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Kategorie: > Telefone bis 1930
Woran erkenne ich ein Original oder Nachbau
Interessent
(Mailadresse bestätigt)

  31.01.2019

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einen, am liebsten originalen, Wandtelefon und bin auch fündig geworden.

Die Verkäuferin sagt das es ein altes Telefon ist, allerdings nach genauer Nachfrage konnte sie nichts genaues sagen und schien unsicher zu sein. Zudem fand ich im Internet ein sehr ähnlich aussehenden Nachbau.

Gibt es etwas worauf man achten kann um zu erfahren, ob es Original ist oder nicht? Oder kennt jemand das Modell?

Meine zweite Frage ist:
Kann ich das Telefon sicher (ob mit oder ohne adapter) anschließen?

Die Aussage der Verkäuferin war nur, dass es bis zur umstellung auf Digital angeschlossen und Funktionstüchtig war.

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiter helfen kann.

freundlichen Gruss,
sven





Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 14
RagnarB
texas.rangergmx.net
(Mailadresse bestätigt)

  01.03.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von countryman vom 08.02.2019!  Zum Bezugstext

Leider hat das Gerät keinen TAE sondern AS4, da ist sowieso Arbeit fällig!
Prinzipiell hat die Platine Schraubklemmen, das heißt einer Person mit Sachkenntnis steht wenig im Weg, ein x-beliebiges modernes Kabel zu schlachten und im Gerät anzuklemmen. Man muss dazu aber wissen, welcher Draht wohin gehört.

Das Innenleben riecht definitiv nach 1970er oder 1980er, aber wenn das Holzgehäuse real auch so aussieht wie auf den Bildern hat sich der Erbauer richtig viel Mühe gegeben das zu altern! Auf jeden Falll scheint mir die Innereien kein deutscher oder österreichischer Apparat gespendet zu haben, die Platine samt Klemmenbezeichnungen ist mir völlig unvertraut!
countryman
(Mailadresse bestätigt)

  08.02.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Interessent vom 08.02.2019!  Zum Bezugstext

Wenn der Router eine Buchse für analoge Telefone hat kann man auf jeden Fall versuchen das Gerät dort anzuschließen und zu sehen was passiert.
Eventuell wird ein Adapter benötigt, falls der Router nur die würfelförmige RJ... Buchse hat und das Telefon einen TAE Stecker.
"Analog" sind auch Tastentelefone, außer ausgewiesene ISDN Telefone.
Nicht wenige Router "verstehen" Impulswahl, auch wenn das nirgendwo dokumentiert oder versprochen wird.
Interessent
(Mailadresse bestätigt)

  08.02.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von countryman vom 08.02.2019!  Zum Bezugstext

Ich habe leider einen normalen Router vom Provider zuhause (von O2) nichts extras.
countryman
(Mailadresse bestätigt)

  08.02.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Interessent vom 08.02.2019!  Zum Bezugstext

Laut Angebotstext sollen Adapterkabel auf TAE Stecker beiliegen.
Aber: Woran soll das Telefon überhaupt angeschlossen werden? Etliche Fritz Box und verwandte Router verstehen schon von Haus aus Impulswahl. Schon versucht?
Das Gerät ist ein historisierender Nachbau unter Verwendung von Teilen mehrerer Epochen - wenn's gefällt, völlig in Ordnung und wenn man lange genug damit telefoniert, auch irgendwann sammelwürdig ;-)
Wenn der Nummernschalter noch funktioniert würde ich mir keine großen Gedanken machen und ihn einkleben.
Interessent
(Mailadresse bestätigt)

  08.02.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Interessent vom 07.02.2019!  Zum Bezugstext

Mir wurde geraten diesen Konvektor zu kaufen.

https://www.hertie.de/Nostalgietelefon/HDK-Konverter-IWV-MFV-ISDN-Anlagen-RJ11-Buchse-ohne-Netzteil_p36605

Bin mir aber nicht sicher, ob das der richtige ist?!

Sieht so aus als würde etwas fehlen.

Weiss jemand mehr?
Interessent
(Mailadresse bestätigt)

  07.02.2019

Hey Zusammen,

Das Telefon ist endlich angekommen. Leider hat es beim Transport, mangels geeigneter Polsterung, schaden erlitten.

Der Nummerschalter ist aus der Halterung gebrochen. (siehe Bild) Muss mir jetzt einen geeigneten neuen Kaufen. Falls mir da jemand weiter helfen kann wäre ich sehr dankbar

anbei mal ein Paar Bilder vom inneren. Sieht für mich auch nicht nach 1900 aus :) Aber schön ist es trotzdem.

Falls jemand Infos hat... immer her damit :)

VG



Stefan163
(Mailadresse bestätigt)

  02.02.2019

Wenn so etwas nicht unbedingt als Plasteimitat ausgeführt ist, ist es doch ok, so wie der Apparat ist.

Wir hatten in Holstein im Flur so ein altes Holztelephon hängen, das aber auch an die Neuzeit (also Vermittlungsanlage 1936) angepasst werden mußte.
Und da ist der Nummernschalter schon mal zu jung, obschon Messing vernickelt ohne Spatium, eher passend. Transistorsprechkapsel statt 1899er Western Kohle Kraschpel, und kleiner Lautsprecher anstelle des Bellschen Fernhörers.
Sowie die Sprechbatterie, passt auch nicht, HaBaFa der Reichspost.
Und überhaupt passt der bei Großeltern in Texas abgebaute Apparat aus 1904 nicht nach Holstein, aber er paste zum Stil der Diele des 1903er Hauses.
Wenn etwas funktionieren soll, passen zum Unfeld, dann bedarf es einiger Kompromisse. Die dem Sammler dieser Technik nicht unbedingt gefallen.
Bei Holzgeräten ist mein Interesse eher beschränkt. Ich interessiere mich für alles, was zu (m)einer Wählvermittlung original schon paßte.
Aber Wichtig ist, es gefällt Dir.


Detlef Genthe
posttelegenthe.de
(Mailadresse bestätigt)

  02.02.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Mike06502 vom 01.02.2019!  Zum Bezugstext

ich würde das als historisierend bezeichnen. Nicht als Nachbau. Ein Telefon mit fest verbautem Mikrofon und ein kleinem Nummernschalter mit Spatium kann es kaum geben, da liegen 40 Jahre technische Entwicklung zwischen. Andererseits ist das natürlich der Kompromiss, wenn das Telefon wie 1890 aussehe soll, aber wie 1938 funktionieren. Auch schräge Kleinserienkonstruktionen sind durchaus sammelwürdig, und wenn es in die Wohnung passt ist das doch OK.  Der Stecker ist ein VDo 4. Dafür findet sich noch eine Dose bei Ebay oder hier im Forum.
Aber schau erst mal in den Apparat, wenn da die Schnur mit so einem ähnlichen Stecker deutlich kleiner (MSV4) gesteckt ist, hast Du gewonnen. Anschußschnüre MSV4 auf TAE sind kein Problem.
Mike06502
(Mailadresse bestätigt)

  01.02.2019

Ich möchte mal behaupten das es sich offensichtlich um einen polnischen Nachbau aus ca. der 80er Jahre handelt.
Interessent
(Mailadresse bestätigt)

  01.02.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Malte Cornelius vom 01.02.2019!  Zum Bezugstext

Danke für eure Antworten!

Deine Erklärung macht Sinn, dass es eher ein Nachbau ist. Generell habe ich mich schwer getan über diese Generation etwas herauszufinden. Weder Wert noch irgendwelche genauen Modelle habe ich gefunden oder Leute die so eines Verkaufen wollen.  

Ich kenne mich leider überhaupt nicht aus.
Habe es jetzt aber einfach gekauft ;) Habe 180€ bezahlt, da eine Nachbildung ca. 140€ gekostet hat (leider kann man die aber nicht mehr kaufen...Aber ein Original wäre mir eh wesentlich lieber)

Wenn das Teil angekommen ist, schick ich mal ein Bild vom Inneren.

Kann mir jemand sagen, welchen Adapter ich kaufen muss? (falls es überhaupt so einfach zu sagen ist)
Malte Cornelius
malte.corneliusgmail.com
(Mailadresse bestätigt)

  01.02.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Münzersammler vom 01.02.2019!  Zum Bezugstext

Ich bin zwar auch kein Experte für diese Generation von Apparaten, aber dies ist entweder ein Nachbau oder (aber sehr viel unwahrscheinlicher) etwas halbwegs Modernes in einem alten Gehäuse.
Definitive Beweise kann aber nur ein Blick ins Innere geben.

Wie zum Teil schon beschrieben:
- Handapparatschnur definitiv nicht original
- Anschlussschnur definitiv nicht original
- Fernhörerverschraubung passt nicht zum Rest
- Nummernschalter gab es nicht an solchen Apparaten
- Handapparat sieht auf alt getrimmt aus (Messing), realistischer wäre Nickel oder Chrom
- Derartige Telefone waren in der Regel OB-Apparate, d.h. mit Kurbelinduktor. Eine Kurbel gibt es nicht und gab es auch nicht (kein Loch im Gehäuse).
- Keine Modellbezeichnungen oder sonstige Beschriftungen erkennbar

Insgesamt tippe ich auf einen Apparat der 1970er bis 1980er - da würden dann die Komponenten (Schnüre, Fernhörerverschraubung, Nummernschalter) passen. In den 1980ern hat ja z.B. auch die Deutsche Bundespost diverse auf alt getrimmte "Designfernmeldeapparate" (DFeAp) auf den Markt gebracht, für die es zum Teil gar keine konkreten historischen Vorbilder gab.

Während heutige "Retrotelefone" aussehen wie Apparate von vor 40 Jahren, sahen vor 40 Jahren die Retroapparate eben aus wie um 1900 ...

Gruß
Malte
Münzersammler
mathias77gmx.net
(Mailadresse bestätigt)

  01.02.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Interessent vom 31.01.2019!  Zum Bezugstext

Ich bin kein Experte für Geräte dieser Art.
Es sieht eher sehr alt aus als nachgebaut.
Die Handapparateschnur allerdings ist neu (wahrscheinlich war die alte mal defekt) und der NS vermutlich Nachgerüstet.
Ebenso ist die Anschlußschnur nicht original, damals gab es bei solchen Apparaten keine, sie wurden mit Installationsleitungen direkt mit dem APL verbunden.

Hier sollte es aber Fachleute für solcherart Apparate geben., manchmal dauert eine Antwort nur ein paar Tage.
Interessent
(Mailadresse bestätigt)

  31.01.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Münzersammler vom 31.01.2019!  Zum Bezugstext

Danke für deine Antwort.

Ich habe noch ein Paar bessere Fotos bekommen. Leider keine vom Inneren.



Münzersammler
mathias77gmx.net
(Mailadresse bestätigt)

  31.01.2019

Ich kann Dir nur zum zweiten Teil was sagen:

Das ist ein analoges Telefon, es wird NUR an analogen Anshlüssen funktionieren.

ISDN und IP Anschlüsse funktionieren vollkommen anders. Dazu braucht man passende Adapter, das ist mehr, als nur ein Kabel. Aber die gibt es. Beispielsweise gibt es FRITZ!BOXes, die sowohl an ISDN als auch IP Anschlüssen den Betrieb analoger Geräte ermöglichen. Aber eine FRITZ!BOX ist mehr als ein Adapter, das ist eine komplette kleine Telefonanlage. Sowas gibt es auch kleiner und weniger aufwendig für den passenden Anschluß.

Zum Ersten Teil:
Bilder in besserer Qualität und vom inneren könnten bei der Beantwortung Deiner Fragen helfen.



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