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Kategorie: > Kurbeltelefone
Frage zu 6tlg OB-Untersatz
Gast (Marvin )
(Gast - Daten unbestätigt)

  09.01.2012

Hallo zusammen,

Ich hätte mehrere Fragen zu den sechsteiligen OB-untersatz der auf Stellwerken im einsatz ist:

-welche funktion hat die Schnarre?

-welche funktion hat das Railes?

-welche funktion hat der Dr? Und was bedeutet das überhaupt?

-welche funktion hat der Schwarze Drehknauf bei den sechs weißen tasten?

Gruß

Marvin



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 33
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  04.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Unbekannt! vom 04.05.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Wolfgang,

ja, früher standen alle 1100m auf der Strecke und an Einfahrsignalen und an wichtigen sonstigen Stellen grundsätzlich sogenannte "F-Kästen", die älteren aus Blech, später dann der Standarttyp aus dem grauen Kunststoff. Erkennbar immer am schwarzen F auf weißem Grund.

Im Zeitalter von GSM-R sind die meisten verschwunden oder zumindest außer Betrieb (erkennbar am entfernten oder durchkreuzten F).

Zwischen zwei Bahnhöfen gab es immer die sogenannte Streckenfernsprechverbindung (Fs) an die alle Fernsprecher auf der Strecke angeschlossen waren, bei einem Durchgangsbahnhof also immer eine je Richtung.

Der Signalfernsprecher hatte eine eigene Leitung (FoSig) immer zum dafür zuständigen Fahrdienstleiter.

Innerhalb eines Bahnhofs gab es je nach Größe eine (oder bei großen Bahnhöfen mehrere) örtliche Fernsprechverbindungen (Fo) an die alle Fernsprecher des Bahnhofs angeschlossen waren.

Auf der gesamten Strecke gab es dann noch je nach Streckenausstattung diverse andere Verbindungen, z.b. die Fde Verbindung auf der alle Fahrdienstleiter einer Strecke mit elektrischem Zugbetrieb aufgeschaltet waren so daß man auch mal mit einem Fahrdienstleiter sprechen konnte der weiter als der nächste Bahnhof weg war. Es gab da klare Festlegungen welche Art Gespräche auf welcher Leitung zu führen waren. FbUd war z.b. die Unfallmeldeleitung die immer zu einer besetzten Unfallmeldestelle durchgeschaltet war. Da bin ich aber nicht so fit was das Wissen betrifft, ich kenne hauptsächlich die örtlichen Gegebenheiten in meiner Heimat aus früherer Zeit.

Ja, ich habe mir hier im Haus einfach die zwei abgebildeten Fernsprecher funktionsfähig hergerichtet und mit 3 Leitungspaaren miteinander verbunden so daß man die Funktion simulieren und miteinander sprechen kann.

Gruß Matthias


Gast (Unbekannt!)
(Gast - Daten unbestätigt)

  04.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 03.05.2013!  Zum Bezugstext

Ich nochmal, waren denn an den Signalen  (oder an manchen) auch Telefone? Kenne mich ja mit dem Bahnbetrieb nicht so aus. Aber du hast doch das nur simuliert, oder???
Danke für die Antwort.   wolfgang
Gast (Unbekannt!)
(Gast - Daten unbestätigt)

  03.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 03.05.2013!  Zum Bezugstext

Ja genau, der Umschalter ...
Danke für die Antworten + Erklärung der Abkürzungen, ja, jetzt blickt man da besser durch.
gruß wolfgang
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  03.05.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Unbekannt! vom 28.04.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Wolfgang,

ich denke du meinst mit dem VA-Schalter den Umschalter vor dem OB33 oder?
Die Leitungen sind folgende:
Fs Kh-Gro ist die Streckenfernsprechverbindung von Kirchheim nach Geroldshausen
Fs Kh-Witt ist die Streckenfernsprechverbindung von
Kirchheim nach Wittighausen
FoSig A ist die Verbindung zum Einfahrsignal A
FoSig F ist die Verbindung zum Einfahrsignal F
Fde ist die Fernsprechverbindung aller Fahrdienstleiter
auf der Strecke (mit elektrischem Betrieb)

auf dem OB-Untersatz gibts dann noch die FbUD das war die Meldeleitung für Unfälle

Gruß Matthias
Gast (Unbekannt!)
(Gast - Daten unbestätigt)

  28.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 28.04.2013!  Zum Bezugstext

Hallo Mathew44,

du könntest mal die Abkürzungen auf dem VA-Schalter erläutern/also einfach hinschreiben
Dnke    wolfgang
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  28.04.2013
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 14.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Kollegen,

falls es noch jemanden interessiert in diesem Zusammenhang, ich habe das Projekt realisiert, der OB-Untersatz ist fast orginalgetreu in Betrieb.
Wenn hier noch Feedback kommt und Interesse besteht beschreibe ich gerne mehr und näher.
zu den Bildern, die beiden können jetzt auf 3 Leitungen miteinander kommunizieren:-)

Gruß Matthias


www.erel.de
erelerel.de
(gute Seele des Forums)

  14.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 23.01.2012!  Zum Bezugstext

Macht Euch nicht zuviel Gedanken um die Stromversorgung! Ein bis zwei 1,5-V-Monozellen (D), zumal Alkaline, sollten "ewig" halten!

@Mathew44
...und das Anschlußkabel sollte auch nicht das Problem sein; da im Untersatz ebenfalls Klemmen sind, reicht es, dort pro Gegenstelle zwei Leitungen plus Batterie +/- aufzulegen, die Klemmen haben wir ja für Dich ermittelt!

PS:
etwas beside-of-topic: ich habe zwischenzeitlich den Stromlaufplan für den Reichsbahn-Kommandoschrank (s.u.) 'gefunden', da dieser auch auf dem "Gebrauchtmarkt" relativ begehrt zu sein scheint, veröffentliche ich ihn hier neben ein paar Innenansichten (der abgebildete Apparat verfügt allerdings über keinen eingebauten Rufspannungs-Generator):


Malte Cornelius
malte.corneliusgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  14.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 13.02.2012!  Zum Bezugstext

Wenn Du Batterien (Monozellen) statt Akkus benutzt, ist die Selbstentladung absolut minimal. Ich habe in meinen Feldfernsprechern nicht selten Bundeswehr-Batterien aus den 1980ern, die heute noch die nötige Spannung liefern, um damit sprechen zu können. Akkus dagegen entladen sich meiner Erfahrung nach relativ schnell - zumindest die älteren Typen.
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  13.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stefan Roth vom 05.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Stefan,
ich denke daß da ein Spannungsregler der genügend Vorspannung hat gute Dienste leistet, die Verlustleistung dürfte bei dem Stromverbrauch vernachlässigbar sein denke ich und der Preis für einen gute dimensionierten wohl in dem Fall auch da ja Einzelstück:-)

Gruß Matthias
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  13.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Joachim Buthmann vom 04.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Joachim,

das Netzteil wird nur an sein wenn ich das Telefon auch benutzen will... die meiste Zeit ist das aus und da dürfte die Selbstentladung der Batterien das weitaus größere Problem sein, also bleib ich in dem Fall bei meinem Vorhaben mit dem Netzteil... aber erstmal muß ich den Rest hinbekommen, die Spannungsversorgung ist das kleinste Problem.

Gruß Matthias
Gast (www.erel.de)
(Gast - Daten unbestätigt)

  05.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Stefan Roth vom 05.02.2012!  Zum Bezugstext

...und stets das Rauschen und Knistern einer (Kohle-)Sprechkapsel
übertônen!

Stefan Roth
(Mailadresse bestätigt)

  05.02.2012

Problem ist auch, dass das Netzteil absolut störungsfrei sein muss, d. h. kein Brummen (Restwelligkeit) und kein "Zirpen" (Artefakte moderner Schaltnetzteile). Das Brummen hat man früher mit einer Drosselspule zum großen Teil eliminiert (und natürlich mit Elkos), später hat man das ganze Netzteil mit einem Spannungsregler-IC stabilisiert und so das Brummen herausgedrückt.

Moderne Schaltnetzteile erzeugen aber trotz ihrer stabilen Spannung Störtöne, die eine Sprechverbindung stören.

Joachim Buthmann
joachim.buthmannarcor.de
(Mailadresse bestätigt)

  04.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 04.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Matthias,

das läuft jahrelang mit Batterien. Da verbraucht der Trafo im Leerlauf mehr Strom.

Gruß

Joachim
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  04.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Joachim Buthmann vom 04.02.2012!  Zum Bezugstext

Vielen Dank euch Beiden für die Mühe, jetzt sehe ich zumindest klarer aber das wird ein Stück Arbeit den wieder in Betrieb zu nehmen denn man hat an meinem ja das Anschlußkabel abgeschnitten... also muß ich das komplett ersetzen:-(

Die nächste Frage ist ob es unbedingt Batterien sein müssen, ich würde da gerne ein passendes Netzteil dranhängen, bei mir muß das ja bei Stromausfall nicht funktionieren:-)

Ich bin auch noch an einem Eisenbahner dran der versucht einen Plan zu bekommen, ob er den aber wirklich auftreibt weiß ich nicht.

Gruß Matthias
Joachim Buthmann
joachim.buthmannarcor.de
(Mailadresse bestätigt)

  04.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 01.02.2012!  Zum Bezugstext

Hallo zusammen,

für alle die, die dem Fahrdienstleiter nicht unterm Tisch geschaut haben und für Ralf, der sich soviel Mühe gemacht hat.
Ich hab mal Bilder vom Anschluß-/Beikasten gemacht.
Falls es schlecht zu lesen ist, Ltg. 1 und 2 haben die Anschüsse a, b, 1F(-), 2F, 2F´und c´. Die Ltg. 4-6 a, b und c´. Jetzt fragt nicht warum, ich weiß es auch nicht. Die Ltg. 6, 5 und 4 sind (auf dem Bild von Ralf) unter den Abfrageanschlüssen.
Zur Stromversorgung, es ist alles für 1,5 V ausgelegt. Man braucht auch nur eine Batterie, MB wird im Anschlusskasten entsprechend gebrückt. Auf einem Foto sind zwei Batterien zu sehen, hab ich mit reingenommen, weil da auch noch zwei Anschlüsse +,- 1,5 V sind. Diese Anschüsse sind aber nicht belegt (keine Kabel angeschlossen).
Bei meinem Untersatz sind die Anschlüsse beschriftet. Ein Foto habe ich nicht gemacht, weil Brücken und Kabel einiges verdecken. Wenn ich mal Zeit habe,  mache ich das von Hand.
An Unterlagen wäre ich verschärft interessiert, vielleicht findet ja der Kollege Diederichs was in seinen Archiven.

Gruß Joachim


www.erel.de
erelerel.de
(gute Seele des Forums)

  01.02.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 27.01.2012!  Zum Bezugstext

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, wenigstens die wichtigsten Anschlüsse herauszubekommen (s. Bild):

1. An [Abfr. b/a] kommt der (funktionsfähige) Abfrageapparat, komplett. Wozu dessen anderen Leitungsverbindungen sind, habe ich nicht ermittelt.
Nur soviel: bei meinem Untersatz sind die Leitungen für die Mikrofonbatterie des Abfrageapparates an [MB -/+] geführt, hier ist also eine 3-V-Mikrofonbatterie anzuschließen, damit der aufgesetzte Abfrageapparat funktioniert.

2. Die ersten drei Leitungen liegen jeweils an den Klemmen [Ltg. b/a]. Wichtig ist, daß alle Brücken richtig gesetzt sind, sonst sprechen die Schauzeichen nicht an.

3. für den Summer ist eine Weckbatterie (ebenfalls 3 V) erforderlich, sie kommt an die Klemmen [WB -/+Erde].

Der Summer spricht immer an, solange Rufspannung an den Schauzeichen anliegt. Wird der Summerschalter senkrecht gestellt und ist keine Abfragetaste gedrückt, schnarrt er, solange noch mindestens ein Schauzeichen aktiv ist.

Alle weiteren Anschlüsse habe ich jetzt nicht mehr getestet, vielleicht tauchen ja doch noch einmal Unterlagen zum Untersatz auf.

MfG Ralf
www.erel.de

PS: das Relais spricht an, solange ein Schauzeichenanker angezogen hat, also Rufstrom ankommt. Wahrscheinlich ist der "Momentkontakt" nicht robust genug, höhere Ströme zu schalten. Es kann nämlich auch noch ein externer Gleichstromwecker angeschlossen werden, er käme dann zwischen die Klemmen [WB/-] und die hier mit [WB] bezeichnete Klemme.

Diese Anrufschauzeichen, die auch in Bundeswehr- und anderen Geräten eingesetzt wurden, sind eine moderne Form der Fallklappe
"Fallklappe" siehe: http://erel.de/ALLG/GLOSSAR/fallkl.htm
ein anderes Einsatzbeispiel dafür siehe auch hier:
http://erel.de/INH/16/1637670/index.htm



Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  27.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Unbekannt! vom 27.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Wolfgang,
jetzt wirds irgendwie durcheinander hier...
ich habe vor den Untersatz mit dem darauf befindlichen OB70 in Betrieb zu nehmen und auf z.b. der 1. Leitung im Haus andere Apparate anzuschließen und für die restlichen Tasten nur ne Klingel also fiktiven Betrieb.
Wirklich telefoniert wird dann nur auf der 1.Leitung aber man kann auf den anderen wenigstens durchklingeln:-)

Allerdings wird der Start des Projekts noch ein wenig dauern, evtl. auch erst 2013 verwirklicht da ich noch beim Ausbauen des Raumes bin.

Gruß Matthias

PS: trotzdem danke für das Telefonangebot, ich komm da vielleicht dann beim in Betrieb nehmen drauf zurück.
Gast (Unbekannt!)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 27.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Matthias,
da brauchst du doch nur das Feldtelefon mit dem Untersatz zu verbinden, gibt es denn da auch eine 'Sprechstelle' dran? Evtl noch die Rufmöglichkeit mit der Taste ausklüngeln
Kannst ja auch mal telefonieren, am besten abends nach 8.00 da bin ich meist hier am PC, da kann ich auch telefonieren, Nummer findest du unter meinen Angaben(klick auf den namen)
gruß wolfgang
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  27.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Unbekannt! vom 27.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Wolfgang,

naja, normale OB-Apparate hab ich ja, wollte eh eine OB-Leitung im Haus aktivieren so für den internen Gebrauch dann kann ich den an der Modellbahn für den "Fahrdienstleiter" integrieren.
Würde den schon gerne komplett in Betrieb nehmen, auch wenn es dann nur auf einer Taste wirklich eine Gegenstelle gibt. oder ich häng einfach fiktiv ne Klingel hin an die restlichen Tasten, das weiß ich noch nicht.

Gruß Matthias
Gast (Unbekannt!)
(Gast - Daten unbestätigt)

  27.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 26.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo,
einiges kann man auch so rauskriegen, z.B.
wenn Farben:
+  Leitung  oft rot    (gehen auch z.b. an Elko's)
-  Leitung  oft blau   ( dto)

Erde (=+) dann auch rot

Einzelltg lassen sich 'ausklingeln' z.B. von Taste auf Klemme ... dann beschriften (z.B: T1 .. usw.)

Dann ergibt sich schon eine ganze Menge, willst du das denn so in Betrieb nehmen? , da fehlt doch aber die andere 'Seite'????

naja viel Erfolg
wolfgang
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  26.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 23.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo,

wenn ich die Bilder vom Innenleben so betrachte fürchte ich daß das nix wird mit Inbetriebnahme ohne Schaltplan oder wenigstens ohne einen Belegungsplan für die Klemmbretter :-(

Gruß Matthias
www.erel.de
erelerel.de
(gute Seele des Forums)

  23.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 16.01.2012!  Zum Bezugstext

@rote Taste:

Ja, Danke, bei der roten Taste rechts handelt es sich in der Tat um eine Ruftaste!

Auch ich wäre aehr an Schaltungsunterlagen interessiert, die Apparate wurden ja noch vor kurzem bei der Deutschen Bahn bis zur Einführung von GSM-R in größerer Anzahl eingesetzt!

Anbei noch einige Fotos.

Eine Abbildung des von mir weiter unten angesprochenen OB-Befehlsfernsprechers der Deutschen Reichsbahn (DDR) findet sich am Schluß.



Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  16.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von www.erel.de vom 16.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Ralf,

danke erstmal für die Info, wenn ich demnächst dazukomme mach ich das Teil mal auf, vielleicht kriege ich das ja ohne Schaltplan hin.

Mit der Roten Taste muß ich dir widersprechen, zumindest in meinem Bahnhof hier haben die damit geklingelt, bei Zugmeldungen hat er erst die Leitungstaste gedrückt, dann mit dem Roten Knopf geklingelt und dann seinen Handapparat abgehoben um seine Zugmeldung loszuwerden das weiß ich ganz sicher.

Gruß Matthias
Gast (www.erel.de)
(Gast - Daten unbestätigt)

  16.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 12.01.2012!  Zum Bezugstext

In (vorerst) aller Kürze:

Der Wandbeikasten beinhaltete nur die Anschlußklemmen, weitere zusätzliche Relais sind nicht vonnöten gewesen, da die Schauzeichen bereits direkt durch den Rufwechselstrom ansprechen und sich den Anrufzustand bis zum Drücken der (rastenden) jeweiligen Leitungstaste (schwarz) "merkten".

Normalerweise wurde - zumindest bei den 6teiligen Mehrfachfernsprechern - mit dem im aufgesetzten OB-Fernsprecher enthaltenen Kurbelinduktor gerufen.

Da ich meinen Untersatz jetzt nicht zur Hand habe, glaube ich nur, daß die rote Taste zum Auslösen der jeweils gedrückten Leitungstaste vorgesehen ist.

Diese Untersätze lösten übrigens die alten Befehlsschränke von Bosse bei der DB auf kleineren Bahnhöfen und stellwerken ab, siehe:
http://erel.de/INH/13/1351500/index.htm

Größere Dienstposten wurden mit den relaisgesteuerten Ausführungen versehen:
http://erel.de/INH/15/1537010/index.htm

Die Deutsche Reichsbahn verwendete übrigens aufwändigere OB-Mehrfachfernsprecher für 10 oder 20 Leitungen mit eingebauten Anrufrelais, Lampensignalisierung und elektronischem Rufgenerator.

Siehe u.a. auch hier:
http://www.wasser.de/telefon-alt/forum/index.pl?job=thema&tnr=100000000004937&seite=1&begriff=befehlsschrank&tin=&kategorie=

MfG Ralf
www.erel.de
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christian Diederichs vom 12.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Christian,

du scheinst dich in der Bahn-Fernsprechtechnik recht gut auszukennen, wäre super wenn du Unterlagen findest und mir zur Verfügung stellen könntest, ich würde das Teil gerne wieder funktionsfähig herrichten, leider ist das Anschlußkabel nach ca. 10cm abgeschnitten und der wohl erforderliche Wandkasten fehlt, aber da läßt sich sicher auch selber was bauen.

Es muß ja nicht gleich ne Ruf- und Signalmaschine sein, ein kleiner Trafo mit der passenden Wechselspannung reicht ja auch, die Länge der Rufe kann ich ja durch Drücken simulieren:-)

Leider hab ich früher in unserem Bahnhof nie unter den Tisch geschaut und so nicht den Hauch einer Ahnung wie der Wandbeikasten ausschaut und wie groß der ist.

Gruß Matthias
Christian Diederichs
dh2jut-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Unbekannt! vom 12.01.2012!  Zum Bezugstext

Fs und FbUD sind die zwei Leitungen die in den Streckenfernsprechern bei der Bahn zugänglich waren (FbUD gibts nicht mehr) Fs= Fernsprechverbindung Strecke. Von Stw zu Stw also Fahrdienstleiter
(Fdl) zu Fdl mit allen Zwischenstellen (fernsprechkästen, Schrankenposten, Blockstellen usw) für Zugmeldungen FbUD= Fernsprechbezirksverbindung für Unfallmeldungen und Dienstgespräche. Stellen wie bei der Fs, eine FbUD war aber auch immer
auf einer seite an eine Vermittlung angeschlossen, die vermittlungsperson konnte dann Anrufe "von der Strecke" ins DB-eigene
Telefonnetz "Basa" vermitteln. Das hab ich selbst noch viel genutzt in
der "vor Handy-Zeit") zB bei Bauarbeiten.

Christian (DL3EAC)
Gast (Unbekannt!)
(Gast - Daten unbestätigt)

  12.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Christian Diederichs vom 12.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Christian,
was bedeutet denn Fs  +  FbUD?
gruß wolfgang DJ 7 LV
Christian Diederichs
dh2jut-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mathew44 vom 10.01.2012!  Zum Bezugstext

Evtl kann ich in Sachen Unterlagen helfen - dauert aber etwas (Suchen ;-) !)
Ich habe einen Artikel aus "Signal und Draht" aus Anfang der 60er, in dem der Untersatz vorgestellt wird und ich müßte auch die DeTeWe-Stromlaufpläne haben.
Christian Diederichs
dh2jut-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  12.01.2012

Zu diesen OB-Mehrfachuntersätzen (gibt es als 6- und als 12-teilige Untersätze) von DeTeWe wäre so einiges zu sagen. Ich versuche mal die Fragen zu beantworten.

- Die Schnarre dient als akustische "Anruferinnerung" falls der Bediener das fallen des Schauzeichens (Fallklappe) nicht bemerkt hat. Mit dem Drehknopf kann diese schnarre ausgeschaltet werden - wichtig besonders bei nicht dauernd besetzten Stellen - weil sonst die Schnarre "ewig" läuft und die Batterien leerzieht. Die Batterien sind im Anschlußbeikasten untergebracht und versorgen die Schnarre UND die Mikrofonspeisung des aufgesetzten OB-Fernsprechers (ursprünglich OB 33, man sieht mittlerweile aber bei der Bahn fast nur noch OB 70 darauf).
- Die rote Taste setzt zum einen das Schauzeichen und die Leitung zurück, dient aber beim weiteren Durchdrücken (2 Kontaktsätze !)dazu die Ruf- und Signalmaschine anzuschalten und Rufwechselstrom auf die Leitung zu geben, damit man nicht kurbeln muß. Das war aber selten der Fall, nur bei größeren Anlagen wo eine RSM vorhanden war. Da ist dann auch schnell die Aufwandsgrenze zur Ausrüstung mit einem Allfernsprecher erreicht.
- mit "Dr" kann ich jetzt gar nix anfangen, was ist damit gemeint ?

Übrigens hat die Schnarre noch eine weitere Aufgabe: In der Regel wurden die OB-untersätze ohne Schauzeichen auf den letzten beiden Plätzen ausgeliefert (das waren also beim 6er die Plätze 5 und 6, beim 12er 11 und 12). Das hatte seinen Grund darin daß auf diesen Plätzen die Gesellschafts-leitungen (Fs und FbUD)angeschaltet wurden. Diese waren (und sind !) mitunter sehr lang, so daß dann die geringe Impedanz der Schauzeichen die gesamte Leitung zu stark bedämpft hätte. Dasselbe Problem gab es auch bei Leitungen mit vielen Fernsprechern und / oder Außenweckern. Bei Fs und FbUD entfielen also die Schauzeichen im Mehrfachuntersatz und mußten durch andere Anruforgane ersetzt werden (meistens Innenwecker mit "Fähnchen").
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  10.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Marvin vom 10.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo,

wenn du mir ein Bild schickst stell ich es für dich rein...

Gruß Matthias
Gast (Marvin)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.01.2012
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Unbekannt! vom 10.01.2012!  Zum Bezugstext

Hallo Wolfgang,

ein bild reinstellen ist zu schwierig und im netz ist auch nichts. Das ist der graue Kasten mit den sechs weißen Tasten wo der OB-Fernsprecher drauf befestigt wird.

Gruß

Marvin
Mathew44
cts-kirchheimgmx.de
(Mailadresse bestätigt)

  10.01.2012

Hallo,

ich gehe davon aus daß du diesen (siehe Bild) Untersatz meinst.
Ich war als Schüler auf unserem kleinen Bahnhof öfter im Fahrdienst, die hatten auch so einen Untersatz, ich weiß aber leider nicht wieviele der schwarzen Knöpfe aktiv waren. Der in meinem Bild hat nur die ersten 4 aktiv wobei der aber nicht funktionsfähig ist da mir die Schaltpläne fehlen und das Anschlußkabel hinten einfach abgeschnitten ist. Ich denke da gehört noch ein Relaiskasten dazu. Ich habe meinen in ebay ersteigert, leider ohne weitere Infos.

Meiner Erinnerung nach sind die schwarzen Tasten die Leitungstasten mit denen sich der Fdl auf die jeweilige Leitung geschaltet hat, sie verrasten auch und lösen beim drücken einer anderen wieder aus.
Die rote Taste ersetzt die Kurbel und "klingelt" also gibt Wechselspannung auf die aktive Leitung wie der Kurbelinduktor, ob der bei dieser Schaltung noch aktiv war weiß ich nicht.
Wozu der Umschalter rechts dient weiß ich leider nicht, vielleicht kann das hier jemand anderer beantworten.

Gruß Matthias


Gast (Unbekannt!)
(Gast - Daten unbestätigt)

  10.01.2012

Hallo Marvin,
wenn du solche Fragen stellst mußt du schon ein Bild spendieren, solche OB-Untersätze hat man wohl nicht im Kopf
gruß wolfgang ... + alles Gute an alle für 2012



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