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Kategorie: > Technische Fragen - Anschlußprobleme, TK-alagen etc.
Telefonanschluss-Simulator
Pontifex
(Mailadresse bestätigt)

  30.08.2019

Ein etwas abgefahrenes Projekt: Ich möchte mit einem Raspberry Pi (=Mikrocomputer mit Ein-und Ausgängen für Elektronik) einen Telefonanschluss simulieren und ein FeTAp 611 dranhängen.
Dazu müsste ich nun wissen, wie so ein Telefonsignal genau aussieht. Irgendwas mit 60V/(Gleichspannung, 25Hz oder 50Hz??) hab ich bisher rausgefunden, mehr krieg ich nicht ergoogelt. Wie sieht denn die Aufmodulation des Tonsignals und des Mikrofonsignals genau aus? Die Impulswahl krieg ich dann schon in den Griff.
Schaltplan des FeTAp 611 mit Gabelschaltung hab ich, das gibt mir aber nur eine vage Vorstellung. Bevor ich nun ein Oszilloskop an die Fritzbox hänge deshalb die Frage: Hat jemand einen Link auf die Spezifikation?

Falls es jemanden interessiert - ich Bastel einen Escape-Room mit dem Thema "Zeitreise nach 1972". Da soll eine Aufgabe sein, die Zeitansage anzurufen (Damals Telefonnummer 0119). Also Telefon abheben, 70er-Freizeichen (tut-tuuuuut.....tut-tuuuuut) ertönt, Nummer mit der Wählscheibe wählen, Zeitansage geht ran und mach Ansage. Dazu brauche ich weder den Wecker/die Klingel noch das Mikro. Obwohl, Spracherkennung wäre natürlich auch genial. Nur muss ich halt irgendwie den Hörton draufmodulieren. Wie?



Anzahl der unterhalb stehenden Antworten: 6
Pontifex
(Mailadresse bestätigt)

  01.09.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von foolproof vom 30.08.2019!  Zum Bezugstext

Wer hat denn Angst vor Analogschaltungen? Vor dem Informatik-Studium hatte ich erst was richtiges gelernt: Elektroniker. Den Tietze/Schenk konnte ich mal auswendig rückwärts singen. Wusste gar nicht, dass es den noch gibt. Glaube, in meiner Ausgabe waren auch noch Röhren behandelt :-D
Also danke für all die Antworten, im Grunde hab ich damit schon alles, was ich brauche. Muss mich nur entscheiden, ob ich nun (Lösung a) einen Telefonanschluss bastel, in den jedes Gerät passt, oder (Lösung b) ob ich das eine Telefon patche. Ginge beides. Dass ich die 60V nur fürs Mikro und die Klingel brauche, da hätt ich auch selber drauf kommen können, ich Honk.
Lösung a: Minimale Spannung werde ich auf der Leitung brauchen, um Gabelkontakt und Impulswähler zu erkennen. Bleibt eigentlich nur die Frage, wie ich das Audiosignal einkoppel, ohne mir den Audioausgang zu zerschießen. Werde mir vielleicht einen Übertrager wickeln, bevor ich dafür extra zum Conrad fahre.
Lösung b: Aufschrauben, alle Innereien entfernen, paar Drähte anlöten, fertig. Kommt mir vor wie "Feigheit vor dem Feind".

Detlef Genthe, genau so werde ich es machen.

Bis dahin vielen Dank an alle!
Felix52
(Mailadresse bestätigt)

  31.08.2019

Wenn es unbedingt mit Raspi sein soll würde ich den Fernhörer vom Telefon an die Audio-Klinke hängen und den Rest an einen PIO Port.
Je nach Portzustand (Schleife, Wahl) dann die ensprechenden .wav Dateien (Morse a, Morse s, Ansage usw.) einfach abspielen bzw. beenden.
Ist primitiv aber ohne zusätzliche HW machbar.
Schade um den unterbeschäftigten Raspi aber er kann ja nebenbei noch was anderes steuern.

mfg
Thies Joachim Hoffmann
parlaweb.de
(Mailadresse bestätigt)

  31.08.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von Detlef Genthe vom 30.08.2019!  Zum Bezugstext

> 1972 war die Uhrzeit im Westen 119 und im Osten 19,
> wenn ich mich nicht irre. Irgendwann kam 0119
> im Westen, ich denke in den 80ern.
Wenn ich nicht irre, war das Mitte / Ende der 80er, aber dann 1191 an den Orten der KVSt und 01191 in den anderen ON. Wobei ich das nur für die "alte BRD" sagen kann, und die Änderung meines Erinnerns spätestens 1987 gewesen sein müßte, also noch bevor die Netze +49 und ex +37 zusammenwuchsen.

> ich Bastel einen Escape-Room mit dem Thema
> "Zeitreise nach 1972"
das finde ich insofern lustig, daß 1972 noch andere Spiele als "Escape Room" modern waren ;-)
Detlef Genthe
posttelegenthe.de
(Mailadresse bestätigt)

  30.08.2019
Dieser Text bezieht sich auf den Beitrag von foolproof vom 30.08.2019!  Zum Bezugstext

habe das eben mal mit einer Elmeg ICT durchgespielt.

Die gibt es derzeit hinterhergeworfen, die fliegen massenhaft bei den IP-Umstellungen raus, notfalls finde ich auch noch eine.

Gaaaanz einfach.
- Amtskennziffer auf 5, dann erlaubt die Kiste auch internnummern, die mit 0 anfangen
- Teilnehmer 0119 einrichten
- der bekommt eine Umleitung auf extern (ok, du must einer Telefonleitung haben, notfalls Sipgate)auf die 040428990, da läuft das alte Zeitzeichen noch.
Oder, wenn Du eine feste Zeit ausgeben willst, eine Voiceanwendung auf der Anlage einrichten oder den RASPI ansteuern.

Wir hatten das Thema auch schon https://www.wasser.de/telefon-alt/forum/index.pl?job=thema&tnr=100000000006813

Kleiner Tip zum Escape-Room: 1972 war die Uhrzeit im Westen 119 und im Osten 19, wenn ich mich nicht irre. Irgendwann kam 0119 im Westen, ich denke in den 80ern.

Detlef Genthe
posttelegenthe.de
(Mailadresse bestätigt)

  30.08.2019

für den Zweck mag das mit dem Microkontroller gehen. Sobald Sprache in beide Richtungen gehen soll, wird es schwierig. Die wird nämlich auf den selben Adernpaar symmetrisch in beiden Richtungen übertragen, da braucht man eine analoge Gabelschaltung, da hilft der Raspi wenig.

Also, ich beschänke mich mal auf Deine Idee:

Du brauchst keine 60V, wenn Du nicht das Mikro betreiben willst. Ich würde vierdrätig aus dem Telefon raus gehen. Zwei Drähte auf den Impuskontakt des Nummernschalters; Gabelumschalter einfach in Reihe, das auf einen digitalen Eingang, ggf mit Pull-up Widerstand. Und zwei drähte von einen analogen Ausgang auf die Hörkapsel.

1. GU offen, Eingang auf H-Potential, Ruhe
2. Eingang auf L- (Hörer angenommen), auf Analogausgang wird Morse A, 425Hz ausgegeben ausgegeben.
3. Wenn 2  Minuten keine Wahl erfolgt, schaltet der Ton auf besetzt um, das endet nur wenn der Eingang länger 100ms auf H geht, dann zurück zu 1
4. Es werden eine Reihe Impulsfolgen abgewartet. normgerecht 60ms H, 40 ms L, für eine 5 halt 5 mal H
mach das etwas großzügiger von 20/80  bis 80/20ms Impulsverhältnis sollte einfach alles akzeptiert werden. Wenn eine Folge nicht stimmt> Besetzt, wie in Punkt 3, gleiches gilt bei mehr als 80ms H-Potential
5.  Nach der letzten richtigen Folge wird das Zeitzeichen abgespielt so lange L-Potential anliegt, wenn H kommt zurück auf 1.

Einfacher ist es eine alte Telefonanlage zu nehmen
foolproof
(Mailadresse bestätigt)

  30.08.2019

Klar geht das irgendwie, das artet dann aber schnell in schönen Analogschaltungen aus - wenn du also z.B. den Tietze/Schenk nicht zuhause hast: Lass es.

Ein paar Ideen zur Lösung:
- Fritzbox mit SIP-Software als Gegenstelle. Die bringt den ganzen Analogkram + Impulswahl-Erkennung etc. schon mit
- Eine alte Telefonanlage auf eBay schießen
- Nachdem du eh Zugriff aufs Telefon hast und eigentlich die Telefonie an sich nicht brauchst, bau das Telefon einfach auseinander, Zapfe Mikrofon & Lautsprecher & Nummernschalter entsprechend an und mach den Rest dann via RaspberryPi etc.



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