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Kategorie: > Technische Fragen - Anschlußprobleme, TK-alagen etc.
Siemens W28 in der Schweiz Betrieb über SIM Karte?
Brausefritz
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2019

Hallo Leute.
Mein Name ist Martin, bin nicht so der Experte im "mich vorstellen", wer gern mehr wissen möchte, soll mich fragen ;-)

Nun zum Thema:

Ich besitze unter Anderem ein Siemens W28, wahrscheinlich Baujahr 1934

Bevor ich vor über 12 Jahren in die Schweiz ging, hatte ich diesen Apparat im deutschen Festnetz laufen, über einen "Eumex" Router, dessen Eingänge so konfiguriert werden konnten, dass sie IWV fähig waren. Das Gerät arbeitete stets einwandfrei, nachdem ich den Impulsgeber durch Ausprobieren mit einem Handy sauber eingestellt hatte.

Der eigentliche Grund, warum ich damals diesen Apparat verwendete, war meine schäumende Wut über die ständigen Macken der vorangegangenen 2 "modernen Schnurlosgeräte", von denen die Zweite die Behandlung mittels Fusstritten und den Flug aus dem Fenster nicht überlebte ;-D


Als ich dann in der Schweiz versuchte, diesen Apparat wieder in Betrieb zu nehmen, funktionierte das leider nicht, möglicherweise hab ich damit ein Bauteil zerstört, welches heute ziemlich "aufgebläht" aussieht (von unten gesehen, das silbrige, eckige Teil links oben... ein Kondensator?)


Die jetzige Situation, bzw Idee sieht so aus:

Da ich gern ungewohnte Wege beschreite, dachte ich folgendes:

Analogtelefonie wird in der CH nicht mehr unterstützt, daher will ich auch keinen Festnetzanschluss + unnötige Kosten.

Ich habe ein riesiges Sammelsurium an Einzelkomponenten, die sich evtl. verwenden lassen.

Als erstes wäre ein Batterieladegerät aus den 20ern, ein Riesenteil, was sehr "stylish" aussieht und an der Wand befestigt wird, damit liesse sich evtl. die Rufspannung erzeugen, ich denk, was 12 und 24 V schafft, kann auch 48V machen, bin da aber nicht so der Fachmann, evtl. verwende ich nur das Gehäuse, in dem ein ganzer PC locker platz findet.

Nummernanzeige für eingehende Anrufe könnte evtl über Nixie- Röhren geschehen.

Für den Betrieb der SIM Karte stünden mehrere alte Handys, aus der Zeit, als man damit nur telefonieren und SMS verschicken konnte, zur Verfügung.

Einen IWV- MFV Konverter besitze ich auch noch.

Wie wäre nun diese Anlage aufzubauen, die vom Handapparat bis zur Mobilfunkantenne reicht?

Das W28 soll auf keinen Fall technisch verändert werden.

Ich scheue weder Zeit noch Mühen  :-D

Meine Fähigkeiten, bzw. Kenntnisse (Fachbegriffe) im Elektronikbasteln sind begrenzt, ich kann jedoch sehr fein löten und nach Anleitung arbeiten.
Ansonsten bin ich handwerklich recht geschickt.
Steuerplatinen für Haushaltsgeräte (Backöfen, Steamer, Waschmaschinen) konnte ich bereits reparieren (verbrannte Relais tauschen oder deren Kontakte polieren)


Liebe Grüsse



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
mozarella
(Mailadresse bestätigt)

  05.01.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brausefritz vom 04.01.2019!  Zum Bezugstext

Vorsicht bei den Anschlüssen der Fritzbox. LAN und Telefon ist ein gewaltiger Unterschied! Ein Telefon hat an einer LAN-Buchse nix verloren und ein Netzwerkgerät nix an einer Telefon-Buchse.

Es gibt bei Telefonie auch wieder unterschiedliche Buchsen und Stecker. Klar, TAE ist bekannt und so haben auch manche Fritzboxen einen oder zwei TAE-Anschlüsse. Manche leider überhaupt nicht.

Diese kleinen quadratischen Stecker sind RJ11-Stecker. Hier gibt es Adapter von RJ11 auf TAE. Meist haben die Adapter dann drei TAE-Buchsen, wie eine klassische Telekom-TAE-Dose auch. Also NFN-Beschaltung für ein Telefon (Fernsprecher) in der Mitte, und Datengeräte (Fax, Modem, Anrufbeantworter) links und rechts.

Die Fritzboxen haben neben den RJ45-Buchsen auch oft noch eine, die mit S0 beschriftet ist. Das ist für internes ISDN gedacht. Diese Buchse hat leider die gleiche Größe wie eine LAN-Buchse. Wenn man da aber ein LAN-Gerät einsteckt, dann rauchts, also Vorsicht. Man kann an dieser S0-Buchse z. B. eine Telefonanlage (für ISDN) anschließen und so z. B. bei einem IP-Anschluß die alte Hardware weiter verwenden. Oder eben ISDN-Telefon(e). Da ISDN aber eine alte Technik ist, die normalerweise keine Rolle mehr spielt, sollte man sich damit nicht mehr so direkt beschäftigen, meine Meinung. Entweder Analog-Technik und / oder VoIP.

Manche, gerade ältere, Fritzboxen haben neben den TAE-Buchsen und / oder RJ11-Buchsen auch eine andere Art von Buchse. Nämlich eine für blanke Drähte zum Klemmen, also eine zweipolige Klemmleiste, wie sie in einem DSL-Splitter z. B. vorkommt.

Fritzboxen sind bekannt dafür, daß sie eine 25 Hz Rufspannung (Wechselspannung) haben, und so die älteren Telefone schöner und gleichmäßiger klingeln. Viele Router und Telefonanlagen verwenden einfach die 50 Hz ausm Stromnetz, was etwas unharmonisch klingelt.

Die analogen Ausgänge der Fritzbox sollten auch genügend Strom liefern, um klassische Telefone samt Impulswahl-Tonwahl-Adapter zu betreiben. Ich selbst betreibe an meiner 7390 einen solchen Wandler an meinem W48. Eine Beeinflussung der Sprachqualität habe ich nicht festgestellt. Der Wandler hat keine eigene Stromversorgung und trotzdem ist der Rufstrom der Fritzbox ausreichend. Es hängt sogar noch ein  Wecker (in dem Fall eine W48 Grundplatte ohne Gehäuse und ohne Handapparat) parallel geschaltet am gleichen Anschluß. Dafür genügt auch der Rufstrom.
Steffen Froeschle kinobauer.ch
kinobauerkinobauer.ch
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2019

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Als ich dann in der Schweiz versuchte, diesen Apparat wieder in Betrieb zu nehmen, funktionierte das leider nicht, möglicherweise hab ich damit ein Bauteil zerstört, welches heute ziemlich "aufgebläht" aussieht (von unten gesehen, das silbrige, eckige Teil links oben... ein Kondensator?)
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Normalerweise gehen die Kondensatoren nur sehr selten kaputt, aber sollte er defekt sein, kann er problemlos duch einen neuen 1,0µF 250V Kondensator ersetzt werden.
Man kann eigentlich nichts falsch oder kaputt machen, es sei denn man schliesst das Telefon an die Netzsteckdose (220 V) an, was aber nicht häufig vorkommt.
Die alten PTT-Wecker waren für eine Wechselspannung von 60-70V (über einen Kondensator in Reihe geschaltet) ausgelegt, müssten aber an 24v Wechselspannung schon ausreichend laut klingeln.
Steffen Froeschle kinobauer.ch
kinobauerkinobauer.ch
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Brausefritz vom 04.01.2019!  Zum Bezugstext

Hallo, viele neuere FritzBoxen haben einen TAE-Anschluss parallel zum RJ-Anschluss, bei den älteren Boxen lag ein Adapter bei, es sind aber immer nur die inneren 2 Pins der RJ-Buchse belegt, deswegen kann man Problemlos selbst einen Adapter bauen.
Wenn der Nummernschalter des W28 richtig abläuft ( nicht zu langsam und gleichmässig ) braucht man auch keinen IWV-MFV Konverter. Bei einer Fritzbox für LTE müsste es kein Problem sein ohne Festnetzanschluss je nach Tarifmodell auch über die Mobilnummer telefonieren zu können. Die 2. Fritzbox wird dementsprechend per LAN an die LTE-Box gehängt und per internem VoIP die benötigte Analogschnittstelle auf die richtige aus-und eingehende Nummer geschaltet.  Falls doch Festnetzanschluss in der Schweiz halt nicht die Swisscom-Box sondern eine Fritzbox verwenden, dann gibt es auch keine IWV-Probleme.
Brausefritz
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sabafon vom 04.01.2019!  Zum Bezugstext

Vielen Dank für die schnellen Antworten :-D

Dann scheint das Ganze gar nicht so umständlich zu sein....

Habe mir im Ebay mal diese Fritzboxen angesehen. Früher hatte ich an meinem W28 ein Kabel mit TAE Stecker dran, was zwar nicht sehr schön aussah, aber funktionierte. Da die Fritzboxen, so wie ich jetzt gesehen habe, keine TAE Buchse haben, brauche ich wahrscheinlich noch einen Adapter?

Ich habe, wie gesagt, noch einen IWV-MFW Konverter mit TAE Buchse vom Apparat kommend und einem 4-adrigen Ausgang, der wie ein kleinerer LAN-Anschluss aussieht (wie das jetzt genau heisst weiss ich halt nicht), evtl. könnte ich auch den benutzen, ABER... er hat keine eigene Stromversorgung, muss also den Strom fürs Telefon über den Router + die Fritzbox über die TAE Buchse liefern. Soweit mir bekannt ist, kommt aber über LAN-Verbindungen kein nennenswerter Strom. Oder kommt das dann von der Stromversorgung der Fritzbox?

Am liebsten würde ich jedoch auch den Konverter weglassen, soweit ich mich erinnere, hat der auch die Tonqualität und die Funktionalität eher beeinträchtigt und wenn die Fritzbox eh IWV fähig ist..... brauchmer das Ding ja nicht.

Am liebsten würde ich das W28 natürlich über eine originale Steckverbindung anschliessen, ist das die "Klemmdose 23"? berichtigt mich bitte, wenn ich Mist erzähle.
Die Fritzbox würde ich dann irgendwo in einem hübschen Gehäuse verschwinden lassen, wo dann aussen so eine Originaldose dran ist.


Noch eine dumme Frage... die Fritzbox ist ja so eine Art Router, kann ich also einen Router über ein LAN- Kabel mit einem anderen Router verbinden und das funzt?


Das mit der kostenlosen deutschen Nummer ist auch eine super Idee, habe nämlich noch Verwandtschaft in Germanien, dann wäre diese Anlage sozusagen mein "heisser Draht in die kalte Heimat"


Weiss jemand, wie hoch die Spannung ist, mit der in der Schweiz die externen Telefonwecker betrieben wurden? Ich hab nämlich noch so einen in einem Holzgehäuse mit eingeprägtem Schweizerkreuz und riesigen Glocken, sieht sehr schön aus. wahrscheinlich um 1900-1920, dazu noch einen Hörer, oder nennt man das "Handapparat", aus Metall, mit Mittelgriff aus Bakelit und gebogener, "trompetenförmiger" Einsprache, daraus wollte ich mir so eine Gegensprechanlage für die Wohnungstür bauen.


LG
mozarella
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von sabafon vom 04.01.2019!  Zum Bezugstext

Das mit der Fritzbox ist schon durchaus interessant. An den neueren Modellen kann man, soweit ich weiß, auch einen USB-LTE-Stick anschließen und über Mobilfunk online gehen. Dazu noch ein Sipgate-Account oder ein anderer SIP-Anbieter, sollte durchaus möglich sein. Vorausgesetzt das Telefon wird wieder instand gesetzt.
sabafon
(Mailadresse bestätigt)

  04.01.2019

Wenn Du nur ein Handy hast, bsorge Die eine Euracom BlueBox, die wird per blietoozh mit dem Handy verbunden, und stellt einen ab Port zur Verfügung...

Solltest Du zuhause Internet (LAN) haben, dann besorge Dir eine alte Fritzbox 7170, die kannst Du mittels Lankabel an deinen schweizer Router verbinden, Dir z.B. bei Sipgate Basic eine kostenlose deutsche Telefonnummer freischalten lassen.
Und Damit sind Dein W28 + 2 weitere analoge IWW Geräte kostengünstig und mit wenig Arbeit wieder voll funktionsfähig.



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