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Kategorie: > Kurbeltelefone
OB-Fernsprecher identifizieren
Rainer
(Mailadresse bestätigt)

  01.10.2011

Moin zusammen,

nachdem meine Telefonleidenschaft die letzte Zeit etwas kurz gekommen ist, habe ich aus dem Harz nun ünerraschend einen OB-Fernsprecher erhalten, der mir bisher wenig sagt. Da OB-Fernsprecher für mich generell Neuland sind, freue ich mich auf eure Unterstützung. Fotos stelle ich ein. Was ich mir herleiten kann:

- Ein kombiniertes Tisch-/Wandmodell (ohne Umbau einfach im hängenden Zustand den Hörer auf die andere Seite des Horns legen)

- Offenbar kein Post- oder Bahnmodell, da keine entsprechenden Zeichen zu finden sind und die Farben der Textilschnüre-Adern andere sind

- Hörerform des W28 lässt auf ein Baujahr nach 1928 schließen)

- Auf dem Einlegeschild ist "Schirrmeisterei" zu lesen. Ein "Schirrmeister" ist ja offenbar so etwas wie der Fuhrpark-Verantwortliche militärischer Einheiten => vermutlich also ein Wehrmachtsmodell?

=> Weiß jemand mehr über dieses Modell?

=> Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich das Gerät am besten öffne?
Am Fußende gibt es eine Schraube, die sich öffnen lässt. Wenn ich das Gehäuse dann hochklappen möchte, ist die Kurbel allerdings im Weg. Entweder muss man die Kurbel folglich abnehmen können (ggf: wie?), oder aber, man müsste die 4 Schrauben auf der Unterseite lösen - da ich das Innenleben noch nicht kenne, möchte ich zunächst keine unnötigen Experimente durchführen.

Danke für eure Tipps und viele Grüße
Rainer






Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 4
karlheinz weber
kwr163t-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  01.10.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Rainer vom 01.10.2011!  Zum Bezugstext

hallo rainer!

hier einige informationen über die firma PZT (quelle:  buch "kennzeichen auf fernmeldeeinrichtungen, band 3" der SIG für das historische fernmeldewesen). da das werk zur zeit der deutschen besetzung FSW (fernmeldetechnische staatswerke warschau) hiess, ist es sogar naheliegend, das der vermutliche W28 hörer in polen nach dem 2. weltkrieg weitergebaut wurde.

gruss, karlheinz


Rainer
(Mailadresse bestätigt)

  01.10.2011
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von karlheinz weber vom 01.10.2011!  Zum Bezugstext

Hallo Karlheinz,

danke für die schnelle Antwort: Zunächst mal habe ich es so geschafft, die Kurbel abzunehmen und ohne Beschädigungen an das Innere des Apparates zu kommen. Weitere Fotos stelle ich ein. Erkenntnisse auf die Schnelle:
-Hersteller ist "PZT", eine Warschauer Firma. Dazu passend: Der Schaltplan ist offenbar ebenfalls in polnischer Sprache (soweit meine Polnischkenntnisse reichen)
-Modellbezeichnung: "S4-433"
-Hersteller des mit dem W28 identischen Hörers ist "HRS", vermutlich eher eine deutsche Firma, richtig? Vermutlich nachträglich angebracht?

Eine eindeutige Jahresangabe habe ich bisher nicht gefunden.

Das Gerät hat im Harz (tatsächlich, nicht nur sprichwörtlich) lange auf einem Dachboden gelegen. Da kann man wohl nur spekulieren, wie so ein Gerät aus Polen in den Harz kommt. Könnte natürlich gut sein, dass das Gerät aus polnischer Produktion stammt, allerdings durch die deutsche Besatzung vor Ort in einer Wehrmachts-Schirrmeisterei eingesetzt wurde und deshalb auch diese Beschriftung trägt. Wieso Harz und wieso W28-Hörer bleiben mir im Moment natürlich erst mal schleierhaft. Wenn jemand noch mehr weiß, gerne!

Viele Grüße, Rainer


karlheinz weber
kwr163t-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  01.10.2011

hallo  rainer!

ich habe eben noch ein foto von meinem BUDAVOX telefon aus ungarn gefunden. das sah deinem telefon auch sehr ähnlich, hatte aber den wecker aussen. budavox gehörte zum ITT konzern. mein telefon war ein apparat von der eisenbahn.

gruss, karlheinz


karlheinz weber
kwr163t-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  01.10.2011

hallo rainer!

das ding sieht aus als käme es aus ungarn. die firma telefongyar baute solche apparate. ich schätze deinen apparat so ungefähr auf baujahr 1940er jahre. die geräte können sowohl als wand oder tischapparate eingesetzt werden. allerdings könnte er auch aus österreich stammen, denn die vierteltelefone aus dieser zeit hatten eine ähnliche bauweise.

ist denn da nichts, woran man von aussen vielleicht den hersteller ermitteln könnte? wahrscheinlich erst, wenn du ihn mal auf hast. die kurbel müsste abgehen, indem du sie gegen die normale drehrichtung mit einem kräftigen ruck abdrehst. probiers mal aus.

gruss, karlheinz



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