirklich so ist, wie lange dauert diese Pause dann?

Ich habe heute einen TAE-Stecker an ein FeTAp 611 montiert, und habe versucht mein Handy anzurufen. Nachdem ich die Nummer erst halb eingegeben hatte, war plötzlich irgendjemand in der Leitung. Allerdings habe ich bestimmt keine längere Pause zwischen zwei Ziffern gemacht, sondern ich habe mich eher extra beeilt (weil ich eben nicht weiß, wie lang die Pause maximal sein darf). Könnte es sein, daß es daher zu Problemen kam, weil die Pause evtl. sogar zu kurz war?

Ich hoffe ihr könnt mich da ein bißchen aufklären :)



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 10
Gast (Gast)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wählamt Kleinbaumgarten vom 14.11.2008!  Zum Bezugstext

Es hängt von der Parametrierung der betreffenden Kommunikationsanlage ab, was diese bei nicht erfolgreicher Durchwahl (aus welchem Anlaß auch immer) an das übergeordnete (meist: öffentliche) Netz zurückmeldet.

Habe ich was anderes behauptet? Durch diese Deine Ergänzung macht das jetzt auch Sinn.
Gast (Wählamt Kleinbaumgarten)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gast vom 12.11.2008!  Zum Bezugstext

Die zuletzt getätigte Aussage ist richtig.

Es hängt von der Parametrierung der betreffenden Kommunikationsanlage ab, was diese bei nicht erfolgreicher Durchwahl (aus welchem Anlaß auch immer) an das übergeordnete (meist: öffentliche) Netz zurückmeldet.

"Kleinanlagen" sind meist - a priori - so parametriert, daß erfolglose Rufe an eine Hauptstelle übergeben werden (daher die Rücksignalfolge "address complete message" und "alert"), größere Anlagen können der echten oder durch Zeitablauf künstlich erzeugten "address complete message" dann auch die situationsabhängige Rückmeldung (z.B. "busy", "congestion", "rejection" u.a.m.) hinzufügen und damit beim Anrufer ein entsprechenden Hörton auslösen.
Gast (Gast)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wählamt Kleinbaumgarten vom 12.11.2008!  Zum Bezugstext

. Der Anrufer hört also auch bei nicht erfolgreicher bzw. unvollständiger Durchwahl nach Zeitablauf einen Freiton.

Das ist so nicht richtig. Denn ob ein Freizeichen kommt oder nicht, legt ebenfalls die Anlage fest. Ich rede hier nicht von Baumarktbedarf, sondern richtigen Anlagen.
Wissenswert wäre in der Richtung vielleicht noch, daß ich mich austoben kann nach der besagten 4711, also sowohl 2, als auch 3 oder 4 stellige Durchwahlen an selben Anschluß zusammen betreiben kann.
Gast (Wählamt Kleinbaumgarten)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Gast vom 12.11.2008!  Zum Bezugstext

Hmmm, wir können das gerne etwas vertiefen.

Hier geht es also um die Durchwahl in Kommunikationsanlagen. An die ISDN-Anlage mit Durchwahl wird zunächst einmal als Durchwahlinformation die lokale B-Nummer, in unserem Beispiel die besagte "4711" übergeben und dann dahinter die weitergewählte Durchwahl, beispielsweise "123".

Die durchwahlfähige Anlage schlürft also die kommenden Informationen (Fall A (Blockwahl) - die gesamte Wahlinformation, Fall B (einzelne Ziffern, im Fachjargon "overlapping mode" genannt) in sich hinein, schneidet die (an sich) unnötige B-Nummern-Information weg und befaßt sich dann, von der ersten empfangenen (echten) Durchwahlinformation ausgehend, mit der Durchwahlinformation selber.

Auch hier wird die Durchwahlinformation nach jeder empfangenen Ziffer mit dem Nummernplan der Anlage verglichen, sind genügend Informationen für eine Entscheidungsfindung gefunden, so wird ein sogenanntes Wahlende-Zeichen (ACM) an die übergeordnete Vermittlungsstelle - und damit an das Wahlregister des Anrufenden gesendet.

Hinter dem Wahlende-Kennzeichen, das nunmehr also entgegen dem Verbindungsaufbau gesendet wird, folgt meist dann noch ein Zustandskennzeichen des erreichten Anschlusses, also ein "Besetzt" (BUSY) oder ein "Freiton" (ALERT).

Wird nach der Hauptnummer nicht weitergewählt, so senden viele ISDN-Durchwahlanlagen nach Zeitablauf (meist fünf Sekunden) ihrerseits ein künstliches Wahlendekennzeichen (Address Complete Message, ACM) gefolgt von einem ALERT und stellen solche Rufe an eine vordefinierte Sprechstelle innerhalb des Netzes der betreffenden durchwahlfähigen Kommunikationsanlage zu. Der Anrufer hört also auch bei nicht erfolgreicher bzw. unvollständiger Durchwahl nach Zeitablauf einen Freiton.
Gast (Gast)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wählamt Kleinbaumgarten vom 12.11.2008!  Zum Bezugstext

Das betrifft allerdings nur "herkömmliche" Rufnummern, nicht ISDN Anschlüsse, da regelt meine Anlage die Nachwahl nach einer bestimmten Grundlänge der Nummer,also nach der 4711.
Gast (Wählamt Kleinbaumgarten)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Norbert A. vom 11.11.2008!  Zum Bezugstext

Prinzipiell wird jede Nummer nur einmal in einem Ortsnetz vergeben, also gibt es beispielsweise nur EINE Rufnummer "4711" und keine Rufnummern, die nach "4711" weitere Ziffern hätten (4711~1...4711~9, 4711~0).

Das von Norbert erwähnte Beispiel, sich selber anzurufen und dann noch weitere Ziffern anzuhängen, ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Man wird übrigens nach Wahl der letzten Ziffer der Rufnummer "sofort" bereits den Besetztton (oder gegebenfalls den Freiton, wenn man von einer anderen Leitung her ruft) hören, da nach Empfang der entsprechenden Ziffern (ich verweise auf meinen ersten diesbezüglichen Beitrag) das Wahlaufnahmeregister der zuständigen Vermittlungsstelle von der Datenbank die Information erhalten hat, daß die Rufnummer komplett ist und auch existiert, daß also weitere Ziffern zur Wahl nicht mehr notwendig sind.

Dieses Verfahren mit der Datenbank ist in allen Netzen üblich, die ohne fixe Rufnummernlängen (z.B. USA mit 3stelliger Vorwahl und 7stelliger lokaler Rufnummer) arbeiten und daher anhand der Rufnummernlänge abzählen können, wann der Ziffernempfang beendet ist.
Norbert A.
nobby.agmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  11.11.2008
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christian Gleinser vom 11.11.2008!  Zum Bezugstext

Hallo Christian,

> Nehmen wir an, es gibt die Nummern 7312 und 73128.
> Nun wähle ich 7312, und dann muß doch irgendwie
> entschieden werden, ob die Nummer nun "fertig" ist

ich vermute, solche Nummern werden im selben Netz nicht vergeben. Du kannst ja mal Deine eigene anrufen und noch eine Ziffer mehr dazu wählen. Dein Apparat wird klingeln, die zusätzliche Ziffer wird ignoriert.

Gruß, Norbert
Gast (Christian Gleinser)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.11.2008

Hallo,

erstmal danke für die Antworten!
Allerdings ist es mir immer noch nicht 100%ig klar. Irgendwie muß doch die Vermittlungsstelle wissen, ob nun noch eine neue Nummer folgt oder ob die Wahl beendet ist.

Nehmen wir an, es gibt die Nummern 7312 und 73128. Nun wähle ich 7312, und dann muß doch irgendwie entschieden werden, ob die Nummer nun "fertig" ist und folglich der Teilnehmer mit der Nummer 7312 angerufen werden soll, oder ob noch gewartet wird, ob Ziffern nachkommen.

Wenn die heutigen Anlagen 5 Sekunden warten, dann könnte man ja davon ausgehen, daß die Anlage einfach 5 Sekunden nach der 2 wartet, und wenn bis dahin die 8 nicht gewählt wurde, dann wird es sich wohl um die Nummer 7312 handeln. Aber wenn man bei den alten Anlagen endlos lange warten kann, dann würde dieses System ja auch nicht funktionieren.

Klar, wenn es jetzt z.B. die Nummer 7312 nicht gibt, aber dafür 73128 und 73124, dann ist es klar, daß theoretisch nach der 2 endlos lange gewartet werden könnte. Aber wenn wie gesagt auch die Nummer 7312 existiert, dann ist das mit dem endlosen Warten ja nicht möglich, folglich muß die Vermittlungsstelle ja nach einer bestimmten Zeit entscheiden, ob die Nummer nun als fertig anzusehen ist oder ob noch gewartet werden soll.

Oder verstehe ich da etwas falsch? Werden solche Nummer möglicherweise gar nie vergeben - also daß es im obigen Fall z.B. nur 73121 bis 73129 gibt, aber keine 7312 (und ebenso auch keine 731)?
Gast (Wählamt Kleinbaumgarten)
(Gast - Daten unbestätigt)

  11.11.2008

In den alten, analogen Sytemen erfolgte der Verbindungsaufbau schritthaltend, also jede gewählte Ziffer stellte ein Verbindungsorgan, das sich im Wege der gewünschten Verbindung befand, ein.

Bei den derzeit eingesetzten Systemen gibt es sogenannte Register, die die Wahl zunächst in sich aufnehmen und bewerten. Diese Bewertung erfolgt aber im Prinzip so, daß nach jeder empfangenen Ziffer in einer Art Bibliothek bzw. Datenbank nachgesehen wird, ob es zu den bislang empfangenen Ziffern bereits eine Zuordnung gibt, oder nicht. Gibt es zunächst keine Zuordnung, dann verbleibt das Register in der Verbindung und wartet die nächste(n) Ziffern ab, gibt es bereits eine Zuordnung, dann wird entsprechend eine nächste Aktion gesetzt, nämlich:

- bei freiem Teilnehmer: Ruf des Teilnehmers und Aussenden des Freitones

- bei besetztem Teilnehmer: Besetzttonabgabe, eventuell auch die sogenannte Rückauslösung der Verbindung

- nicht beschaltete Rufnummer: entsprechende Beauskunftung (Dreiklang, Textansage)

Daneben erfolgt bei Verbindungen zu fremden Vermittlungsstellen (bildhaft) zwar die Durchschaltung zu einem Register der fremden Vermittlungsstelle noch während der Wahl, ist der Weg zum fremden Register oder überhaupt zum fremden Amt hin besetzt, dann erfolgt die Abgabe des "schnellen" Besetzttones, des sogenannten Gassenbesetztsignales.

Das ist das Grundprinzip. Es kann auch etwas komplizierter sein, vornehmlich, wenn man seine bisherige Rufnummer zu einem anderen Anbieter/Betreiber mitgenommen hat. Hier gibt es zwei mögliche Portierungsverfahren:

a) der bisherige Nummernkreisinhaber ("Ankernetzbetreiber") nimmt den betreffenden Ruf auf und routet den Ruf an den tatsächlichen, nunmehrigen Betreiber ("Zielnetzbetreiber") weiter;

b) die zu portierende Rufnummer wird in einer für alle zugänglichen Datenbank mit den Portierungsdaten hinterlegt, die einzelnen Vermittlungsstellen fragen dann bei jedem Verbindungsaufbau nach, ob die jeweils gewählte Rufnummer eine "mitgenommene" ist oder nicht. Moderne Rechnersysteme können etwa 2-3  Millionen derartiger Anfragen pro Stunde bewältigen.

Noch zu den Wahlpausen: Während man im analogen System weitgehend beliebig (zumindest im Ortsverkehr) mit der Wahl zwischen den Ziffern warten konnte, sind rechnergesteuerte Systeme etwas ungeduldiger, die warten höchstens fünf Sekunden.
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  10.11.2008

wenn quasi während deines wählens schon jemand am anderen ende war, mußt du dich zu einem anschluß mit entsprechend kürzerer nummer verwählt haben. wäre die wählpause zu lang gewesen, wäre die wahl als beendet angesehen worden. dann hätte man dich aber nicht ersatzweise mit irgendjemand anderem verbunden, sondern du hättest eine ansage "kein anschluß..." oder einen besetztton zu hören bekommen. wenn deine "wählscheibe" nicht deutlich zu schnell zurückläuft, trifft deine vermutung wohl nicht zu.



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