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Kategorie: > Nummernschalter
Interner IWV-MFV-Adapter
Gast (www.erel.de)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.05.2009

Liebe Forumsteilnehmer,

habe ausnahmsweise von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, einen Thread insgesamt zu verändern, weil sich der Inhalt zwischenzeitlich vom Ursprungsgedanken (Wählen mit einem MFV-Handgeber) entfernt hat und es inzwischen um die Nachrüstung von Wählscheibentelefonen mit einem IWV-Zusatz geht (ein m.E. hier neuer und sehr interessanter Ansatz), um die Diskussionsbeiträge nicht zu verlieren.

Ralf

Dieser Beitrag wurde nachträglich editiert!



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 13
Wählscheibe
(Mailadresse bestätigt)

  25.11.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 25.11.2009!  Zum Bezugstext

Ja, der HT9200 liefert ein Sinussignal. Allerdings muß das laut Holtek verstärkt werden ( http://www.holtek.com.tw/English/tech/faq/telecom_faq.htm#3-4 ), der IC hat laut Datenblatt mit ca. 0.15V RMS an 5kOhm recht wenig Saft...

Stimmt, auf das mit der Spannungsversorgung hätte ich auch selber kommen können - wenn das hier ( http://www.wasser.de/telefon-alt/forum/forum-bilder/100000000005925-6-1223559929-g.jpg ) für eine Sprechkapsel langt, sollte etwas entsprechendes auch der DTMF-Tonerzeugung reichen.

Gast (www.erel.de)
(Gast - Daten unbestätigt)

  25.11.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wählscheibe vom 24.11.2009!  Zum Bezugstext

Ein HT9200A wäre perfekt, vorausgesetzt, er liefert ein DTMF-Sinussignal, um es unkompliziert einspeisen zu können!

Der Stromverbrauch der Schaltung ist gar kein Problem,
das leistet der Speisestrom spielend, insofern ist Kühlung überhaupt kein Thema. Bei aufgelegtem Handapparat ist die Spannung naturgemäß spannungslos, der Controller muß also jedesmal sauber starten.

Wenn man auf einen Spannungsregler verzichtet, und die Betriebsspannung einfach einer 5,1 V Z-Diode entnimmt, dann ist der Spannungsabfall der Schaltung (sie liegt in Reihe mit der Sprechschaltung) genau 5,1 V.
Bei einem Schleifenstrom von 20 mA entspräche das einem zusätzlichen Schleifenwiderstand von 255 Ohm - das liegt schon im Bereich der zulässigen "Leitungslänge" einiger TK-Anlagen!
Interessanterweise fällt dieser "Widerstand" mit zunehmendem Strom.
Wählscheibe
(Mailadresse bestätigt)

  24.11.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 22.11.2009!  Zum Bezugstext

Respekt, das ist schon bestechend einfach gelöst.

Also das Problem der Tonerzeugung könnte man mit einem DTMF-Baustein wie dem HT9200A (leider nur bei Farnell zu kriegen) oder dem MT 8880 (gibts bei Conrad) umgehen. Ersterer ist sogar mit zwei Steuerports und einer seriellen Verbindung ansteuerbar, so daß der kleine ATiny ausreichen würde. Im Datenblatt von Holtek ist sogar ein kompletter Referenzschaltplan für diesen Fall (Bild unten - hier ist der Link zum kompletten Dokument: http://www.holtek.com.tw/english/tech/appnote/comm/pdf/ha0037e.pdf ). Für letzteren braucht es einen Controller mit neun freien Ports.

Bezüglich Spannungsversorgung kommt es drauf an, wieviel Strom das ganze braucht - spontan fällt mir der gute alte 7805 oder ein LM317 ein, den würde ich im TO-220 Gehäuse nehmen und bei meinem Apparat auf die Bodenplatte schrauben und hätte damit einen großzügigen Kühlkörper frei Haus. Die Schaltung sollte nicht so furchtbar viel Strom brauchen, und wenn man den Prozessor sich nach z.B. 5 Minuten selbst schlafen legen läßt, kann man die Last noch reduzieren.

Das ganze wäre zwar ein Stück größer, dafür aber recht universell einsetzbar. Mal sehen, was anderen noch so einfällt!


www.erel.de
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(gute Seele des Forums)

  22.11.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von DC5UN vom 22.11.2009!  Zum Bezugstext

Zum Konzept:

Ein Mikrocontroller wird durch den Schleifenstrom gespeist und tastet den nsi-Kontakt ab.
Durch Auswertung der Impulsanzahl wird der zu sendende DTMF-Ton ermittelt und über zwei (wegen der zwei Frequenzen) Ports ausgegeben. Eine Filterschaltung glättet die Rechteckschwingungen und speist den Wahlton zurück in die Speiseschleife.

Schaltung des IWV-MFV-Adapters siehe Bild.

Leider liegt der Teufel im Detail, und zwar nicht nur in einem:

1. Spannungsabfall (hier an einer Z-Diode) um genügende Speisespannung ( 5V nach dem Stabilisator) zu erreichen; bei 24 V fallen schon mehr als 20% ab!

2. Pegel der Tonausgabe und Dämpfung der Sprechströme

3. Genauigkeit der Frequenzerzeugung beim vorliegenden Controller (ATtiny 13, hier ohne Quarztaktgeber und Erzeugung der Töne durch eine Programmschleife; bei 1,2 MHz Takt und gegebenen Befehldauern kommt man leicht außerhalb der Toleranzbereiche für die beiden Frequenzen)

4. Filterung des DTMF-Signales, die hier sehr einfache Filterschaltung erzeugt eine Menge Oberwellen...

Dennoch funktioniert dies bei meinem ETS 4308i sowie an all' meinen Telefon-Prüfgeräten... einige DTMF-gesteuerte Auskunftssysteme tun sich allerdings schwer.

Nun kann man den schaltungstechnischen Aufwand natürlich beliebig hochtreiben, insbesondere bei der Filterung des Ausgangssignals, für mich sollte der "Chip" allerdings möglichst einfach sein.

Kommentare?
MfG Ralf
www.erel.de  


Gast (DC5UN)
(Gast - Daten unbestätigt)

  22.11.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Wählscheibe vom 19.11.2009!  Zum Bezugstext

Möchte mich der Frage anschliessen.
Wählscheibe
(Mailadresse bestätigt)

  19.11.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 22.05.2009!  Zum Bezugstext

Hallo, ich grabe hier gleich nach meiner Anmeldung mal diesen alten Thread aus, weil der mich für meinen alten Dänen interessiert.

Um mein gutes Stück - übrigens im täglichen Gebrauch - kurz vorzustellen: Kristian Kirks Telefonfabriker 47E, irgendein nobles Sondermodell, über das ich bisher nichts näheres herausfinden konnte, mit Messingverkleidungen an der Wählscheibe und  am Hörer, Transistorverstärker mit einem Transistor, der größer ist als mancher USB-Stick heute, und als besonderem Kuriosum einem wahlweise zuschaltbaren Taster, der die Sprechkapsel nur aktiviert, wenn man ihn drückt.

Ebenjenem Transistor wollte ich schon vor ein paar Jahren etwas Gesellschaft in Form einer eingebauten Umsetzung von IWV auf MFV verschaffen, um für den Tag gerüstet zu sein, wenn die Telekom ihre Vermittlungsstelle modernisiert... Ich dachte damals daran, einen normal erhältlichen MFV-Tongenerator auseinanderzupflücken und dessen Tastenfeld mit einer kleinen Schaltung über die Wählscheibe anzusteuern.

Die hier vorgestellten Umsetzer sind aber um einiges eleganter, Respekt!

Wie stehen denn die Chancen, daß ich eine Kopie von so einem Gerätchen (oder auch einen programmierten Microcontroller nebst Schaltplan) von einem der Entwickler erwerben könnte? Daß so ein Teil nicht mit hundertprozentiger Sicherheit an meinem Gerät läuft, ist mir dabei natürlich klar, aber das Risiko gehe ich gern ein...
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  22.05.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von DC5UN vom 21.05.2009!  Zum Bezugstext

@ DC5UN

Eine komerzielle Nutzung wäre nicht schlecht, würde aber bei dem Entwicklungs- und Fertigungsaufwand (Einzelanfertigung) schlicht unbezahlbar. Außerdem müßte das Produkt auch zuverlässig unter "allen" Bedingungen funktionieren... Falls aber ein Hersteller Interesse hätte - gern ;-) das Copyright liegt allerdings schon bei mir.

Mehr Informationen zum Adapter und Konzept demnächst.

MfG Ralf

PS: auch wenn es unwahrscheinlich klingt: die angesägte Weckerschale ist so serienmäßig!
Eine andere Lösung ist die Verwendung schmaler, unterschiedlicher oder nur einer Schale(n).
Falls hierzu immer noch Diskussionsbedarf besteht, siehe:
http://www.wasser.de/telefon-alt/forum/index.pl?job=thema&tnr=100000000001856&seite=1&begriff=taste und schauzeichen weckerschalen&tin=&kategorie=


Gast (DC5UN)
(Gast - Daten unbestätigt)

  21.05.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 21.05.2009!  Zum Bezugstext

Moin allerseits,
sehr interessante Geschichte,
ist Ralf's Konstruktion öffentlich bzw. verkaufst Du die ?


BTW: wenn wir schon beim basteln sind,
was mir auch nich fehlt ist ein Flash-Chip 80ms zum nachrüsten für MFV-Phones ohne Flash.
Wenn mal jemandem etwas dazu einfällt, Löten kann ich, Platinenätzen nicht.

PS: @ralf - die abgeschnittene Glockenschale zugunsten des Schauzeiches ist schon echt brutal :-)
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  21.05.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Markus vom 20.05.2009!  Zum Bezugstext

@Markus,

ja, da sind wir auf sehr ähnlichem Wege, ich verwende einen ATtiny13, weil ich für diesen eine einfache Programmiermöglichkeit habe. Leider gestattet er nicht die Verwendung des DTMF-Befehls in Bascom, so daß ich ein komplettes Eigenprogramm geschrieben habe. Vorteil: Es können nach Erdtastendruck auch "*" und "#" gesendet werden!

Da ich keine PWM-Ausgabe nutzen kann, habe ich speziell das Problem der Filterung der erzeugten DTMF-Rechtecksignale. Es gibt da eine sehr aufwändige Schaltung für ein Filter 4. Ordnung nebst 2stufigem Transistorverstärker...
Bei mir bringt ein einfaches (nur empirisch ermittele) RC-Glied immerhin zwischenzeitlich 98%ige Funktion an den meisten der mir zur Verfügung stehenden ISDN-Adaptern sowie allen meinen IWV-fähigen Prüfgeräten.

Stromversorgung ebenfalls über den Schleifenstrom mit zusätzlicher Stabilisierung.

Anbei ein paar Bilder des Prototypes einschließlich Einbauvariante in einem A2-W49.

MfG Ralf
www.erel.de


Markus
(Mailadresse bestätigt)

  20.05.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 13.05.2009!  Zum Bezugstext

Hallo,

das klingt sehr interessant. Auch ich bastel an einer solchen Nachrüstlösung, die im Telefon verbaut und zudem möglichst einfach sein soll.

In meinem Ansatz verwende ich den Mikrocontroller Atmel ATtiny25V zur Auswertung der Wählscheibe und zur Erzeugung des MF-Signals im internen High Speed PWM. Versorgt wird er durch den Schleifenstrom, d.h. es ist keine Zusatzbatterie notwendig.

Probleme habe ich noch mit dem Filtern des PWM-Ausgangssignals und mit dem robusten Einkoppeln in die Telefonleitung. Bislang ist es nur eine "90% Lösung"...

Vielleicht besteht Interesse an einem Erfahrungsaustausch?


Viele Grüße

Markus


Zum Bild: Dies ist der Mikrocontroller in in einem Testaufbau. Hinzu kommen nur noch ein Spannungsregler und ein paar Bauteile zum Filtern und Einkoppeln des Tonsignals. Sehr einfach also - wenn es denn am Ende robust funktioniert...


Gast (wolfgang z)
(Gast - Daten unbestätigt)

  14.05.2009
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 13.05.2009!  Zum Bezugstext

Hallo Ralf,
intresse ist sicherlich groß, wenn du die PIC's?/Controller programmierst, hi hi, oder jemanden findest , der das preiswert macht
hätte da auch intresse
gruß wolfgang
Gast (www.erel.de)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.05.2009

In der Tat!

Nach den vielen Diskussionen IWV-MFV-Konverter an dieser Stelle eine kleine Vorab-Information:

Ich entwickele gerade einen MFV-Nachrüstsatz für Wählscheibentelefone, der - und das ist der etwas andere Ansatz - in einen Nummernschalterapparat (reversibel!) eingebaut wird, und ihn MFV-fähig macht. Der Prototyp funktioniert schon bestens, allerdings ausgerechnet nicht an der DECT-Anlage, für den ich ihn vorgesehen habe :-(, An allen anderen bei mir vorhandenen Systemen (einschl. MFV-Fernsteuerung) schon...

Inwieweit besteht Interesse an einer solchen Lösung? Ein Nachbau auf Streifenleiterplatte würde (einen programmierten Controller vorausgesetzt) gut 2 Stunden in Anspruch nehmen.

MfG Ralf
Www.erel.de
Gast (ma)
(Gast - Daten unbestätigt)

  13.05.2009

ja das haben die MFV Sender so an sich :-)aber auf Dauer ist sowas kein Zustand, man möchte doch "richtig Wählen", jedenfalls würde es mir so gehen.



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