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Kategorie: > Nummernschalter
Nummernschalter und Kontake...
SkobyMobil
(Mailadresse bestätigt)

  08.04.2016

Hallo,
ich habe ein W48a am IWV-MFV-Adapter.

-ich hebe den Handapparat ab und erhalte ein Freizeichen.
-ich wähle eine Ziffer (X) und-
-ich drehe die Fingerlochscheibe bis zum Fingeranschlag.
-während dieser Drehbewegung höre ich kein Freizeichen.
-ich verlasse die Fingerlochscheibe und sie dreht zurück.
-innerhalb dieses Rücklauf höre ich noch einmal sehr kurz- das Freizeichen.
dann den Ton des Adapter.

Das darf doch nicht sein?

Beim wählen der nächten Ziffern höre ich nur noch die Töne.
Wo sitzt denn da der Wurm? Adapter oder Nummernschalter?
Gruß und Dank
Andreas



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 7
SkobyMobil
(Mailadresse bestätigt)

  09.04.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Detlef Genthe vom 09.04.2016!  Zum Bezugstext

Hallo ihr beiden,
ich habe hier die halbe Nacht damit verbracht das Wählen reproduzierbar zu
verfolgen. Ich kann mich an so- etwas festbeißen...
Ich habe hier am KD-Modem max. 4 Sek. Zeit eine Ziffer mittels
Ton zu übertragen.

Läßt man nach der ersten oder zweiten Ziffer eine längere Pause als 4 Sek., dann
werden Leistungsmerkmale von KD aufgerufen.
Läßt man nach der dritten Ziffer diese Pause, dann wird versucht nach 4 Sek.
eine Verbindung aufzubauen.
Wählt man nach der dritten Ziffer die "#", wird die Verbindung sofort aufgebaut.

Ich habe mit dem Arduino dann einmal mein Wählverhalten am W48a aufgezeichnet.
Mit dieser Handy-Nummer (047420668015) habe ich begonnen. Hier gewürfelt.
Zeiten um die Ziffer zu wählen, ohne Umsetzung des Konverter:

0-2249ms
4-1652ms
7-1925ms
4-2123ms
2-1797ms
0-2995ms
6-2063ms
6-2465ms
8-4261ms
0-2653ms
1-1639ms
5-2265ms

Das Umsetzen des Konverter müßte man hier noch drauf rechnen. Das Wählverhalten
ist im Grunde immer gleich- aber wenn man nicht höllisch aufpaßt, dann kommt
es zu Ausreißern, wie hier bei der "8".

Die Ausführungen von Jörg und Detlef lassen sich also nachvollziehen.

Eine Nummer, mit einer Sicherheitszeit von < 4 Sek., mit dem W48a zu wählen ist
schon sportlich- da darf nichts schiefgehen.
Ich kann also wieder ruhig schlafen, schönen Dank dafür.
Gruß und Spaß
Andreas
JOSA
joergsannwaldt-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  09.04.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Detlef Genthe vom 09.04.2016!  Zum Bezugstext

Wow Danke für die Top Erklärung , das heißt im Großen und Ganzen ich war auf dem richtigen Pfad? Wusste aber im einzelnen nicht warum. Jetzt weiß ich das. Es wurmt mich immer nicht zu wissen wie etwas funktioniert.
Gruß Jörg
Detlef Genthe
posttelegenthe.de
(Mailadresse bestätigt)

  09.04.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von SkobyMobil vom 08.04.2016!  Zum Bezugstext

Vielleicht mal was zum Hintergrund. Bei VoIp braucht es immer die ganze Nummer, weil eben an Hand der Nummer festgestellt wird, wohin das Gespräch zu routen ist. Und das kann sich noch bei der letzten Ziffer ändern. Es gibt keine "teilweise" Wahl. In direkt gesteuerter Technik war das anders, da bezeichneten die Ziffern Wahlstufen, wenn eine Nummer mit 040 anfing, wurden die nächsten Ziffern halt schon in Hamburg ausgewertet. Und in ISDN-Zeiten wurde die Nummer halt bei ziffernweiser Wahl in der VST ausgewertet, und zwar durch Abgleich mit bekannten Nummern/Nummernstrukturen. Die VST wusste sozusagen, wann die Nummer zu ende ist, weil sie die Nummern kannte.

Die nachgeschaltet Anlage kann bei analogen Telefonen (MFV/IWV egal)nicht feststellen, wann die Nummer zu ende ist. Ausgenommen bessere Router, die sich einfach Nummern merken, zu denen sie schon mal erfolgreiche Verbindungen hergestellt haben (NummernCache). Bei den wissen sie dann eben durch Vergleich, daß nichts mehr kommt. In allen anderen Fällen bleibt nur der Ziffernabstand als Wahlendekriterium.

Warum ist das Verhalten dann bei Impulswahl scheinbar anders? Der Router bekommt doch nur MFv zu hören?

Der Denkfehler ist, daß die Wandlung auch die Informationsübertragung verkürzt, wodurch bei gleich schneller Wahl die Pausen halt länger werden.

Mal rechnen: wir nehmen mal 4 Sekunden als Wahlendekriterium an. Die Länge von MFV-Zeichen ist vernachlässigbar, Du hast also subjektiv 4 Sekunden Zeit zu schauen wo die Taste ist, und da drauf zu drücken.
Bei Nummernschalterwahl liegen zwischen zwei MFV-Impulsen (extrembeispiel 0) aber:
-1 Sekunde Impulsfolge
-0,3 Sekunden für das Aufziehen (schneller geht kaum)
-0,2 Sekunden Spantium

macht 1,5 Sekunden der mfv-seitigen Wahlpause, die der Nummernschalter sozusagen für sich verbraucht. Bei 4 Sekunden Wahlendekriterium bleiben also nur 2,5 Sekunden zum Nummern nachschlagen. Bei 3 Sekunden sind es nur 1,5....  Du hast also tatsächlich weniger Zeit zwischen den Ziffern durch den Umsetzer. Bei Routern, die selbst IWV auswerten, sieht das anders aus. Die wissen ja, wie lang die Impulsfolge (zzgl 300-500ms zur Erkennung des Endes der Impulsfolge) ist, und rechnen das nicht auf die Zwischenwahlzeit an.
SkobyMobil
(Mailadresse bestätigt)

  08.04.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von JOSA vom 08.04.2016!  Zum Bezugstext

Hallo Jörg,
langsam- Ziffer in Telefonbuch schauen, eine wählen
schnell- mehrere Ziffern in Telefonbuch schauen, mehrere wählen

Der Zeit-Abstand zwischen zwei Ziffern ist bei weitem keine 2Sek.
Beim "echten" MFV-Telefon gebe ich die manuell ein- Taste drücken-Ton, warten,
Taste-drücken- Ton.
Gruß und Dank
Andreas
JOSA
joergsannwaldt-online.de
(Mailadresse bestätigt)

  08.04.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von SkobyMobil vom 08.04.2016!  Zum Bezugstext

Wie lange definierst Du langsam ? Bei den meisten Telefonanlagen hast du zwischen den Ziffern 4 Sekunden Zeit . Dein Tonwahltelefon sammelt wahrscheinlich die Ziffern und haut sie dann auf einmal Raus , Dein Konverter wählt jede einzeln. Ich denke es bleibt Dir nix übrig als üben ,üben , üben oder Du guckst ob dir Kabel Deutschland die Option gelassen hat diese Zeit zu verändern.
Gruß Jörg
SkobyMobil
(Mailadresse bestätigt)

  08.04.2016
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Detlef Genthe vom 08.04.2016!  Zum Bezugstext

Hallo,
ich habe mich über den Nummernschalter einmal "schlau" gelesen.
Das ist wohl richtig so.

Dann habe ich ihn einmal überprüft, mit 45 Messungen.
Das Mittel für den Stromstoß liegt bei 103,7ms
Das Mittel für das Stromstoßverhältnis liegt bei 1,7:1

Ausgewertet mit einem ArduinoSketch hier aus dem Forum, und auch mit einem
Sketch von mir. Die Unterschiede sind nicht nennenswert.
Ich behaupte einmal ganz frech, das W48a ist in Ordnung!

Ich habe aber etwas anderes feststellen können bei der Wahl einer 12 stelligen
Telefonnummer.
Wenn ich "normal" wähle, dann kommt es fast immer zu einer Störung.
KabelDeutschland erkennt die Nummer nicht.
Wähle ich "schnell"- dann kommt die Verbindung immer zustande.

normal- "lange" Pause zwischen 2 Ziffern
schnell- "kurze" Pause zwischen 2 Ziffern

Nutze ich ein "echtes" MFV-Telefon am gleichen Anschluss, dann spiel es keine
Rolle, wie ich wähle. Es funktioniert immer.

Hier wirft mir ein Bauteil Dreck auf die Leitung. Das W48a gibt nicht viel
her- der Reiner-Konverter soll aber angeblich funktionieren.

Gibt es im W48a noch etwas, was man hier optimieren könnte? Ich glaube wohl
nicht. Die gleichen Probleme treten auch mit einem W48 auf.
Vielleicht kenn ja jemand noch einen Trick…
Gruß und Dank
Andreas
Detlef Genthe
posttelegenthe.de
(Mailadresse bestätigt)

  08.04.2016

Warum nicht? Das Wählzeichen wird abgeschaltet, wenn das "Amt" die erste Wahlinformation erhält. Und das ist der MFV-Ton des Adapters.  



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